Halberstadt: Thüringer erfolgreich beim Vergleichswettkampf

Mit reichlich Thüringer Unterstützung gewann die Deutsche Masters-Mannschaft am Samstag in überzeugender Manier die zweite Auflage der „Interlands“ in Halberstadt. Als starke Punktelieferanten trumpften Iris Opitz, Andy Dittmar, Anja Schüppel, Martin Hohmann und Marion Stedefeld auf.

Nach der Neuauflage im vergangenen Jahr fand der Masters-Vergleichskampf „Interlands“ nun zum zweiten Mal im neuen Format statt. In Halberstadt in Sachsen-Anhalt trafen sich die Mannschaften der Niederlande, Frankreichs, Belgiens und des Gastgebers Deutschland. Der Modus – pro Disziplin kommen für jede Mannschaft zwei Frauen und zwei Männer in die Wertung, die Leistungen werden per Altersklassenfaktor bewertet.

Iris Opitz beindruckt über 100 Meter

Die Thüringer Athletinnen und Athleten trugen ihren Anteil zum erfolgreichen Abschneiden beim Vergleichswettkampf für das deutsche Masters-Team bei. Allen voran Sprinterin Iris Opitz (LAV Elstertal Bad Köstritz), die ihre eigene deutsche W60-Bestleistung über 100 Meter weiter nach unten schraubte. Sie stürmte in 13,36 Sekunden ins Ziel. „Das war kein schöner Lauf, viel zu verkrampft. Das kann ich besser und da geht noch mehr“, resümierte die 60-Jährige, die mit 1.157 Zählern die meisten Punkte über 100 Meter für das deutsche Team beisteuerte. 68,16 Sekunden standen bei ihr 400 Meter auf der Uhr. Umgerechnet in Punkten lag sie damit nur einen Punkt hinter Roland Gröger (TopFit Berlin; 1.051 P.).

Wenngleich die 400 Meter nicht ihre favorisierte Strecke ist. „Kein Frage, ich könnte über die Stadionrunde schneller sein, aber ich traue mich nicht, richtig loszutreten. Ich laufe die Strecke, möchte sie aber nicht trainieren“, sagte Iris Opitz, die ihren Fokus auf die 100 und 200 Meter legt und dort auch bei der Masters-WM in Daegu (Südkorea; 22. August bis 3. September) angreifen möchte. Bisher konnte sie ihre gute Form und Leistung halten. Aber so langsam spürt sie innerlich, die WM könnte so langsam kommen.

Sichere Bank - Andy Dittmar im Kugelstoßen

Starten wird sie dort über 100 und 200 Meter. Die Staffeleinsätze für das deutsche Team entscheiden sich dann erst vor Ort. Dennoch ist sie eine sichere Bank, wenn es um die Mannschaft und die Staffel geht. Mögliche Einsätze sind die 4x100 sowie 4x400-Meter-Staffel sowie im Mixed. Ebenfalls als sichere Bank erwies sich Kugelstoßer Andy Dittmar (BiG Gotha) in der M50, der mit 17,40 Meter den Sieg holte und satte 966 Punkte in die Gesamtwertung einbrachte. Im Hammerwurf glänzte Anja Schüppel (ASV Erfurt; W35), sie holte mit 41,69 Metern 638 Zähler für die Wertung. In zwei Disziplinen startete Marion Stedefeld (SV Concordia Großengottern; W55). Im Hochsprung übersprang sie 1,35 Meter. Schnell unterwegs war sie über 80 Meter Hürden, die sie in 13,50 Sekunden beendete. Daraus ergaben sich 348 Zähler, die dem deutschen Team gutgeschrieben wurden. Einen Doppelstart wagte auch Manuela Hartung (LC Jena; W55), die über 800 und 3.000 Meter an der Startlinie stand. Die kürzere Strecke beendete sie nach 2:44,54 Minuten, für die längere benötigte sie 13:12,79 Minuten.

Über 100 Meter und im Weitsprung war Martin Hohmann (Erfurter LAC; M40) gemeldet. Im Sprint standen für ihn 11,82 Sekunden auf der Uhr. Seine Punktzahl ging nicht in die Wertung ein. Dafür die im Weitsprung. Mit 5,63 Metern sammelte er 633 Zähler. In der Summe wiederholte die Deutsche Masters-Mannschaft seinen Vorjahreserfolg und das in überragender Manier mit 37.142 Zählern vor den Niederlanden (27.009 P.), Frankreich (16.556 P.) und Belgien (8.060 P.).

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