Wattenscheid U20: Helena Guttke mit Silber nach Eugene

Das Wattenscheider Lohrheidestadion war am Wochenende erneut Kulisse für Deutsche Jugendmeisterschaften. Um Titel, Medaillen und Bestleistungen ging es dieses Mal für die U16-/U20-Athleten. Drei Medaillen erkämpften sich die Thüringer Athleten in der weiblichen Jugend U20.

Für die erste Medaille sorgte Gloria Herold (Race Erfurt). Bei ihrem Start über 3.000 Meter lief es erneut auf das Duell mit Julia Ehrle (Lg farbtex Nordschwarzwald) hinaus. Wie bereits in der Vorwoche über 5.000 Meter lag Julia Ehrle erneut vor Gloria Herold. Hinter ihrem zweiten Platz ploppte auch noch eine neue Bestzeit von 9:28,34 Minuten auf. Der Fokus bei Gloria Herold liegt auf den 5.000 Metern, auf denen sie in der Vorwoche bereits das WM-Ticket mit nach Hause nahm. In der Halle war Helena Manzke (Erfurter LAC) bereits unter der Zehn-Minuten-Marke geblieben. Nun gelang ihr eine neue Bestleistung mit 9:53,47 Minuten auch im Freien. Das bedeutete Platz acht. Im Dreisprung gab es zunächst Freudensprünge bei Aspasia Winkler (LC Jena) im Dreisprung, als sie mit 12,20 Metern den Endkampf erreichte. Eine weitere Steigerung blieb aus. Sie belegte Rang acht.

Ihren besten Versuch hob sich Helena Naussed (LC Jena) bis zum Schluss auf. Im sechsten Versuch stieß sie die 4-Kilo-Kugel auf 12,74 Meter und beendete die Konkurrenz als Sechste. Endkampf und Platz sechs: Das Ergebnis erreichte Fabienne Schäfer (ASV Erfurt) im Hammerwurf. Ihre Tagesbestweite von 49,12 Metern erreichte sie im zweiten Versuch. Über 100 Meter schaffte es Malina Fromm (Erfurter LAC) als U18-Athletin bis ins Halbfinale (12,12 sec).

Packender Zweikampf um Sieg über 800 Meter

Der Abschlusstag hielt nochmals zwei Medaillen parat: Die erste durch Lena Benne (LC Jena) im Speerwurf. Sie erreichte 45,55 Meter, mit denen sie die Silbermedaille holte. Es war das mit Spannung erwartete Rennen über 800 Meter. Helena Guttke und Cäcilia Weimann (beide Race Erfurt) hatten bereits im Halbfinale mit den zwei schnellsten Zeiten ihre Ambitionen untermauert. Im Finale ging es um die ersten beiden Plätze, die ihnen das Ticket für die U20-WM bescheren sollten. Beide hatten bereits im Vorfeld die Norm von 2:07,50 Minuten unterboten. An die Spitze setzte sich in einem taktisch geprägten Rennen zunächst Cäcilia Weimann. Eingangs der Gegengerade auf der zweiten Runde ging Helena Guttke nach vorn und forcierte das Tempo. An ihre Hacken hefteten sich Leni Hirt (LG farbtex Nordschwarzwald), Cäcilia Weimann und Viktoria Kamml (Berlin Track Club).

Packender Zweikampf auf den letzten Metern von Helena Guttke und Leni Hirt, den letztere für sich in 2:08,39 Minuten entschied. Helena Guttke kam in 2:08,43 Minuten als Zweite ins Ziel. Zeitgleich auf Platz vier landeten Cäcilia Weimann und die U18-Meisterin über 800 Meter Smilla Bauer (Erfurter LAC) in 2:11,17 Minuten. Für Helena Guttke bedeutete der Silberplatz zugleich das WM-Ticket für Eugene. Wie bereits in der Vorwoche setzte U18-Sprinterin Luise Schüffler (Erfurter LAC) das nächste Achtungszeichen über 200 Meter. Sie stand im B-Finale und steigerte ihre Bestzeit auf 24,55 Sekunden. Das B-Finale über 400 Meter Hürden hatte Sandrin Czogalla (Erfurter LAC) erreicht. Dieses beendete sie als Sechste in 63,23 Sekunden.

Richtig gut unterwegs war Hürdensprinterin Aurora Klotz (LC Jena). Bereits im Vorlauf steigerte sie ihre Bestzeit auf 13,80 Sekunden. Im Halbfinale sollte die nächste schnelle Zeit mit 13,66 Sekunden folgen. Nur leider blies der Rückenwind mit +2,2 m/s ein wenig zu kräftig. Dennoch war die Motivation groß, nun auch im Finale zu zeigen, was in ihr steckt. Das gelang ihr bis zur siebten Hürde, als sie anschließend aus ihrem Rhythmus kam und die Konkurrentinnen an ihr vorbeiflogen. In 14,22 Sekunden beendete sie das Rennen als Siebte. Trainingspartnerin Magdalena Huhn schaffte es bis ins Halbfinale (14,15 sec).

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