U23-DM (Tag 2): Goldener Schlusspunkt durch Maurice Voigt

Die Thüringer U23-Asse drehten am Abschlusstag der Deutschen U23-Meisterschaften richtig auf und belohnten sich mit vier Medaillen. Den goldenen Schlusspunkt setzte dabei Maurice Voigt.

Die Sonne knallte erbarmungslos vom Himmel in das Wattenscheider Lohrheidestadion und entfachte eine Hitzeschlacht. Mittendrin die Thüringer Athleten. Den Auftakt bestritt Alina Schönherr (LSV Schmölln) über 800 Meter. Am Vortag hatte sich sie sich im schnellsten der beiden Vorläufe mit einem großen „Q“ als Zweite ins Finale gelaufen. Nun galt es gegen die starke Konkurrenz zu bestehen. Sie hielt gut mit. Bis 200 Meter vor dem Ziel hatte sie noch auf der fünften Position gelegen, ehe sie sich nach vorne kämpfte. Auf der Zielgeraden rückte dann der Bronzeplatz in greifbare Nähe. Sie mobilisierte alle Kräfte und gewann den Schlussspurt um Bronze in 2:06,70 Minuten. Mit diesem Ergebnis wiederholte sie ihren Vorjahreserfolg von Koblenz, wo sie ebenfalls Dritte wurde.

"Probejahr" endet mit DM-Bronze

Nach ihr rückten die Langsprinter in den Fokus. Malte Stangenberg (LC Top Team Thüringen) und Felix Jahn (LC Jena) hatten sich für das Finale über 400 Meter qualifiziert. Keiner konnte vorab ahnen, dass beide um eine Medaille kämpfen sollten. Zunächst verzögerte sich ihr Start, sie mussten in der Hitze etwas warten. Die mitgebrachten Wasserflaschen boten die nötige Erfrischung. Als der Startschuss erfolgte waren die Blicke auf die beiden Thüringer gerichtet, die sich auf der Zielgerade einen sehr engen Kampf um den dritten Platz lieferten. Nur zwei Hundertstelsekunden trennte Platz drei von Rang vier: Malte Stangenberg gewann das Duell der Trainingspartner in 48,08 Sekunden vor Felix Jahn (48,10 sec), der seine Bestzeit ordentlich steigerte. Gern hätte Malte Stangenberg in seinem „Probejahr“ über 400 Meter nochmals eine 47 vor dem Komma gehabt. Etwas versöhnlich stimmte ihn dann seine erste DM-Medaille über die neue Strecke.

Insgeheim hatte Robin Müller (LC Top Team Thüringen) eine ganz bestimmte Zeit über 3.000 Meter Hindernis im Hinterkopf. „Ich wollte gern die Perspektivkadernorm angreifen.“ Diese steht bei 8:56 Minuten. An diesem Nachmittag war diese Hürde zu hoch. Der letzte Kilometer ging dann richtig schwer, so dass er sogar Florian Zittel (LG Region Karlsruhe) an sich vorbeiziehen lassen musste. Robin Müller schloss seine Saison auf dem Silberrang in 9:19,25 Minuten ab. „Er hat versucht, in der Hitze nochmal seine persönliche Bestleistung zu verbessern. Das ist ihm nicht ganz gelungen. Es wurde hinten schon schwer, aber mit der Silbermedaille hat er sich ehrenvoll aus der Saison verabschiedet und nach seiner Erkrankung (Angina) noch das Beste daraus gemacht“, ordnete sein Trainer Enrico Aßmus die Leistung ein.

Maurice Voigt holt Meistertitel, Katharina Müller erreicht Endkampf

Für den goldenen Schlusspunkt sorgte Maurice Voigt (LG Ohra Energie), der nach seiner Silbermedaille bei der Aktiven-DM in Berlin nun Speerwurf-Gold in der U23 folgen ließ. Allerdings blieben die großen Weiten wegen des Windes Mangelware. Seine Tagesbestweite von 72,70 Meter warf er im sechsten und letzten Versuch. Im Weitsprung fehlte Kevin Brucha (LC Jena) ein Zentimeter für Bronze. Mit 7,23 Meter belegte er den vierten Platz.

Ins Finale über 400 Meter Hürden hatte sich Tom Spaleck (Erfurter LAC) gelaufen. Nur knapp schrammte er dabei in 54,76 Sekunden an seinem Hausrekord vorbei. Im Endlauf konnte er sich nicht weiter steigern, er belegte in 55,01 Sekunden den achten Platz. Für eine weitere Top-8-Platzierung sorgte Katharina Müller (TSV Zella-Mehlis) im Speerwurf. Gleich in der ersten Runde warf sie ihren Speer auf eine neue persönliche Bestweite von 49,62 Meter, mit der sie sich für den Endkampf qualifizierte und einen ausgezeichneten sechsten Platz belegte. -sam-

Ergebnisse

(In den nächsten Tagen folgen noch ausführlichere Beiträge über die Medaillengewinner.)