Zeit für neue Höhenflüge: Finn Friedrich überspringt 2,05 Meter

Die wertvollste Leistung bei der Hochsprung-Premiere in Jena lieferte Finn Friedrich. Der U20-Athlet übersprang erstmals 2,05 Meter. Am 1. Jenaer Hochsprungmeeting nahmen am Freitagabend 14 Athletinnen und Athleten teil. Mit dem Wettkampf und dem Ablauf zeigte sich Rico May als Trainer und Mitglied des Organisationsteams zufrieden.

Die Organisation des Meetings wurde vorrangig von Tobias Groenewold realisiert. „“Wir haben versucht, den Wettkampf sehr professionell zu gestalten. Das begann mit der Athletenvorstellung zu Beginn des Wettkampfs, wir haben die Anlage so hingestellt, dass einwandfreie und leistungsgerechte Sprünge möglich waren und es gab spezielle Anlauflieder, die jeder Athlet vorher einreichen konnte“, sagte Rico May. Durch den Wettkampfabend führte Jannis Mäusebach als Sprecher, für die Musik zeichnete Tom Mäusebach verantwortlich. „Wir hatten mit Cornelia Stange eine ausgebildete und sehr erfahrene Hochsprung-Kampfrichtern am Start. Außerdem mit Anja und Michael Arnold sehr erfahrene Kampfrichter des Landes-Kampfgerichts. Weitere Unterstützung erfuhr das Organisationsteam durch Tim Neumann, TLV-Geschäftsstellenleiter, der bei der Auswertung half.

Die Stimmung in der Jenaer Laufhalle war prächtig. Dafür sorgten etwa 40 Zuschauer. „Es war eine kurzweilige Veranstaltung“, sagte Rico May. Gemeldet hatten 17 Sportlerinnen und Sportler, an den Start gingen 14. Begrüßt werden konnten nehmen den einheimischen Aktiven aus Suhl, Erfurt, Bad Köstritz und Gotha auch Sportler aus Hessen und Sachsen. Für die wertvollste Leistung an diesem Abend sorgte Finn Friedrich (WSSV Suhl 1990), der mit einer neuen Bestleistung von 2,05 Meter die Konkurrenz für sich entschied. „Diese Leistung hatte sich im Training bereits angedeutet. Finn hat an diesem Tag seine Trainingsleistungen umgesetzt. Von der Höhe war der Sprung über 2,00 Meter sogar noch fast besser – fast zehn Zentimeter über der Latte“, bilanzierte Rico May. Die 2,05 Meter überquerte Finn Friedrich im dritten Versuch. In den nächsten Wettkämpfen hoffen Trainer wie Athlet die gute Leistung bestätigen oder sogar noch erhöhen zu können.

Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Frauen

Zwischen den Feiertagen zog sich Cedric Spieß (Erfurter LAC) eine Fußverletzung zu. Er sei umgeknickt. Der U20-Athlet hat ebenso das Niveau für 2,00 Meter. Trotz der Fußprobleme stand nach dem Wettkampf mit 1,92 Meter eine neue Hallenbestleistung zu Buche. „Wir versuchen jetzt den Fuß wieder fit zu bekommen. Die Hallensaison geht bis Ende Februar, bis dahin bekommen wir ihn fit“, sagte Rico May. Bei den Frauen entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Juliane Kratz (TV Gelnhausen) und Clara Seidel (LAV Elstertal Bad Köstritz), die beide über 1,64 Meter sprangen.

Die Hochsprung-Premiere hat Lust auf mehr gemacht. Nur der Zeitpunkt regt für eine zukünftige Tradition zum Nachdenken an. So fand am Sonntag das traditionelle Clarholzer Hochsprungmeeting statt. Auch sind die Wochenenden mit Wettkämpfen und Meetings bereits gut gefüllt. Die Gedanken kreisen bereits über eine zweite Auflage im nächsten Jahr. „Prinzipiell werden wir dann auch ein bisschen Geld in die Hand nehmen, wenn wir es über unsere Sponsoren abgesichert bekommen. Die ersten Gespräche sind geführt. Aus dieser Sicht können wir das Meeting nächstes Jahr attraktiver gestalten. Gleichzeitig schaffen wir eine Möglichkeit für unsere eigenen Athleten, aber auch die Attraktivität steigt“, blickte Rico May voraus. -sam-