Wattenscheid U20: Leonard Kaufmann überrascht als Vize-Meister

Das Wattenscheider Lohrheidestadion war am Wochenende erneut Kulisse für Deutsche Jugendmeisterschaften. Um Titel, Medaillen und Bestleistungen ging es dieses Mal für die U16-/U20-Athleten. Vier Medaillen erkämpften sich die Thüringer Athleten in der männlichen Jugend U20.

In einem taktisch geprägten Rennen überzeugte Til Stephan (Erfurter LAC) über 3.000 Meter Hindernis. „Er ist die letzten 1.000 Meter sehr gut gelaufen“, sagte Enrico Aßmus aus dem Trainergespann mit Nils Schumann. Belohnt wurde er für seinen engagierten Auftritt in 9:02,78 Minuten mit der Bronzemedaille. Nur knapp verfehlte er dabei die Norm für die U20-WM in Eugene (USA; 4. bis 9. August), gefordert waren dafür 9:00,00 Minuten. Nur einen Tag später glänzten die Medaillen erneut in der Farbe Bronze. Dafür sorgte zunächst Lenny Dittmar (BiG Gotha) im Kugelstoßring. Er verbesserte seine Bestleistung im zweiten Versuch auf 17,12 Meter. Das reichte für den dritten Platz.

Nach einer eher schleppend beginnenden Saison im Hammerwurf tankte Alexander Brehm (Erfurter LAC) in den letzten Wettkämpfen immer mehr Selbstvertrauen. In Wattenscheid flog sein Arbeitsgerät auf 66,00 Meter – und damit auf Platz drei. Auf Rang vier reihte sich sein Trainingspartner Bruno Wedemann mit 61,37 Metern ein. Nils Rauch (SSV Erfurt Nord) durfte sich ebenfalls freuen. Nicht nur über den Einzug in den Endkampf, sondern auch über eine neue persönliche Bestleistung von 55,77 Metern. Der zweite Tag hielt noch einen weiteren Höhepunkt parat. Nämlich die 3.000 Meter mit Leonard Kaufmann (LG Ohra Energie). „Ich bin auf Leo gespannt, er hat im Vorfeld nochmal sehr gut in Italien trainiert. Da war er mit Til Stephan. Sie haben nach meinen Plänen gearbeitet“, erklärte Enrico Aßmus. Das sollte sich auszahlen. Mit Platz zwei in 8:34,81 Minuten legte er einen starken Auftritt hin.

Zum Abschluss des DM-Wochenendes standen noch zwei Wettbewerbe mit Thüringer Beteiligung aus. Im Hürdensprint erreichte Merlin Leuthardt (LG Ohra Energie) in 14,42 Sekunden mit einem kleinen „q“ das Halbfinale, wo es für ihn dann in 14,50 Sekunden kein Weiterkommen gab. Im Speerwurf blieb Zeno-Rafael Musso (Eisenacher LV) etwas unter seinen Möglichkeiten. Er erreichte zwar den Endkampf der besten Acht, aber mit 59,58 Metern beendete er die Konkurrenz auf Rang acht.

Ergebnisse