Der Abschlusstag der Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen brachte nochmal tolle Leistungen sowie drei Medaillen. Dafür sorgten die Mittelstreckler Andor Rik Schumann, Helena Guttka und Cäcilia Weimann.
Souverän gestaltete Andor Rik Schumann (Race Erfurt) seinen Vorlauf über 800 Meter. Das Finale über vier Hallenrunden sollte alles andere als einfach werden. Es wurde ein hartes Stück Arbeit auf dem Weg zum ersten deutschen Hallentitel. „Es war ein sehr, sehr hartes Rennen - körperlich und auch anders als erwartet. Es war wirklich nur körperlich Positionskämpfe, aber ich konnte mich gut behaupten. Es war schon sehr hart. Jetzt bin ich umso glücklicher, dass ich es geschafft habe. Ich habe mir nicht so ein hartes Rennen vorgestellt“, berichtete der 17-Jährige.
Zu Beginn verlief das Rennen eher langsam, die Läufer lagen alle eng beieinander. Lange hielt sich der Erfurter an dritter, vierter Position. Er hatte sich bewusst eine Position weiter draußen gesucht, auch wenn er dafür einen längeren Weg in Kauf nehmen musste. Aber der Vorteil für ihn war, dass er von der Position immer den Überblick gehabt habe und am Ende auch seinen Sprint ansetzen konnte. Auf der letzten Runde folgte der Angriff, folgen konnte ihm nur Ole Steinbach (Dresdner SC 1898), der auf der Zielgerade noch versuchte, an dem Erfurter vorbeizuziehen. Dieser aber den Angriff abwehrte und mit einem starken Schlussspurt den Sieg in 1:53,87 Minute einfuhr. Dicht gefolgt von Ole Steinbach in 1:53,92 Minute. „Ich habe vielleicht ein bisschen zu früh angegriffen, ich war die ganze letzte Runde vorne und habe gemerkt, da hängt mir noch einer an der Schulter. Auf der Zielgerade habe ich mir das nicht mehr nehmen lassen. Wenn man das Ziel vor Augen hat, ich bin eh relativ stark im Endspurt, dann wächst man nochmal über sich hinaus“, resümierte der neue Hallenchampion.
Helena Guttke krönt tolle Hallensaison mit dem Titel
Feiern durfte das Trainerteam Enrico Aßmus und Nils Schumann noch einen Thüringer Doppelerfolg. Nämlich in der weiblichen Jugend U20 über 800 Meter. Dafür sorgten Helena Guttke und Cäcilia Weimann (beide Race Erfurt) in 2:11,19 und 2:11,87 Minuten. „Am Ende war es schon ziemlich anstrengend. Cäcilia sollte vorn das Tempo dominieren und dann galt es, hinten raus nochmal alles zu geben, was geht. Der Titel bedeutet mir schon viel, weil die Hallensaison lief wirklich gut. Die letzte war nicht so toll, daher freut mich das jetzt umso mehr“, sagte Helena Guttke. Rang sieben wurde es für Leni Hanselmann (Race Erfurt; 4:39,45 min) über 1.500 Meter.
Auf der längsten Meisterschaftsstrecke über 3.000 Meter gab es weitere tolle Platzierungen. Dafür sorgten Helena Manzke (Erfurter LAC) in 10:05,26 Minuten auf Platz sieben, sowie in persönlicher Bestzeit von 10:11,76 Minuten als Elfte Lucie Schmied (SV Empor Bad Langensalza), sie startete als eine der Jüngsten im Feld. In der männlichen Jugend U20 erreichte Leonard Kaufmann (LG Ohra Energie) in neuer Bestzeit von 8:50,24 Minuten einen starken neunten Platz. Auf der Hallenrunde kamen Luise Schüffler und Matthes Liek (Erfurter LAC) zum Einsatz. Für Luise Schüffler war bereits die DM-Qualifikation ein schöner Erfolg. Die Konkurrenz natürlich extrem stark. Dennoch legte sie einen couragierten Auftritt in 25,87 Sekunden hin. Auch Matthes Liek blieb deutlich über seiner bisherigen Hallen-Bestzeit, er kam in 22,24 Sekunden ins Ziel. Im Weitsprung rettete sich Max Arnold (LC Jena) mit einem Sprung im dritten Versuch auf 7,08 Meter in den Endkampf, den er als Sechster erfolgreich abschloss.




