Vaterstetten: Serina Riedel knackt Uralt-Bestmarke im Siebenkampf

Serina Riedel hat Wort gehalten. Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Vaterstetten wollte sie Spaß haben und einen „geilen Wettkampf“ abliefern. Das gelang ihr mehr als eindrucksvoll. Der U18-Athletin vom TSV Zeulenroda gelang nicht nur die erfolgreiche Titelverteidigung im Siebenkampf. Ferner verbesserte sie die 21-jährige deutsche U18-Bestleistung von Maren Freisen (TV Rheinbach; 5.795 P.) um 23 Zähler auf 5.818 Punkte.

Den Grundstein für diesen Erfolg legte der Schützling von Trainer Peter Fleißner am ersten Wettkampftag mit drei neuen Bestleistungen. So gelang ihr ein fulminanter Auftakt: Im Hürdensprint standen im vierten und schnellsten Lauf 14,13 Sekunden auf der Uhr. Im anschließenden Hochsprung konnte sie ihre Saisonbestleistung mit 1,72 Meter bestätigen. Es folgte das Kugelstoßen mit einer nochmaligen Steigerung zu den Mitteldeutschen Mehrkampfmeisterschaften. Standen dort 15,07 Meter im Protokoll, wuchtete sie die Kugel nun auf 15,54 Meter. Richtig schnell wurde es zum Abschluss des ersten Tages über die 100 Meter. Sie gewann den vierten Lauf in 12,33 Sekunden. Mit 3.626 Punkten verabschiedete sie sich als Führende in die Nacht.

Zum engsten Favoritenkreis auf den Titel gehörte Marie Dehning (LG Celle-Land), sie musste den Wettkampf mit Problemen im Oberschenkel zu Beginn des zweiten Tages abbrechen. Beide hatten sich in der Vergangenheit immer wieder packende Duelle um den Titel geliefert. Ihren Vorsprung baute Serina Riedel im Weitsprung mit soliden 5,97 Meter kontinuierlich aus. Im Speerwurf ließ sie mit 39,20 Metern einige Punkte liegen. Bei strömenden Regen und kalten Temperaturen meisterte sie die abschließenden zwei Stadionrunden in 2:29,41 Minuten. Dann war das Meisterwerk vollbracht.

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