Reiche Medaillenausbeute für Thüringer Talente: Bei den Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften in Halle/Saale stand am vergangenen Samstag der Nachwuchs der Jugend U20 bis U16 im Fokus. Nicht nur in der sanierten Sporthalle Brandberge mit dem neuen Bodenbelag, sondern auch auf den Wurfanlagen, wo einige neue Bestleistungen erzielt wurden.
Titel in neuer Bestzeit: Im 3.000 Meter Bahngehen verbesserte sich Matti Schmidt (Erfurter LAC) auf 13:34,70 Minuten und gehört bei den in zwei Wochen an gleicher Stelle stattfindenden Deutschen Hallenmeisterschaften im Bahngehen (14./15. Februar) zu den Medaillenkandidaten. Nur knapp unter seiner Bestmarke blieb Bruno Wedemann (Erfurter LAC) im Hammerwurf. In seinem ersten U20-Jahr gab es den mitteldeutschen Titel im Winterwurf mit 58,10 Metern. Gefolgt von Nils Rauch (SSV Erfurt Nord; 47,64 m). Zwei neue Bestzeiten, zwei Bronzemedaillen: Das ist die Ausbeute von Tabea Schuchert (SV Concordia Großengottern) bei diesen Titelkämpfen. Über 60 Meter kämpfte sie sogar um den Titel. Lediglich drei Hundertstelsekunden trennten sie vom Titel, sie wurde in 7,79 Dritte. 25,75 Sekunden sowie Rang drei standen für sie über 200 Meter im Protokoll. Den Meistertitel über 800 Meter erlief sich Sandrine Hilke (LV Gera) in 2:22,65 Minuten. Elin Sachse (SV Sömmerda) hieß die Siegerin über 3.000 Meter in 10:33,00 Minuten.
Nächste Steigerung für Hürdensprinterin Aurora Klotz (LC Jena): Mit 8,50 Sekunden hatte sie sich für das Finale über 60 Meter Hürden qualifiziert. Dort folgte die nächste Steigerung auf 8,43 Sekunden. So schnell war sie in dieser Hallensaison noch nicht unterwegs gewesen. Einen Thüringer Sweep gab es im 3.000 Meter Bahngehen: Es siegte Nika Helene Illing (LSV 1971 Ilmenau). Sie wird immer schneller und steigerte ihre Bestzeit auf 14:04,15 Minuten. Viel fehlt nicht mehr für eine Zeit unter 14 Minuten. Auf den weiteren Plätzen folgten Maria-Lena Carniel (ASV Erfurt; 14:24,98 min) und Laura Völkel (ASV Erfurt; 14:30,82 min). Im Diskuswurf war Laura Berger ASV Erfurt) erfolgreich. Sie holte sich mit 42,06 Metern den Titel. Auf Rang drei warf sich eine weitere Thüringerin mit Lea Weber (LG Ohra Energie), sie kam auf 30,69 Meter. Silber gab es für Lea Weber mit dem Speer, sie kam auf 36,94 Meter. Im Hammerwurf glänzte die Medaille von Nele Engelke (ASV Erfurt) silbern, sie beförderte ihr Arbeitsgerät auf 39,96 Meter.
Matthes Liek in Topform, starke Gehzeiten
In Topform präsentierte sich Matthes Liek (Erfurter LAC). Im Sprintfinale der Jugend U18 blieb er als einziger Teilnehmer unter sieben Sekunden. In neuer Bestzeit von 6,87 Sekunden gewann er die Konkurrenz souverän. Ebenso wie über 200 Meter in 22,17 Sekunden. Ole Jannis Gratz (Erfurter LAC) gewann über 60 Meter in 7,14 Sekunden die Bronzemedaille. Der große Coup sollte eigentlich über 60 Meter Hürden folgen. Daraus wurde nichts. „Es war nicht sein Tag. Er war technisch an der ersten Hürde zwei Mal nicht ganz auf der Höhe. Dadurch hat er den Sieg leider verschenkt“, sagte sein Trainer Tobias Schneider. In 8,16 Sekunden wurde es Rang zwei. Noch tragischer das Staffelaus mit der Startgemeinschaft Race/LAC Erfurt in der Besetzung Matthes Liek, Colin Schäfer, Ole Jannis Gratz und Felix Messerer. Der Wechselraum wurde überlaufen, somit folgte die Disqualifikation.
