Hindernisläuferin Lucie Schmied lief am Samstag bei den U18-Europameisterschaften in Rieti mit Bestzeit und Landesrekord auf Platz sechs. Derweil trotzten die DLV-Geher der Hitze, in der Alexander Schwarz alles gab und auf Rang zwölf landete.
Die ersten sieben Läuferinnen im Rennen über 2.000 Meter Hindernis verbuchten allesamt neue Bestleistungen, so auch die ebenfalls erst 15 Jahre alte Lucie Schmied (SV Empor Bad Langensalza; 6:41,22 min), die ihren Hausrekord um fünfeinhalb Sekunden nach unten schraubte und sehr stolz auf sich war. Die Landesrekord in der Jugend U18 drückte sie ebenfalls weiter nach unten. Selbst die Zeiten bei den Deutschen U18-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid (6:46,93 min) und dem Halbfinale bei der U18-EM (6:50,68 min) lagen bereits unter der erst vier Jahre alten Rekordmarke von Emma Herwig (SV 1899 Mühlhausen; 6:52,61 min)
Vor dem Livestream fieberte auch Enrico Aßmus mit. Der Landestrainer Lauf zeigte sich begeistert über ihren Auftritt: „Sie hat schon stabil den Vorlauf überstanden, danach gut regeneriert und heute noch mal um fünf Sekunden ihre Bestzeit gesteigert. Und sie ist noch 15 Jahre alt. Ich finde es schon herausragend gut, wie sie das umgesetzt hat.“ Dankbar zeigte er sich über die gute Zusammenarbeit mit ihrem Heimtrainer Ronny Schulze. „Großer Dank an ihn, für die wirklich großartige Zusammenarbeit, wovon Lucie partizipieren konnte. Den Erfolg hat sich ihr Trainer verdient, weil er täglich mit ihr auf der Bahn steht. Ich dagegen habe in beratender Funktion einen kleinen Teil dazu beigetragen.“
DLV-Geher trotzten der Hitze und gaben im 5.000 Meter Bahngehen alles: Alexander Schwarz (ASV Erfurt) hielt sich lange in der ersten Verfolgergruppe des Spaniers auf, musste auf den letzten Runden aber abreißen lassen. In 21:52,08 Minuten landete er auf Platz zwölf. Der junge Geher war stolz darauf, dass er nach erst 15 Monaten, in denen er den Gehsport betreibt, schon die Qualifikation für die EM geschafft hat. Valentin Kräling (TSV Bayer 04 Leverkusen) ging den Wettkampf kontrolliert an und konnte seinen 14. Platz am Ende halten. Für ihn wurden 22:13,32 Minuten gestoppt. Die Einschätzung von Alexander Schwarz fiel folgendermaßen aus: "Ich muss sagen, dass mein Ehrgeiz vielleicht zu groß war. Ich habe versucht, mit der vorderen Gruppe mitzugehen, aber nach zwei Kilometern kam eine richtige Hitzewand, da wurde es sehr schwer."
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