Der Countdown läuft: In zwei Tagen starten die Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid. Dafür sind acht Thüringer Athleten gemeldet. Besonderer Fokus liegt aus Thüringer Sicht auf dem Samstag.
Beginnend mit dem Hochsprung. Zu Monatsbeginn startete Finn Friedrich (WSSV Suhl 1990) bereits bei den Deutschen U23-Meisterschaften an selber Stelle. Mit 2,03 Metern beendete er diese Titelkämpfe auf Rang sieben. Jetzt soll es nochmal ein Stück höher gehen. „Auf das Teilnehmerfeld achte ich eher weniger. Es geht eher darum, nochmal eine gute Höhe zu erfüllen. Somit habe ich auch keine Wunschplatzierung. Ich erhoffe mir eine Höhe von 2,05 Meter. Damit wäre ich schon sehr zufrieden. Sollte es höher gehen, wäre es natürlich umso besser“, blickt der Schützling von Trainer Rico May auf seinen Start voraus. Über 400 Meter Hürden konnte sich Sebastian Lehmann (LG Ohra Energie) für einen DM-Start empfohlen. Seinen Hausrekord hatte er am 10. Juli in Wetzlar auf 53,49 Sekunden verbessert. Für ihn wird es darum gehen, erneut in diesem Bereich zu laufen.
Schlag auf Schlag folgen am Samstagabend die Entscheidungen. Einer könnte im Kampf um eine Medaille ganz vorn mitmischen. Speerwerfer Thomas Röhler (LC Jena) erfüllte Ende April in Nairobi mit 83,33 Metern die Norm für die Europameisterschaften in Birmingham (Großbritannien; 10. bis 16. August) und meldete sich eindrucksvoll zurück. Dahinter ragen die Wettkämpfe in Rom (Italien) und Rabat (Marokko) mit Weiten von 82,89 und 81,61 Metern heraus. Zuletzt startete der 34-Jährige in Luzern (Schweiz) und kam dort auf 80,30 Meter. In dieser Saison warf Josh Anhalt (LC Jena) sein Arbeitsgerät erstmals über 70 Meter. Bei den Halleschen Werfertagen standen 71,73 Meter im Protokoll. Angesichts der starken Konkurrenz wird es ein enger Kampf um die Finalplätze.
DM-Premiere für Til Stephan, Karl Geburek und Anton Saar
Für den Dritten der U20-DM Til Stephan (Erfurter LAC) und Karl Geburek (ASV Erfurt) als Dritten der U23-DM über die Hindernisse ist es der erste Start bei den Aktiven. „Für Til und Karl geht es darum, ihre Bestzeiten anzugreifen und ihre Positionen in der Meldeliste zu verteidigen. Vielleicht könnte es sogar noch ein, zwei Plätze nach vorn gehen. Bedeutet für Karl Top 10, für Til Top 15. Sie haben eine sehr gute Form“, sagt Enrico Aßmus aus dem Trainergespann mit Nils Schumann. Die Konkurrenz stark, aber vorn mitmischen will auch Robin Müller (LG Ohra Energie), der als Vierter gemeldet ist.
Die 5.000 Meter sind der krönende Schlussakt des ersten Wettkampftages. Diese Strecke hat es durchaus in sich. Nicht nur von den Runden, sondern auch von den gemeldeten Teilnehmern. Mit Florian Bremm (Franconia Athletics) und Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) blieben zwei Läufer in dieser Saison schon unter 13 Minuten. Enrico Aßmus spricht nicht ohne Grund von „europäischer Weltspitzenbesetzung“. Und in diesem Feld mit 24 Teilnehmern darf sich Anton Saar (Erfurter LAC) bei seiner ersten Freiluft-DM bei den Erwachsenen beweisen. „Es gilt für ihn, vielleicht seine persönliche Bestleistung anzugreifen, wenn es das Rennen zulässt und sich in Positionskämpfen gut zu verkaufen.“
Zeitplan I




