DM U18/U20 Tag 1: Silber für Team Thüringen und Karl Geburek

Zum Auftakt Staffel-Silber für Team Thüringen: Eine ganz starke Leistung lieferte die Startgemeinschaft Team Thüringen der U18 über 4x100 Meter bei den Deutschen Meisterschaften der U18/U20 in Bochum-Wattenscheid ab. Zum Abschluss des ersten Meisterschaftstages sorgte Karl Geburek über 3.000 Meter Hindernis für die zweite Silbermedaille, womit er sich wohl einen der drei Startplätze für die U20-EM gesichert haben dürfte.

Banges Warten für die Startgemeinschaft Team Thüringen nach den Zeitläufen der 4x100-Meter-Staffeln: Zuerst wurde das Thüringer Team als deutscher Meister in der Ergebnisliste geführt. In ihrem Lauf startend der TSV Bayer 04 Leverkusen, der zuerst in 41,63 Sekunden über die Ziellinie stürmte, aber nachträglich disqualifiziert wurde. Das Team legte Protest ein, die Disqualifikation wurde zurückgezogen – und somit rutschten die Thüringer auf Rang zwei. Angeführt von Felix Messerer als Startläufer stürmten Matthes Liek (beide Erfurter LAC), Colin Schäfer (ASV Erfurt) und Pepe Krause (1. SV Gera) in 41,72 Sekunden zu einer neuen Saisonbestzeit und schraubten den Landesrekord in der U18 weiter nach unten. In der weiblichen Jugend U18 startete der LC Jena mit Helena Wagner, Lanah Sprengler, Emma Charlott Münnich und der U16-Meisterin über 100 Meter, Lotta Rudolph, über 4x100 Meter. Das Quartett erreichte in 48,01 Sekunden einen tollen achten Platz.

Finale für Andor Rik Schumann und Anna Amalia Riechel über 400 Meter

Souverän ins Finale über 400 Meter: Andor Rik Schumann (Erfurter LAC) erreichte mit der drittschnellsten Laufzeit über die Stadionrunde in 48,78 Sekunden das Finale. In neuer Bestzeit von 6:10,03 Minuten schloss Julian Weißeborn (Erfurter LAC) die Konkurrenz über 2.000 Meter Hindernis als Zwölfter ab. Im Weitsprung lag Jakob Hüttner (LC Jena) zwischenzeitlich auf den Medaillenrängen, wurde dort aber im Endkampf der besten acht Teilnehmer noch verdrängt, so dass er mit 7,06 Metern Rang vier belegte. Felix Wolff (LC Jena) wurde mit 6,67 Metern Zwölfter. Rang 13 für Louis Wimmer (LC Jena) im Speerwurf, als Tagesbestweite standen für ihn 55,12 Meter im Protokoll.

Zweimal neuer Hausrekord, einmal Finale: Das ist die Bilanz der 400-Meter-Läuferinnen Anna Amalia Riechel (LG Ohra Energie) und Maria Schröder (LC Jena) in der U20-Konkurrenz. Mit einem großen „Q“ und neuer Bestzeit von 56,57 Sekunden lief Anna Amalia Riechel ins Finale. Knapp als Neunte verpasste Maria Schröder den Endlauf, dennoch durfte sie sich über eine neue Bestzeit von 57,32 Sekunden freuen. Die Norm für die U20-Europameisterschaften in Tampere (Finnland; 7. bis 10. August) hatte Speerwerferin Lena Benne (LC Jena) bereits abgehakt. Bei den Halleschen Werfertagen flog ihr Speer über die geforderten 50 Meter. Damit war ihr eine gewisse Sicherheit gegeben. Bei den nationalen Titelkämpfen wurden es 44,67 Meter, mit denen sie den vierten Rang belegte. Rang acht für Annika Seifert (LC Jena) mit 40,06 Metern.

Heißer Kampf um die EM-Tickets über 3.000 Meter Hindernis

Sechs Hindernisläufer im Kampf um drei EM-Tickets: Im Vorfeld der Deutschen Meisterschaften hatten bereits sechs Hindernisläufer den Richtwert von 9:06,00 Minuten für die U20-EM unterboten. Dazu zählte auch der Thüringer Karl Geburek (ASV Erfurt). Es wurde der erwartet spannende Kampf. Groß durfte dann die Erleichterung bei Karl Geburek im Ziel gewesen sein, er erreichte es als Zweiter in 9:07,01 Minuten. Für ihn war es eine ganz wichtige Medaille, die ihm angesichts seiner Vorleistungen sowie dem zweiten DM-Platz einen internationalen Start ermöglichen dürfte. In diesem Feld kam Aaron Lautenschläger (Erfurter LAC) in neuer Bestzeit von 9:24,36 Minuten als Neunter ins Ziel.

„Das war eine Konkurrenzlage, wie sie es schon lange nicht mehr gab in dieser Jugend. Karl war eine tolle Schlussrunde gelaufen, zuvor war es eher ein langsames Rennen. Hinten raus machte er fast alles richtig. Es war vielleicht sogar der Sieg drin, wenn er sich vor dem letzten Wassergraben ein bisschen aktiver in Position gebracht hätte, da war er noch ein wenig zu brav“, resümierte Enrico Aßmus.

Das Optimum im Kugelstoßen holte Lenny Dittmar (BiG Gotha) mit Rang fünf und 15,25 Metern aus sich heraus. Dass er sich als Basketballer bei den Spezialisten im Kugelstoßen bereits einen Namen gemacht hat, zeigt die Einladung zum traditionellen Kugelstoß-Meeting in Biberach. Am kommenden Montag verwandelt sich der Biberacher Marktplatz wieder in Deutschlands schönste Kugelstoß-Arena. Mit ihm im Ring sein Vater Andy, beide stoßen mittlerweile die 6-Kilo-Kugel und werden sich das Arbeitsgerät dort teilen. Im Weitsprung verpasste Nils Ferber (LC Jena) den Endkampf nur knapp, er erreichte mit 6,75 Metern den neunte Rang. Im Vorkampf der Speerwerfer mussten mindestens 60 Meter her, um den Endkampf der besten Acht zu erreichen. Finn Fischer (LC Jena) gelang dies im dritten Versuch mit 61,03 Metern, die ihm Rang sieben bescherten.

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