Thüringer Hallen-Leichtathletikmeisterschaften der U14 bis Senioren - Sprinter ließen Hallen-Meisterschaftsnormen purzeln

Erfurt – Wie bereits bei den vorangegangenen Hallensportfesten waren es auch bei den Hallen-Einzelmeisterschaften die Sprinter, die mit Blick auf die anstehenden nationalen und internationalen Saisonhöhepunkte die Akzente setzen.

 

Trotz verletzungsbedingter Sorgen steigerte Julian Wagner (LAC Team Erfurt) seine 60m-Sprint-Bestzeit um eine Hundertstelsekunde im Vorlauf auf 6,91 Sekunden. Damit war die Hallen-DM-Norm von 7,15 s  für den 18-Jährigen Schützling von Gerhard Jäger wieder einmal kein Thema. Vielmehr ist seine Verletzung ein Thema, um bei der Jugend-Hallen-DM in Sindelfingen in den Medaillenkampf eingreifen zu können.Obwohl Wagner in 6,94 s den Endlauf klar vor Jan Niklas Pippert (LAC Team Erfurt) in 7,06 s und Jan Przeliorz (Erfurter LAC) in 7,08 s  für sich entscheiden konnte, steht auf jetzt bei seinem geplanten Einsatz in der 4 x 200 m-Staffel ein großes Fragenzeichen. „Wenn ich alle auf die Beine bringe,  sowie Hans-Arthur Margraf (LAC Team Erfurt), können wir uns in der 4 x 200m-Staffel beste Medaillenchancen ausrechnen“, so Jäger.

 

Dabei setzt Jäger auf den Neuzugang und mehrfachen bayrischen Meister Nick Przeliorz aus Unterfranken, der von Nürtlingen zum Erfurter LAC wechselte. „Die Trainingsbedingungen bei uns sind nicht die besten“, hob Trainer Bernd Neumann aus Bad Kissingen hervor. Und da wir seit Jahren gute Beziehungen zum Erfurter LAC pflegen, meldeten sich neben Nick Przeliorz mit Clemens Schmitt und Timo Reinhart gleich zwei weitere talentierte unterfränkische Sprinter beim LAC unter Regie von Gerhard Jäger an. Sein Sprinttalent stellte dann Nick Przeliorz über 200 m in 22,66 Sekunden als Vizemeister hinter Ulrich Jonathan (LC Jena) unter Beweis. Sowohl Ulrich als auch Przeliorz knackten die Hallen-DM-Norm (22,80 s). 

 

Achtungszeichen im 60m-Hütrdensprint setzten die Athleten des LC Jena mit Lucas Arno Voigt als neuer U20-Meister in 8,28 s, Vizemeister Leon Schellenberg in 8,29 s sowie Sebastian Häußler (LC Jena) in 8,47 s. Damit löste das LC-Trio ebenfalls die Tickets für die U20 DM in Sindelfingen. Die erfüllte auch Sebastian Lehmann (LG Ohra Energie) bereits als Vorlaufschnellster in 8,22 s. Leider wurde er im Endlauf disqualifiziert.

 

Ein neues Sprinttalent wächst mit dem Arnstädter Luis Brandner (Erfurter LAC) heran. Der 16-Jährige sicherte sich in starken 7,06 s zur Überraschung des starken Kontrahenten Jonas Gerlach (Erfurter LAC) den Titel im 60m-Sprint und qualifizierte sich als U18-Athlet für die U20-Hallenmeisterschaften. „In Sindelfingen möchte ich schon unter sieben Sekunden bleiben“, so sein erklärtes Meisterschaftsziel. Gerlach revanchierte sich dann beim 200m-Meisterschaftssprint und erkämpfte in 22,40 s den Titel vor Malte Stangenberg (LC Jena) in ebenfalls achtbaren 22,61 s.

 

Auf Normjagd waren auch Leopold Stefanski (Erfurter LAC) über 400 m in 50,45 Sekunden als auch Max Körner (Erfurter LAC) über 800 m in 1:55,00 min aus. Und es reichte auch für Stefanski als Vize in 1:55,45 min, um  in Sindelfingen an den Start gehen zu können.  Die Freiluftsaison fest im Visier hat Mittelstreckler Franz Rott (Erfurter LAC). Der 16-Jährige wartete über 1500 m in 4:10,35 min als auch über 3000 m in 9:05,53 min mit neuen nationalen Bestzeiten auf, auch wenn er nur um Hundertstelsekunden die DM-Norm verpasste.

 

Spitzen- Sprintzeiten riefen auch die Athletinnen der WJU18 mit Laura Kaufmann (LG Ohra Energie) über 60 m in 7,83 s sowie Vizemeisterin Charlotte Fromm (Erfurter LAC) in 7,84 s ab. Damit lösten beide die Tickets für die U20-Hallen-DM in Sindelfingen ein. Aber auch über 200 m war Laura Kaufmann in 25,29 s auf DM-Kurs. Im Mittelstreckenbereich setzten Alina Schönherr (LAC Erfurt) und Lena Posniak (Erfurter LAC) die Maßstäbe. Beide Läuferinnen hatten die Hallen-DM-Norm (2:17,20 min) fest im Griff.

 

Und sogar die drittplatzierte Elisa Thomas (LG Ohra Energie) knackte in 2:16,86 min die Norm. Trotz ihres Mammutprogramms sicherte sich Siebenkämpferin Helen Eigner (Erfurter LAC) sowohl im 60 m-Hürdensprint in 9,01 s im Hochsprung mit 1,58 m sowie im Weitsprung mit ausgezeichneten 5,69 m gleich drei Einzel-Titel. Zudem hatte sie wesentlichen Anteil am Gewinn der 4 x 200m-Staffel des Erfurter LAC in  1:48,15 min.

 

Achtbare Sprintzeiten ließen auch die Nachwuchsathleten der U16 mit Jonas Lemser (LC Jena) in 7,56 sowie Paul Stadelmann (SV Sömmerda) in 7,59 s ins Protokoll eintragen. Dem stand der 14-jährige Malte Eric Güth (WSSV Suhl) in 7,50 s nicht viel nach. Die Athleten der U16 hatten vor allem die 17. Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften in Halle/Saale im Blick. Und da überraschte wieder einmal Lea Katzmarski (Erfurter LAC) beim 60 m-Sprint in sehr guten 7,81 s. Im Vorlauf war die ehemalige Athletin des 1. TSV Bad Salzungen sogar um eine Hundertstelsekunde schneller.

 

Für das Top-Ergebnis im Weitsprung der W15 sorgte Leonie Emma Stoll (Erfurter LAC), die ihre bisherige Rekordmarke um über 30 Zentimeter auf ausgezeichnete 5,55 m steigerte. Diese Leistungen zeigen uns“, so Trainer Alexander Fromm, „dass wir mit guten Chancen bei den Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften an den Start gehen können.“

 

Bei den Männern setzte 3000m-Hindernisläufer Philipp Reinhardt (LC Jena) in 8:15,03 Minuten mit Blick auf die Freiluftsaison ein Achtungszeichen.

 

Altmeister Andy Dittmar (BIG Gotha) wuchte die Kugel auf respektable 18,12 m und brachte sich damit in die Favoritenposition für die Deutschen Hallen-Seniorenmeisterschaften an gleicher Stelle. –schwabe-