Das zurückliegende Wochenende stand ganz im Zeichen der Titeljagd: So wurden am Sonntag weitere Hallen-Landestitel im Mehrkampf der U14, U16 und der Senioren vergeben. Außerdem wurden die Entscheidungen über 3.000 Meter ausgetragen – und einmal mehr unterstrich Robin Müller seine absolute Topform. In der W15 verbesserte Lucie Schmied den Hallen-Landesrekord über 3.000 Meter.
Die Vorgabe lautete 8:13 Minuten für die 3.000 Meter. Das ist nämlich auch die geforderte Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund (21. bis 23. Februar). Vom Vortag hatte Robin Müller (LC Top Team Thüringen) noch die 1.500 Meter in den Beinen. An diesem Tag war er bereits eine neue Hallen-Bestzeit gelaufen. Nun die doppelte Strecke, die er in souveräner Manier absolvierte und in neuer Hallen-Bestzeit von 8:03,08 Minuten beendete. Sein nächster Start ist beim Sparkassen Erfurt Indoor am Freitag, 31. Januar, über 1.500 Meter geplant. Auf die Plätze zwei und drei liefen wie am Vortag Anton Saar (Erfurter LAC) und Roman Freitag (Erfurter LAC), die ihre Hallen-Bestzeiten mit 8:18,28 und 8:23,43 Minuten ebenfalls verbesserten. Das Trio landete mit seinen Leistungen unter den Top 7 der deutschen Hallen-Bestenliste.
Lucie Schmied ist eine Klasse für sich
Ein Quartett auf dem Weg nach Dortmund: In der Jugend U20 lieferten sich Karl Geburek (ASV Erfurt), Leonard Kaufmann (LG Ohra Energie) und Aaron Lautenschläger (Erfurter LAC) einen packenden Dreikampf um den Hallentitel. Mit ihren Zeiten von 8:50,15, 8:50,37 und 8:50,51 Minuten blieben sie unter der Norm für die Jugend-Hallen-DM und platzierten sich in der deutschen Hallenbestenliste auf den Plätzen zwei bis vier. In der weiblichen U20-Konkurrenz durfte sich Helena Manzke (Erfurter LAC) über eine extremen Steigerung ihrer Hallen-Bestleistung auf 10:22,88 Minuten sowie das DM-Ticket freuen. In der Jugend U18 holten Julian Weißenborn (Erfurter LAC; 9:09,85 min) sowie Laura Weißenborn (Erfurter LAC; 11:15,69 min) die Hallentitel.
Lucie Schmied ist nicht zu bremsen: Das Lauftalent vom SV Empor Bad Lagensalza hat es erneut getan. In der W15 startete sie am Sonntag über 3.000 Meter, siegte souverän in 10:43,37 Minuten und steigerte einen Uralt-Hallen-Landesrekord. Katja Böttcher hatte diesen vor 29 Jahren in 10:45,7 Minuten aufgestellt. Teils packende Kopf-an-Kopf-Rennen boten die Nachwuchs-Talente in den Altersklassen Jugend U16 und U14 um den Mehrkampftitel. Die Entscheidung fiel dann oftmals in den abschließenden Rennen über 800 Meter. Wie in der M15, wo Ole Jannis Gratz (Erfurter LAC) den Fünfkampf aus Hochsprung, Kugelstoßen, 60 Meter Hürde, Weitsprung und 800 Meter mit 2.862 Zählern für sich entschied. Dicht gefolgt von Yannick Althaus (Gothaer LAC) mit 2.816 Punkten und Luca Lion Gloger (WSSV Suhl 1990; 2.721 P.).
Packende Entscheidungen um Mehrkampftitel
In der M14 gab es mit Paul Pelger (LG Ohra Energie) einen klaren Sieger, der sich im Fünfkampf mit 2.595 Punkten durchsetzte. Dahinter bahnte sich ein spannender Zweikampf um die Plätze zwei und drei an. Henry Rudolf Köhler (LC Jena) verbuchte das bessere Ende mit 2.385 Punkten vor Louis Charles Görtz (Gothaer LAC) mit 2.360 Punkten für sich. Einen starken Eindruck in der W15 hinterließ Merit Benne (KSSV Victoria Weimar Schöndorf), die den Fünfkampf aus Kugelstoßen, Weitsprung, 60 Meter Hürden, Hochsprung und 800 Meter mit 2.532 Punkten für sich entschied. Hier lag die Spannung auf den weiteren Plätzen: Nur 20 Zähler trennten die Plätze zwei und drei. Es entschied sich zwischen Lotte Etzold (Erfurter LAC) und Laura Kalinowski (1. TSV Bad Salzungen 1990): Die Erfurterin hatte die schnelleren Beine über 800 Meter und sammelte 2.434 Punkte. Laura Kalinowski wurde mit 2.414 Zählern Dritte.
Nicht weniger Spannung versprach die Entscheidung in der W14, wo am Ende drei Nachwuchs-Athletinnen dicht beieinander lagen. Nach zwei vierten Plätzen durfte sich Linnea Kammer (HSG Nordhausen) nun erstmals auch die Mehrkampfkrone in der Halle mit 2.415 Zählern aufsetzen. Die finale Entscheidung fiel über 800 Meter, wo die Nordhäuserin in 2:50,05 Minuten schneller unterwegs war als die ebenfalls starke Konkurrenz aus Gotha. Ihr dicht auf den Fersen waren Zoe Hartung und Hannah Werner, die mit 2.376 und 2.344 Zählern die Plätze zwei und drei belegten.



