Schmölln: Osterlandmeeting - ein starker Auftakt in den Sommer

Nach zwei coronabedingten Absagen in Folge war es am Sonntag endlich soweit: In Schmölln wurde das Osterlandmeeting ausgetragen. Und es stieß bei besten Bedingungen auf regen Zuspruch. Über 200 Athleten scheuten die Anreise nicht. Sogar aus dem benachbarten Sachsen kamen die Athleten, um sich wieder miteinander zu messen. „Man hat richtig gemerkt, wie die Athleten sichtlich erfreut waren, nach dieser langer Abstinenz wieder Wettkampfluft atmen zu dürfen und in einem größerem Umfeld Sport zu treiben. Auf unserem kleinen Sportplatz herrschte richtiges Wuling“, beschreibt Steffen Rook den Wettkampftag.

Durch das Programm führten zwei Sportler aus der Region: Alina Schönherr und Otto Junghannß waren als Sprecher im Einsatz. Zuvor wurde Alina Schönherr für ihren dritten Platz über 800 Meter bei der Hallen-DM in Leipzig vom Verein geehrt. Danach griffen beide zum Mikrofon und versorgten die Anwesenden mit allen wichtigen Informationen. Ein Fakt am Rande: Es gibt wohl nicht viele Sportplätze, die mit diesem Alleinstellungsmerkmal aufwarten können. Die Schmöllner können es: eine 300-Meter-Rundbahn. Und so gab es schon einige sehenswerte Ergebnisse auch über diese „krumme Strecke“ zum Saisoneinstieg.

Auftakt: Max Arnold mit DM-Norm

In der männlichen Jugend U18 steigerte Nils Ferber (LC Jena) seine Bestleistung im Weitsprung auf 6,40 Meter. In der M15 sprintete Hannes Spee (Eisenacher LV) in 11,94 Sekunden zum Sieg über 100 Meter. Über die Stadionrunde (300 m) blieb Max Arnold LC Jena; 39,28 sec) unter der 40-Sekunden-Marke. Nur knapp darüber mit 40,03 Sekunden belegte Hannes Spee den zweiten Platz. Über die 80 Meter Hürden erreichte Max Arnold in 11,39 Sekunden eine beachtliche Leistung, die ihm zum Auftakt die Norm für die Deutschen U16-Meisterschaften in Bremen bescherte. Dem nicht genug folgten im Weitsprung mit 5,63 Meter und im Kugelstoßen mit 11,81 Meter die nächsten Top-Resultate.

Richtig begeistert zeigte sich Steffen Rook von der Leistung eines Henry Köhler (LC Jena): „Was er in der M11 gezeigt hat, das sah schon richtig Spitze aus.“ Er gewann das Rennen über 50 Meter in 7,67 Sekunden. Über 60 Meter Hürden setzte er sich in 10,49 Sekunden durch. Im Weitsprung standen für ihn als Tagesbestweite 4,41 Meter im Protokoll. Eine Spitzenleistung lieferte zudem Levi Pitschel (LSV Schmölln) über 600 Meter auf heimischer Anlage ab. Der 10-Jährige siegte souverän in 2:03,99 Minuten.

Aspasia Winkler mit Topweiten im Weitsprung

In der weiblichen Jugend U18 bewies Nelly Heinzig (Apoldaer LV) ihre Schnelligkeit im Flachsprint. Die Hürdenspezialistin belegte in 13,00 Sekunden den zweiten Platz. Im Kugelstoßen gewann sie mit 11,32 Meter die Konkurrenz. Im Hochsprung setzte sich Clara Seidel (LAV Elstertal Bad Köstritz; 1,60 m) vor ihrer Zwillingsschwester Emily (1,55 m) durch. Letztere übertraf im Weitsprung als Einzige mit 5,06 Meter die 5-Meter-Marke. In der W15 übertraf Aspasia Winkler (LC Jena) im Weitsprung gleich vier Mal diese Marke. Der sechste und letzte Versuch war ihr bester: 5,33 Meter und persönliche Bestweite. Ebenfalls eine neue Bestleistung gab es für Hanna Baum (LSV Schmölln), die sich in der letzten Runde auf 5,05 Meter steigern konnte. „Über ihre neue Bestleistung haben wir uns alle sehr gefreut“, sagt Steffen Rook.

Exakt 11,00 Meter: Helena Naussed (LC Jena/W14) wuchtete ihre 3-Kilo-Kugel in der vierten Runde auf diese neue Bestmarke. In der W13 setzte sich Helena Wagner (LAV Elstertal Bad Köstritz) in 10,19 Sekunden über 75 Meter durch. Ebenfalls flink unterwegs war sie über die Hürden. Sie gewann die Konkurrenz in 10,40 Sekunden. Drei Starts, drei Siege: Mit 10,82 Sekunden setzte sich Lanah Sprengler (LC Jena/W12) gegen die starke Konkurrenz über 75 Meter durch. Dicht gefolgt von Flora Illgen (LSV Schmölln; 10,87 sec) und Lara Neubauer (SV Sömmerda; 10,93 sec). Einen Jenaer Doppelsieg gab es über 60 Meter Hürden: Lanah Sprengler (11,31 sec) gewann vor Hedi Neubert (11,54 sec). Ihre Tagesbestweite im Weitsprung erreichte Lanah Sprengler in der dritten Runde mit 4,19 Meter, die ihr den nächsten Sieg einbrachte. Aus Schmöllner Sicht sorgte Flora Illgen über 600 Meter mit ihrem Sieg in 2:03,35 Minuten für das i-Tüpfelchen.

Nach dem Wettkampf erhielt Steffen Rook zahlreiche positive Rückmeldungen. „Die Trainer wie Athleten fanden es toll, sie haben alle gesagt, es war ein super organisierter Wettkampf.“ Und das Team lag absolut top im Zeitplan – ein wichtiger Indikator in der Leichtathletik. Der erste Startschuss fiel um 9.30 Uhr, der letzte um 15.20 Uhr. Das geplante Ende war eigentlich für 16 Uhr angesetzt. „Dieses Meeting ist für uns immer ein richtiger Kraftakt und im Vorfeld mit reichlich Stress verbunden. Nach diesem Tag kann ich sagen, er war einfach super“, sagt Steffen Rook erleichtert. -sam-

Ergebnisse