Alles ist bereit für die 16. Auflage des Internationalen Kugelstoß-Meetings "Nordhausen Indoor". Von der Weltklasse bis zum Nachwuchs reicht die Palette, die am Samstag, 25. Januar, in der Nordhäuser Wiedigsburghalle angeboten wird. Nach ihrem grandiosen Auftritt im Vorjahr ziert sie nun als Olympiasiegerin die Werbeplakate für das Meeting: Yemisi Ogunleye. Ebenfalls dabei der Vorjahressieger und Meetingrekordhalter Zane Weir, die deutschen Topathleten, die erfolgreichen Para-Leichtathleten Niko Kappel, Yannis Fischer und Lara Baars sowie die deutschen Nachwuchs-Talente.
Spezialmeetings haben immer ihren besonderen Reiz: Die Konzentration liegt auf nur einer Disziplin. Die Zuschauer sind nah dran an den Aktiven. Darum lieben und schätzen die Athleten genau jene Atmosphäre. Diese hat im Vorjahr Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) zu einer Topweite getragen. Nämlich auf 19,57 Meter und zu einem neuen Meetingrekord. Letztlich war ihr Auftritt in Nordhausen die Initialzündung für ein Wahnsinnsjahr mit dem Olympiasieg als Krönung. „Ich habe im letzten Trainingslager vor Nordhausen schon gemerkt, dass ich ordentlich was drauf habe – und bei der Atmosphäre konnte ich nicht anders als weit zu stoßen.“ Genau jene Stimmung, die sie so begeistert hat, soll sie erneut tragen. Gern wieder über die 19-Meter-Marke.
Zum Saisonauftakt am zurückliegenden Samstag in Dortmund gab es einen ersten internationalen Fingerzeig: 18,98 Meter und Weltjahresbestleistung. Zweite Station: Nordhausen. „Wie weit ich stoßen werde, das werden wir dann an dem Tag sehen.“ Wichtig sei ihr ein guter Saisoneinstieg, der Hauptfokus liege auf den internationalen Höhepunkten - Hallen-EM in Apeldoorn (Niederlande; 6. bis 9. März), Hallen-WM in Nanjing (China; 21. bis 23. März) und WM in Tokio (Japan; 13. bis 21. September). Das Nordhäuser Meeting ist für die internationalen Hallen-Höhepunkte einer der Qualifikations-Wettkämpfe. Treffen wird sie wie bereits in Dortmund auf Vize-Europameisterin Jorinde van Klinken aus den Niederlanden. Im Feld dabei sind die Portugiesin Jessica Inchude und eine starke nationale Konkurrenz mit Alina Kenzel (VfB Stuttgart), Julia Ritter (TV Wattenscheid 01) und Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge).
Zane Weir im Duell mit Roger Steen
Bei den Männern gibt es ein Wiedersehen mit dem italienischen Vorjahressieger Zane Weir, der wie Yemisi Ogunleye für reichlich Begeisterung gesorgt hat. Er verabschiedete sich ebenfalls mit einem neuen Meetingrekord (21,84 m). Ob er erneut in diese Sphären stoßen kann, bleibt abzuwarten. Der Olympia-Dritte Rajindra Campbell hat seinen Start derweil abgesagt. Eine Verletzung stoppte den Jamaikaner. Für ihn rückt der US-Amerikaner Roger Steen nach. Der 32-Jährige gehört ebenfalls zur Riege der 22-Meter-Stoßer, seine Bestleistung steht bei 22,08 Metern. Im Vorjahr gehörte er zu den zehn weltbesten Kugelstoßern. Bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio noch Sechster kam der Südafrikaner Kyle Blignaut in Paris nicht über die Qualifikation hinaus. Der 25-Jährige hat eine Bestleistung von 21,26 Metern.
Der große Durchbruch gelang Silas Ristl (VfL Sindelfingen) im vergangenen Jahr. Im Winter sicherte er sich seinen ersten Deutschen Meistertitel, im Sommer gelang ihm die Qualifikation für die EM in Rom und sein erster internationaler Start im Nationaltrikot. Bei den Halleschen Werfertagen schrie er seine Freude über seinen ersten Stoß über 20 Meter kraftvoll heraus, der 29-Jährige wuchtete die Kugel auf 20,25 Meter. Für die DLV-Kugelstoßer sind die 20 Meter die magische Marke: im Sommer wie in der Hallensaison. Silas Ristl und Vereinskollege Eric Maihöfer haben diese vor wenigen Tagen zum Auftakt in Luxemburg mit 20,04 und 20,05 Metern bereits geknackt. Starten werden weiterhin Dennis Lukas (LG Idar/Oberstein) und Tizian Lauria (VfL Sindelfingen), er gehört zur starken U23-Truppe und wurde 2023 U23-Europameister und könnte den Titel in diesem Jahr in Bergen verteidigen. Bisher stehen für ihn als Bestmarke 19,89 Meter in der Statistik.
Erfolgreiche Para-Athleten und Nachwuchs-Talente
Wer erinnert sich nicht an die Freudensprünge von Lara Baars (VfB Stuttgart) bei der letztjährigen Auflage. Die Para-Athletin begeisterte mit 8,75 Meter, im September dann als Olympiasiegerin mit einer beeindruckenden Weite von 9,10 Metern und einem neuen paralympischen Rekord. Zu der Trainingsgruppe von Peter Salzer gehören weiterhin Weltrekordler Niko Kappel und Yannis Fischer, die ebenfalls auf eine große Weite hoffen. Niko Kappel wurde zuletzt Vize-Olympiasieger in Paris.
Das Meeting dürfen traditionell die deutschen Nachwuchs-Talente eröffnen. Beginnend um 11.30 Uhr Uhr mit den U20-Athleten wie Emily Scherf (SC Neubrandenburg), Antonia Heberle (TV Rottenburg), Malte Tiltmann (SC Neubrandenburg) und Lenny Dittmar (BiG Gotha). In die U23-Klasse aufgerückt sind Jolina Lange (LV 90 Erzgebirge) und Lokalmatadorin Chantal Rimke (VfB Stuttgart), die vor ihrer ersten Saison als Drehstoßerin steht und den Wechsel mit ihrem neuen Trainer Artur Hoppe vollzogen hat. Weitere Starterinnen sind Milaine Ammon (SV Halle) und Helena Kopp (LG Stadtwerke München).
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