Sindelfingen: Hürdensprinterin Aurora Klotz mit Final-Premiere

Für Hürdensprinterin Aurora Klotz endeten die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen mit einem lachenden wie weinenden Auge. Erstmal überhaupt stand sie bei nationalen Titelkämpfen im Finale, und schrammte als Vierte nur knapp am Podest vorbei. Ein weiterer Höhepunkt wird für sie der Start bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund (27. Februar bis 1. März) werden.

Der ganz große Jubel blieb bei Hürdensprinterin Aurora Klotz (LC Jena) nach ihrem Finallauf aus. Dabei hätte sie eigentlich genug Gründe gehabt, sich zu freuen. Erstmals überhaupt hatte sie ein Finale bei nationalen Titelkämpfen erreicht. Im Vorjahr verhinderte ein Sturz ein Weiterkommen, im Sommer ein Fehlstart. Nun stand sie dort mit den sieben schnellsten Hürdensprinterinnen und lieferte im Finale, wie ihr Trainer Rico May es beschrieb, „ihren besten der drei Läufe ab“. Auf der Uhr standen 8,48 Sekunden. Nur einmal war sie bisher schneller. Nämlich bei den Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften in Halle/Saale mit 8,43 Sekunden. ,„Es ist schade, aber das Feld war so stark. Es ist eben der vierte Platz, ein Platz an der Medaille vorbei“, zeigte sie sich enttäuscht. Gleichzeitig aber nicht unzufrieden. „Ich habe mich im Finale gesteigert, aber es war halt keine Bestzeit. Darum so ein halbes weinendes Auge“, sagt die 18-Jährige.

Der Vorlauf lief bei ihr relativ entspannt. Da ging es nur ums Weiterkommen. Im Halbfinale erreichten jeweils die drei Zeitschnellsten aus den beiden Läufen direkt das Finale. Dazu kamen noch zwei Zeitschnellste. Im zweiten Halbfinale startete Aurora Klotz. „Es hat von der Technik nicht so funktioniert“, erklärte sie. Gleichwohl gab es für sie als Dritte ihres Laufs in 8,57 Sekunden mit einem großen Q das direkte Finalticket. „Mein Trainer hat zu mir gesagt, im Finale dann alles oder nichts – einfach drauf, egal was es wird.“ Sie ging volles Risiko und kam als Vierte ins Ziel. Die ersten Drei waren herausragend von den Zeiten.

Ein DM-Bonus wartet auf sie bereits am kommenden Wochenende, wenn sie bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven in Dortmund an den Start gehen darf. „Da geht es einfach um das Mitmachen, dabei sein und die Stimmung genießen“, blickt sie auf die Hallen-DM voraus. Nach der Hallensaison ist die Vorfreude bei ihr auf den Sommer bereits spürbar hörbar. Draußen fühlt sie sich über 100 Meter Hürden deutlich wohler und es läuft besser als über 60 Meter Hürden. Möglicherweise gibt es dann dort mehr Momente mit zwei lachenden Augen.