Wattenscheid U23: Hindernis-Bronze für Karl Geburek, Nika Illing mit Punktlandung zur WM-Norm

Das erste DM-Wochenende in Bochum-Wattenscheid ist schon wieder Geschichte. Gesucht wurden unter anderem die neuen Deutschen U23-Meister. Zum Auftakt gab es Bronze durch Karl Geburek, Gloria Herold verpasste die Norm für die U20-WM über 5.000 Meter nur knapp. Derweil gelang Nika Helene Illing eine Punktlandung im 5.000 Meter Bahngehen. Als U20-Athletin gelang Aurora Klotz der Sprung ins U23-Hürdenfinale.

Erfolgreich starteten die Deutschen U18/U23-Meisterschaften für die Thüringer Athleten. Zum Auftakt gab es Bronze für Karl Geburek (ASV Erfurt) über 3.000 Meter Hindernis. Er beendete die Konkurrenz in 8:50,06 Minuten. Fabio Schönfeld (Erfurter LAC) verbesserte seine Jahresbestzeit als Elfter auf 9:31,82 Minuten. Im 5.000 Meter Bahngehen durfte sich Felix Aßmus (Erfurter LAC) über seinen ersten Meistertitel in der U20-Konkurrenz freuen. Er ging in 24:34,41 Minuten zum Sieg. Für Nika Helene Illing (LSV 1971 Ilmenau) ging es nicht nur um den Meistertitel. Ihr Fokus lag auch auf der Erfüllung der Norm für die U20-Weltmeisterschaften in Eugene (USA; 4. bis 9. August), die bei 23:15,00 Minuten liegt. Auf den letzten zwei Runden erhöhte die nochmals das Tempo, was sich auszahlen sollte. Dennoch musste sie auf den letzten Metern gehörig kämpfen, um den Normwert zu erreichen. Im Ziel hatte sie lange warten müssen, ehe ihre Zeit veröffentlicht wurde.

Es war wirklich eine Punktlandung mit 23:14,58 Minuten. Die Erleichterung war ihr anzusehen. „Klar, ich habe es mir so gewünscht, aber wenn man dann so sieht ist es schon krass. Die letzten zwei Runden waren ganz schön anstrengend, vor allem die letzten 30 Meter. Da konnte ich eigentlich nicht mehr, aber ich habe nur die Anzeige gesehen und gehofft, dass es am Ende passt. Das ist alles, worauf ich die Saison hingearbeitet habe“, sagte die Siegerin, die von ihren Gefühlen überwältigt wurde. Geteilte Freude ist die schönste Freude: Auf Platz zwei ging Maria-Lena Carniel (ASV Erfurt), die ihre Bestzeit auf 23:31,14 Minuten steigern konnte. Als Vierte durfte sich Laura Völkel (ASV Erfurt) in 24:58,09 Minuten ebenfalls über eine neue Bestmarke freuen.

Hürdensprinterin Aurora Klotz erreicht U23-Finale

Der zweite DM-Tage verlief eher durchwachsen. Im Hochsprung wurde es Rang sieben für Finn Friedrich (WSSV Suhl 1990) mit übersprungenen 2,03 Meter. Philina Alexandra Denisow (Erfurter LAC) beendete mit neuer Bestzeit von 61,85 Sekunden die 400 Meter Hürden als 13. Im Vorfeld der DM war Anton Saar (Erfurter Saar) etwas krank gewesen. „Das hat man gemerkt, da ihm hinten raus einfach die Körner gefehlt haben“, sagte sein Trainer Enrico Aßmus. Dennoch gab es für ihn eine neue Bestleistung über 5.000 Meter von 14:11,84 Minuten.

Erfreulich der Auftritt von Gloria Herold (Race Erfurt): Für die U20-Athletin ging es schon eine Woche eher um die WM-Tickets für Eugene (USA; 4. bis 9. August). Sie startete in der U23-Konkurrenz über 5.000 Meter. Den geforderten Richtwert hatte sie bereits bei der Langen Laufnacht in Karlsruhe in 16:17,02 Minuten deutlich unterboten. Sie behauptete sich in diesem starken DM-Feld und wurde in 16:25,44 Minuten Sechste. Gleichzeitig durfte sie sich mit Julia Ehrle (LG farbtex Nordschwarzwald) über das WM-Ticket freuen. 

Zum Abschluss des DM-Wochenendes startete Zeno-Rafael Musso als U20-Athlet in der Konkurrenz der U23-Speerwerfer. Nur knapp sollte er mit neuer Bestleistung von 63,22 Meter den Endkampf als Neunter verpassen. Über 100 Meter Hürden absolvierte Aurora Klotz (LC Jena) als U20-Athletin gleich drei Rennen. Im Halbfinale war der Schützling von Trainer Rico May in 13,96 Sekunden zunächst auf Rang neun gelaufen. Durch den Verzicht von Shira Kurzawa auf das Finale rückte die Jenaerin nach und durfte ein drittes Mal ran. Dort lief sie in 13,97 Sekunden als Achte ins Ziel. Ebenfalls bis ins Halbfinale hatte es Emily Seidel (LC Jena) geschafft. Dort sollten 14,20 Sekunden nicht für ein Weiterkommen reichen.

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