U23-DM (Tag 1): Finaltickets für Schönherr, Spaleck, Stangenberg und Jahn

Gleich vier Finaltickets machten die Thüringer U23-Asse am ersten Tag der Deutschen U23-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid klar. Hochspringerin Annabell Recke wurde Siebte, Nelly Böhme im Hammerwerfen Zwölfte.

Es war der Tag der Vorläufe – und gleich vier Thüringer Athleten buchten ihre Finaltickets. Für einen erfolgreichen Auftakt sorgte Alina Schönherr (LSV Schmölln) über 800 Meter, die im ersten Vorlauf in 2:07,85 Minuten und einem großen „Q“ den Endlauf am Sonntag (11:45 Uhr) erreichte. In den Bereich seiner Bestleistung lief Langhürdler Tom Spaleck (Erfurter LAC), der das Finale über 400 Meter Hürden erreichte. Im ersten von zwei Vorläufen kam er als Zweiter in 54,76 Sekunden ins Ziel und verpasste seinen Hausrekord nur um drei Hundertstelsekunden. Nochmals angreifen kann er seine persönliche Bestleistung am Sonntag (15:05 Uhr).

Premiere über 400 Meter: Finaltickets für Stangenberg und Jahn

Die Außenbahn bekamen Felix Jahn (LC Jena) und Malte Stangenberg (LC Top Team Thüringen) in ihren jeweiligen Vorläufen über 400 Meter zugeteilt. Und sie machten das Beste aus der Situation, beide erreichten das Finale am Sonntag (14:05 Uhr). Malte Stangeberg als Zweiter seines Vorlaufs direkt mit einem großen "Q" in 49,17 Sekunden, Felix Jahn löste das Ticket in 49,51 Sekunden. „Wenn du gut läufst, sieht du ganze lange die anderen nicht. Dafür sind beide aber noch nicht so erfahren. Meine größte Sorge war, dass sie so schnell angehen. Felix ist aus meiner Sicht zu langsam angegangen, Malte ist mit Absicht etwas langsamer angegangen und hat gewartet bis Joite [Kevin Joite] kommt. Das hat er gut gelöst“, meinte ihr Trainer Rico May.

Mit ihrem Finaleinzug erleben die beiden eine Premiere über diese Strecke. „Wir müssen sehen, wie die beiden die Rennen verkraften von heute auf morgen. Das kennen wir noch nicht - 400 Meter an einem und dem anderen Tag. Felix hat sicherlich etwas mehr investieren müssen als Malte. Beide stehen im Finale und darüber freue ich mich sehr“, sagte Rico May.

Luise Herdegen hadert, Annabell Recke erreicht Minimalziel

Ihr letztes Saisonrennen über 400 Meter Hürden bestritt Luise Herdegen (LC Jena), die etwas hinter den Erwartungen mit 65,46 Sekunden zurückblieb. „Es war von Anfang an ein bisschen verkrampft. Ich konnte den Rhythmus nicht bis zum Ende hin durchziehen und stand dann auch vor fast jeder Hürde. Ich bin dann mehr oder weniger aus dem Stehen heraus weitergelaufen. Deswegen war die Zeit am Ende auch nicht so berauschend“, resümierte Luise Herdegen.

Sie war mit größeren Ambitionen gestartet und wollte eigentlich nochmal ihre Saisonbestleistung von 63,53 Sekunden angreifen. „Ich wäre auch gern in den Bereich meiner persönlichen Bestleistung von 62,32 Sekunden gelaufen. Das hatte ich mir vorgenommen und auch gewünscht, dass es jetzt mal passt, aber es hat am Ende nicht geklappt“, zeigte sich Luise Herdegen enttäuscht.

Bei der Jugend-DM fehlte Annabell Recke (LC Jena) wegen einer Corona-Infektion. In der Vorwoche meldete sich die Hochspringerin wieder fit und wollte bei der U23-DM starten. Sie überquerte 1,70 Meter, der letzte Versuch über 1,74 Meter war knapp gerissen. „Die 1,70 Meter waren das Minimalziel, was ich gedacht habe. Sie hatte gar keine Vorstellungen, sie wollte einfach nur starten. Es ist sogar Platz sieben geworden. Durch die Krankheit ging einfach nicht mehr. Sie geht jetzt gesund aus dem Wettkampf heraus. Ich bin zufrieden“, ordnete Rico May die Leistung seiner Athletin ein. Im Hammerwerfen erreichte Nelly Böhme (LV Gera) im zweiten Versuch 46,46 Meter und belegte Rang zwölf in der Gesamtwertung. -sam-

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