Stark verbessert im 3.000 Meter Bahngehen präsentierten sich Felix Aßmus (Erfurter LAC) und Paul Alberto Gutierrez Müller (Erfurter LAC), die sich mit ihren Zeiten von 14:25,96 und 14:28,03 Minuten für einen Start bei den Deutschen Hallenmeisterschaften im Bahngehen empfahlen. „Für Felix wird es die DM-Premiere“, sagte Landestrainerin Julia Henze. Seiner Bestmarke im Hochsprung näherte sich Tim Nega (SSV Schiller-Gymnasium Eisenberg) an. Er meisterte 1,89 Meter und holte sich den Titel. Mit einer schönen Serie im Dreisprung begeisterte Lorenz Wartmann (SV Concordia Großengottern), der im ersten Versuch mit 12,65 Metern seines Tagesbestweite erzielte und Silber gewann. Nur drei Zentimeter dahinter folgte Luca Lion Gloger (WSSV Suhl 1990) auf Rang drei. Eine Silbermedaille erwarf sich Loris Ritter (Erfurter LAC) mit dem 5-Kilo-Hammer. Drei gültige Versuche brachte er in die Ergebnisliste ein. Sein weitester landete bei 55,27 Meter.
Spannender Dreikampf um Hochsprung-Titel
Bei Malina Fromm (Erfurter LAC) zeigt die Formkurve wieder nach oben. Im Vorlauf über 60 Meter steigerte ihre Saisonbestzeit auf 7,68 Sekunden. Im Finale wurde es zwar nicht ganz so schnell, aber sie sprintete in 7,71 Sekunden zur Silbermedaille. Einen tollen Erfolg verbuchte Luise Schüffler (Erfurter LAC) über 200 Meter, die sich in 25,43 Sekunden mit Silber und dem Ticket für die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen (20. bis 22. Februar) belohnte. „Sie ist nicht an der Sportschule, aber sie kommt regelmäßig zu uns zum Training. Für sie ist das ein schöner Erfolg“, sagte Landestrainer Tobias Schneider. In ihrem zweiten 400-Meter-rennen überhaupt durfte sich Victoria Keksel (Gothaer LAC) über eine neue Bestzeit von 57,65 Sekunden wie über den Titelgewinn freuen. Einen Thüringer Doppelsieg gab es über 800 Meter: Smilla Bauer (Erfurter LAC) gewann in 2:18,07 Minuten vor Vereinskollegin Johanna Fromm (2:18,72 min).
Eine deutliche Verbesserung ihrer Bestzeit erreichte Kimberly Deidersen (SV 1899 Mühlhausen) über 3.000 Meter. Sie kam in 10:32,51 Minuten als Zweite ins Ziel. Im Hürdenfinale ging Bronze an Merit Benne (LC Jena) in 9,32 Sekunden. Im 3.000 Meter Bahngehen kam Lilly Fenner (ASV Erfurt) in 15:37,04 Minuten als Zweite ins Ziel. Auch sie erging sich einen Startplatz für die Deutschen Meisterschaften im Bahngehen. Packender Dreikampf im Hochsprung um den Titel: Gleich drei Athletinnen hatten die 1,60 Meter gemeistert. Die dann aufgelegten 1,63 Meter sollte keine der drei Athletinnen mehr meistern. Und so mussten die Fehlversuche über die Verteilung der Medaillenplätze entscheiden. Gar keinen hatte Elisabeth Lehnen (FSV 1950 Gotha), die den Titel mit nach Hause nahm. Auf einen Fehlversuch kam Merit Benne, sie wurde Zweite.
Mit dem Stab hoch hinaus: Das gelang Anna-Lena Kulessa (TSV Zeulenroda), die das Stabhochspringen mit 2,70 Metern gewann. Einen stabilen Wettkampf im Dreisprung lieferte Finja Hoffmann (LC Jena) ab. Mit neuer Hallen-Bestmarke von 5,46 Metern gab es Silber. Der Hammerwurf in Thüringer Hand: Mia Lina Tümmler (SV Sömmerda) gelang der weiteste Wurf auf 48,45 Meter. Zweite wurde Samira Schwarz (LV Gera; 43,60 m).
Der Bericht der Jugend U16 folgt am Dienstag.




