Regensburg/Gala: Thüringer Sprint-Quartett stürmt ins Finale und begeistert

Diese Konstellation hat es so auch noch nicht gegeben. Ein Thüringer Sprint-Quartett mit Julian Reus, Julian Wagner, Luis Brandner (alle LAC Erfurt Top Team) und Malte Stangenberg (LC Jena) stürmte ins Finale über 100 Meter bei der Sparkassen Gala in Regensburg. „Das war schon ein tolles Bild, alle vier Thüringer nebeneinander auf Bahn eins bis vier“, zeigte sich der Erfurter Heimtrainer Tobias Schneider begeistert über diese Zusammensetzung.

Als Vorlaufsieger lösten Julian Reus (10,26 sec) und Julian Wagner (10,45 sec) das direkte Ticket für das A-Finale. Und auch die anderen beiden zogen nach Auswertung aller vier Vorläufe in den Endlauf ein. Dort gab ein Schweizer den Ton an: Silvan Wicki setzte sich in 10,19 Sekunden vor dem deutschen Rekordhalter Julian Reus (10,25 sec) durch. Der Erfurter blieb mit seiner Zeit nur eine Hundertstel über seiner bisherigen Saisonbestzeit. „Wir hatten nach dem Auftakt in Erfurt gedacht, es geht bei ihm weiter voran. Es ist ein bisschen verflixt“, sagte Tobias Schneider, der sich eine schnellere Zeit erhofft hatte.

Auf den vierten Platz stürmte Luis Brandner, der seine persönliche Bestzeit auf sensationelle 10,36 Sekunden steigern konnte. Die Freude über die Zeit nicht nur beim Athleten riesengroß. „Es war sein Wochenende. Wenngleich für uns Trainer die Zeit doch etwas unerwartet kam. Drei Jahre hat er jetzt versucht unter 10,40 Sekunden zu laufen. Jetzt hat er es endlich geschafft. Für ihn waren die 10,36 Sekunden sehr wichtig, weil er damit unter der Perspektivkader-Norm geblieben ist“, merkte Tobias Schneider an.

Nach muskulären Problemen wollte Julian Wagner in den zurückliegenden Wochen nichts riskieren und verzichtete zunächst auf einen Start beim Abendsportfest des Erfurter LAC und in der Vorwoche beim Meeting „Fast Arms, Fast Legs“ in Wetzlar. Nun gab es grünes Licht und der U23-Sprinter steigerte sich im Finale auf 10,42 Sekunden. „Das waren von ihm zwei solide Rennen und ein prima Saisoneinstieg“, merkte Tobias Schneider an. Als Achter kam Malte Stangenberg ins Ziel, er bestätigte seine persönliche Bestzeit von 10,57 Sekunden.

Nach einer etwas mehr als einstündigen Unterbrechung ob des Starkregens und Gewitters verzichteten einige der Topleute wegen erhöhter Verletzungsgefahr auf die 200 Meter. So wie Julian Reus. Anders Malte Stangenberg, der im vierten und letzten Zeitlauf auf der Außenbahn ein engagiertes Rennen ablieferte und sich mit einer neuen Bestzeit von 21,65 Sekunden belohnte. Die zweite heftige Regendusche erwischte die Langsprinterinnen. Ihren Saisoneinstieg hatte sich Laura Kaufmann (LG Ohra Energie) über 400 Meter sicherlich etwas anders vorgestellt. Sie kämpfte sich tapfer durch den strömenden Regen und erreichte nach 58,22 Sekunden das Ziel.

Nach einer erneuten Regenunterbrechung durfte sich Langhürdlerin Luise Herdegen beweisen. Auf der nassen Bahn kämpfte sich Luise Herdegen in ihrem Zeitlauf in 64,06 Sekunden zum Sieg. In der Gesamtwertung wurde sie Zwölfte.

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