Weinheim: Experiment geglückt – Felix Jahn begeistert im Langsprint

Nur 48 Stunden nach seinem Doppelstart im Kurzsprint bei der Hochschul-DM in Duisburg stand Felix Jahn bei der Kurpfalz-Gala am Samstag in Weinheim über 400 Meter am Start. Trotz schwerer Beine lieferte eine beachtliche Leistung ab und schrammte nur hauchdünn an der B-Norm für die Deutschen Meisterschaften in Berlin vorbei. Ihr erstes Rennen über 200 Meter seit vier Jahren absolvierte Eleni Frommann.

Es war ein Experiment: Donnerstag lief Felix Jahn (LC Jena) noch die 100 und 200 Meter bei der Hochschul-DM. Zwei Tage später ließ ihn sein Trainer Rico May in einem recht guten Teilnehmerfeld über 400 Meter starten. Trotz schwerer Beine sollte das Experiment glücken. Die Stadionrunde absolvierte Felix Jahn in schnellen 48,42 Sekunden, die Rang vier und eine herausragend neue Bestzeit bedeuteten. „Über die Leistung habe ich mich sehr gefreut. Unheimliche Reserven hat er in der Renngestaltung. Wenn alles passt, kann es in Richtung einer 47er Zeit gehen“, sagte Rico May. Deutlich unterboten hat Felix Jahn in seinem ersten U23-Jahr die Norm für die U23-DM in Bochum-Wattenscheid (23./24. Juli) - nur um zwei Hundertstel verpasste er die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften in Berlin (25./26. Juni).

Eleni Frommann mit ersten 200 Meter seit vier Jahren

Mit seinen Leistungen aus Duisburg und Weinheim hat er überrascht. Positiv überrascht. Hinsichtlich der 400 Meter ist Rico May überzeugt: „Ich denke, da geht noch mehr. Gerade im Verbund mit Malte Stangenberg, die auch viel gemeinsam trainieren, geht es hoffentlich für beide bald unter 48 Sekunden. Langfristiges Ziel ist es vielleicht einen der beiden im nächsten Jahr in die 4x400-Meter-Nationalstaffel bei den U23-Europameisterschaften zu bekommen.“

Ihre ersten 200 Meter seit vier Jahren lief Eleni Frommann (LC Jena). Sie kam in 24,35 Sekunden ins Ziel, in der Frauen-Wertung sollte dies Platz drei bedeuten. Bei ihrer „Premiere“ lief nicht alles rund. „Wir mussten sehr lange warten, weil wir recht zeitig angereist waren und sie war dann auch recht müde gewesen, um 17.30 Uhr zu laufen. Außerdem hat es in der Woche mit ihrer Arbeit (40 Stunden) und dem Training nicht richtig gepasst“, erklärte Rico May. Zu diesen Umständen kamen weitere, die den Lauf betreffen. „Technisch gab es große Probleme in der Lauftechnik und der Spritzigkeit insgesamt. Sie war nicht zufrieden – und ich kann das entsprechend einordnen. Da kommen sicherlich noch bessere Rennen“, sagte Rico May. Die nächsten Chancen dafür bieten sich ihr bei der Sparkassen Gala in Regensburg (3./4. Juni) sowie beim Leichtathletik Meeting „Fast Arms, Fast Legs“ in Wetzlar (11. Juni).

Finn Friedrich kratzt an 2 Metern

Mit dabei in Weinheim hatte Rico May noch seine drei Hochspringer: Annabell Recke (LC Jena), Finn Friedrich (WSSV Suhl 1990) und Cedric Spieß (Erfurter LAC). Bei den Jungs wurde der Anlauf von Wettkampf zu Wettkampf immer mehr verlängert. „Der Springer wird dadurch immer schneller und muss das auch umsetzen können. Das ist Finn recht gut gelungen, Cedric noch nicht so. Es gab bei beiden technisch noch einige Probleme, den relativ hohen Speed in den Absprung zu überführen. Daran müssen wir noch arbeiten. Dazu besteht am Freitag in Osterode die nächste Möglichkeit“, erklärte Rico May. Finn Friedrich übersprang 1,97 Meter, Cedric Spieß 1,85 Meter.

Die Doppelbelastung von Abitur und Leistungssport ist für Annabell Recke gerade die große Herausforderung. Gegenwärtig laufen noch die schriftlichen Prüfungen. Dazu die Wettkämpfe am Wochenende. In Weinheim meisterte sie die Höhen von 1,60 bis 1,70 Meter fehlerfrei, bei 1,74 Meter gab es dann drei Fehlversuche. „Wir haben das analysiert, trainieren weiter und werden sehen, wo das noch hingeht“, meinte ihr Trainer. -sam-

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