Das Nordhäuser Parkett hat Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye bislang immer Glück gebracht. Gelingt ihr beim 17. Internationalen Kugelstoß-Meeting „Nordhausen Indoor“ am kommenden Samstag (31. Januar) sogar der Hattrick. Den könnte ihr die zweifache Weltmeisterin Chase Jackson aus den USA streitig machen. Bei den Männern steht der Italiener Zane Weir an der Spitze der Meldeliste, er strebt ebenfalls seinen dritten Meeting-Sieg an.
Der Countdown läuft: Am 31. Januar treffen sich wieder die weltbesten Kugelstoßerinnen und Kugestoßer zum 17. Internationalen Kugelstoß-Meeting „Nordhausen Indoor“ in der Wiedigsburghalle. Das internationale Kräftemessen auf Weltklasse-Niveau steht in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt. Einmalig in der Meeting-Landschaft dürfte der musikalische Auftakt sein: Tenor und Sänger des Nordhäuser Theaters Marvin Scott wird die deutsche Nationalhymne singen.
Duell der "Gigantinnen"
Besonders spannend verspricht der Wettkampf der Frauen zu werden. Wird Vorjahres- und Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) den Hattrick perfekt machen und zum dritten Mal in Folge gewinnen? Oder wird die zweifache Weltmeisterin Chase Jackson dieses Mal die Kugel am weitesten stoßen? 2024 konnte Yemisi Ogunleye die US-Amerikanerin Chase Jackson, ihre Bestweite liegt bei 20,95 Metern (Freiluft), schlagen. Der Mannheimerin hat aber das Nordhäuser Parkett bislang immer Glück gebracht - sie hält den Indoor-Rekord mit 19,77 Metern. Mit einem Auftaktsieg ist die 27-Jährige beim ISTAF Indoor in Düsseldorf in die Hallensaison gestartet. Die 19-Meter-Marke knackte sie allerdings nicht, 18,78 Meter wurden notiert.
„Chase Jackson freut sich auf Nordhausen und will bei uns die 20-Meter-Marke knacken“, meint Meeting-Chef Werner Hütcher. „Das wird schwer für Yemi, aber das Indoor ist für sie bis jetzt immer perfekt gelaufen - man weiß also nie. Das Publikum kann sich in jedem Fall auf einen spannenden Wettkampf freuen.“ Zu den Herausforderinnen von Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye zählen weiterhin die zweifache Hallen-Europameisterin Auriol Dongmo (Portugal), die WM-Zweite mit dem Diskus Jorinde van Klinken (Niederlande) und 20-Meter-Stoßerin Jessica Ramsey (USA). Mit Katharina Maisch (LV 90 Erzgebirge) und Julia Ritter (TV Wattenscheid 01) ist das deutsche Kugelstoß-Trio komplett.
Meetingrekordhalter Zane Weir vor Hattrick?
Mit Zane Weir steht der Hallen-Europameister 2023, 22-Meter-Stoßer und Meeting-Rekordhalter ganz oben auf der Starterliste. Er könnte wie Yemisi Ogunleye das Meeting zum dritten Mal in Folge gewinnen. Bei seinen bisherigen zwei Starts überzeugte der italienische Kugelstoßstar mit Topweiten wie bei seiner Premiere 2024 mit einem neuem Meetingrekord von 21,84 Metern. Im Club der 22-Meter-Stoßer ist der 30-Jährige längst angekommen. Sowohl unter dem Hallendach als auch in der Freiluftsaison flog die 7,26-Kilo-Kugel schon über die 22-Meter-Marke. Zane Weir führt ein Italiener-Trio an: Mit ihm starten weiterhin Nick Ponzio und Riccardo Ferrara.
Bei den FISU World University Games Rhein-Ruhr trumpfte Aiden Smith aus Südafrika groß auf. Mit 20,25 Metern gewann der 21-Jährige die Goldmedaille bei den Weltspielen der Studierenden. Der 26-Jährige Christopher Licata aus den USA beherrscht Kugel wie Diskus. Als persönliche Bestmarke stehen bei ihm 20,46 Meter mit der Kugel zu Buche. Im stark besetzen Männerfeld wollen auch drei deutsche Starter ein Wörtchen mitreden. Allen voran der Beste aus dem Vorjahr: Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen). Der 24-Jährige war unter dem Hallendach wie in der Freiluftsaison eine Klasse für sich. Er gewann beide deutsche Meistertitel.
Nachwuchs auf großer Bühne
Der Zweite aus der starken deutschen Riege ist Xaver Hastenrath (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen). Nach mehr als einjähriger Verletzungspause setzte der 22-Jährige bei seinem Comeback bei den Regionshallenmeisterschaften in Düsseldorf (11. Januar) ein erstes Ausrufezeichen. Er stieß seine Kugel auf eine neue Bestweite von 19,50 Meter – und meldete sich in der nationalen Spitze zurück. Zu den hoffnungsvollen U23-Talenten zählt Georg Harpf (LG Stadtwerke München), der im Jugendbereich der U18 und U20 internationale Podestplätze feiern durfte. Das Meeting ist für die Männer und Frauen zugleich Qualifikations-Wettkampf für die Hallen-Weltmeisterschaften in Torun (Polen; 20. bis 22. März).
Vor der Kugelstoß-Elite dürfen sich die Junioren (U23) unter anderem Lokalmatadorin Chantal Rimke (VfB Stuttgart), die Dritte der U23-EM Helena Kopp (LG Stadtwerke München), der mehrfache deutsche Jugendmeister Lukas Schober (SG Freital-Weißig 1861) und der Sechste der U23-EM Lasse Schulz (TV Plieningen), im Nordhäuser Ring messen. Ebenfalls diese große Bühne wollen die U20- und U18-Talente wie die drei Platzierten der deutschen U20-Meisterschaften Anna-Maria Weber (VfB Stuttgart), Johanna Guggemoos (LG Stadtwerke München) und Emily Scherf (SC Neubrandenburg), der deutsche U20-Meister Simon Kunkel (USC Mainz), der deutsche U18-Vizemeister John-Christian Schochardt (SC Neubrandenburg), Lenny Dittmar (BiG Gotha) sowie die deutsche U18-Meisterin Antonia Heberle (TV Rottenburg), die zum Jahreswechsel in die U20 aufgestiegen ist, für weite Stöße nutzen.
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