Tallinn: Vierte Plätze bei internationalen Debüts (Update)

Sie hatte es einfach im Gefühl: „Tallinn kann richtig gut werden.“ Sie sollte recht behalten. Bei ihrem internationalen Debüt im Siebenkampf durfte sich Serina Riedel über einen vierten Platz mit persönlicher Bestleistung freuen. Nach ihr trumpfte Weitspringer Kevin Brucha mit neuer Bestmarke und dem vierten Platz groß auf.

Die Top 10 hatte sie sich bei den U20-Europameisterschaften selbst als Ziel gesetzt. Und plötzlich mischte Serina Riedel (TSV Zeulenroda) ganz vorne mit. Der Auftakt verlief glänzend mit zwei neuen Bestzeiten über 100 Meter Hürden und 200 Meter. Übernachtet hatte sie auf dem fünften Platz. Ihre starke Disziplin, der Weitsprung, sollte noch kommen. Und da lief es zum Auftakt in den zweiten Wettkampftag ebenfalls prächtig. Sie sprang auf 6,33 Meter und steigerte ihre Bestmarke um 16 Zentimeter. Darauf folgte der Speerwurf, recht solide mit 37,06 Meter.

Selbst die abschließenden 800 Meter bereiten ihr inzwischen Freude. „Ich freue mich extrem auf die 800 Meter, wo ich nicht nur mitlaufen kann“, hatte sie im Vorfeld ihres Siebenkampfs gesagt. Im dritten von drei Läufen über die 800 Meter kam sie als Dritte in neuer Bestzeit von 2:23,85 Minuten ins Ziel. Danach hieß es warten auf die endgültigen Gesamt-Platzierungen. Ihr Debüt im Nationaltrikot veredelte sie in ihrem ersten U20-Jahr mit einem ganz starken vierten Platz. Sie sammelte an beiden Tagen 5.730 Punkte und durfte sich zudem über eine neue Bestleistung freuen. Bronze holte Marie Dehning (LG Celle-Land), Achte wurde Lara Siemer (Rukeli Trollmann).

Während die Siebenkämpferinnen ihre abschließenden Runden auf der Tartanbahn drehten, bereiteten sich die Weitspringer auf ihr Finale vor. Mit dabei Debütant Kevin Brucha (LC Jena), der sich am Vortrag mit 7,61 Meter und einem großen „Q“ für die besten Zwölf qualifiziert hatte. In der ersten Runde standen 7,24 Meter im Protokoll, in der zweiten leider ein ungültiger. Und plötzlich fand er sich am Ende der Finalliste wieder. Doch dann kam der Konter: 7,65 Meter im dritten Durchgang und plötzlich Vierter.

Diese Stärke hat er sich erarbeitet. Schon in Mannheim gelang ihm ein solcher starker Konter, der ihn schließlich zur U20-EM nach Tallinn brachte. Die nächsten beiden Runden setzte er aus. Keiner sprang bis dahin weiter. Auch nicht in der sechsten und letzten Runde, wo er sich mit 7,43 Meter von seinem ersten internationalen Einsatz verabschiedete. Für das beste Resultat aus deutscher Sicht sorgte Zimmerpartner Oliver Koletzko (Wiesbadener LV), der sich mit überragenden 7,98 Meter den Titel holte. -sam-

Ergebnis (Siebenkampf) II leichtathletik.de

Ergebnis (Weitsprung) II leichtathletik.de