Werferfünfkampf des TSV Zella-Mehlis 2022

Lob und Anerkennung für die Zella-Mehliser Wettkampfmacher

Waren es diesmal auch keine deutschen Seniorenmeisterschaften, trotzdem lockte der Wurfmehrkampf des TSV Zella-Mehlis auf der Arena „Schöne Aussicht“ die Athletinnen und Athleten aus vier Bundesländern an und somit war es für die rund 50 Starter trotzdem etwas ganz besonderes.

Zella-Mehlis – „Wir sind sehr dankbar“, so die mehrfache Ü70 Seniorenweltmeisterin Eva Nohl vom TSV Langenzenn aus Oberfranken, dass der TSV Zella-Mehlis nach unverständlicher Absage der geplanten Deutschen Meisterschaften diesen beliebten Werferfünfkampf trotzdem ausgerichtet hat.“ Eva Nohl schmückte sich erst jüngst bei den Senioren-Weltmeisterschaften im finnischen Tampere mit Gold und Silber im Hammer- und Gewichtswurf sowie im Wurffünfkampf. Und ob Tampere oder anderweitig, Zella-Mehlis ist für die 74-Jährige immer eine feste Adresse, um mit den besten deutschen Senioreninnen in den Ring zu steigen. Und das trifft auch mittlerweile für die heimischen Starter sowie für Athletinnen und Athleten aus Thüringen zu. So möchten die Lokal-Matadoren Ines Jaensch als auch Hans-Joachim Lange vom TSV Zella-Mehlis, Susann Schmieder (LAV Elstertal Bad Köstritz) als auch die Erfurter Wigbert Kohl und Manfred Löhn vom ASV Erfurt diese Wurfwettkämpfe auf der Anlage „Schöne Aussicht“ nicht mehr missen.
"Eigentlich können alle Starter froh sein, dass sich Zella-Mehlis zu einem Mekka des leichtathletischen Seniorensports etabliert hat. „Das wären heute die 10. Deutsche Seniorenmeisterschaften in Zella-Mehlis gewesen“, sagt Günter Karl, Abteilungsleiter Leichtathletik beim TSV.
Den Grundstein für diese anerkannte Meisterschaftsserie legte einst der mehrfache deutsche Seniorenmeister Werner Erben, der leider nicht mehr aktiv ist, aber trotzdem einmal kurz vorbeischaut, ob er diesen oder jenen Sportskameraden noch trifft. Denn viele der Aktiven sind schließlich in die Jahre gekommen und sind leider nicht mehr dabei. Trotzdem bleibt Zella-Mehlis, auch für die Nachrücker eine Top-Adresse, an der man nicht vorbeikommt, wie der 85-jährige Heinz Janson vom Verein TSV Groß Gerau aus Rhein-Hessen zu verstehen gibt. Solche Worte wecken natürlich positive Signale für die Wettkampfmacher um Günter Karl in enger Kooperation mit dem Ohrdrufer LV um Katrin Kerkmann und Ralf Hafermann. „Wenn schon keine DM, dann sind es eben nationale Vereinsmeisterschaften“, so Karl. Und diesen Modus werden wir wohl auch in Zukunft beibehalten, genießen wir doch dabei die volle Unterstützung durch die Stadt Zella-Mehlis mit Bürgermeister Richard Rossel, durch den Verein – TSV Zella-Mehlis und natürlich durch ein engagiertes Organisations- und Kampfrichterteam. Reibungslose Wettkampfabläufe sind wohl auch ein Grund, warum sich Zella-Mehlis zum Mekka der Senioren-Wettkampf- und Meisterschafts-Leichtathletik entwickelt hat.

Mit 2244 Punkten belegte Ines Jaensch Platz drei hinter Susann Schmieder und Carmen Krug (SSC Vellmar e.V.) mit 3442 Punkten. Hans-Jürgen Lange landete in der M65 auf Rang vier mit 2432 Punkten und die Erfurter Senioren mit Manfred Löhn konnten sich auf Rang drei (2587) und Wigbert Kohl als fünfter (2293 Punkten) recht erfolgreich in Szene setzten. Um zu zeigen, dass in Zella-Mehlis die Senioren Leichtathletik eine Heimstatt für einst viele Aktive geworden ist, brachte Hans-Jürgen Lange erstmals auch seinen Bruder  vom Köthener SV 09 mit. Mit Erfolg, belegte er doch mit 2844 Punkten in der M65 den 2. Platz.
„Jetzt nehmen wir die die Deutschen Seniorenmeisterschaften 2023 als nächstes Ziel in den Focus“, so Günter Karl. „Technisch wie auch personell sind wir für ein solches Event bestens gerüstet.“ 
- Theo Schwabe -