Spitzenzeiten bei der Sparkassen Gala in Regensburg: Mit und ohne Hürde durften sich einige Thüringer Nachwuchsathletinnen und -athleten wie Felix Messerer, Emily Seidel, Merlin Leuthardt, Aurora Klotz, Leonard Kaufmann, Malina Fromm, Victoria Keksel, Philina Alexandra Denisow oder Sandrin Czogalla über neue Bestzeiten freuen. Es gab aber nicht nur freudige Momente.
Zwei Tage, zwei neue Bestzeiten: Emily Seidel (LC Jena) durfte zum Auftakt über die Hürden ran. Im Hürdensprint verbesserte sich ihren alten Hausrekord um 22 Hundertstelsekunden auf 14,10 Sekunden. Am Folgetag standen bei der U23-Athletin noch die 200 Meter auf dem Programm. Nur knapp sollte sie über die halbe Stadionrunde über 25 Sekunden bleiben. Sie steigerte sich auf 25,02 Sekunden. „Beides sind sehr wertvolle Zeiten für mich. Besonders habe ich mich jetzt über die 200-Meter-Bestzeit gefreut, weil das jetzt die Norm für die U23-DM war. Am Vortrag habe ich mich schon extremst über die Hürdenzeit gefreut, weil das Wochenende zuvor, bin ich noch eine halbe Sekunde langsamer gelaufen. Das ist schon krass. Ich bin total happy und erstaunt, was mein Körper leisten kann“, resümierte Emily Seidel.
Jenaer Hürdensprinterinnen mit starkem Auftritt
Richtig deutlich verbesserte Philina Alexandra Denisow (Erfurter LAC) ihre Bestzeit über 400 Meter. Nämlich von 63,29 auf 62,04 Sekunden. Lelia-Lovisa Schrapps (LC Jena) kam in 63,77 Sekunden ins Ziel. Die Stadionrunde ohne Hürden legte Anna Amalia Riechel (LG Ohra Energie) in 58,21 Sekunden zurück. Saison-Aus für Matthes Liek (Erfurter LAC), der bereits leicht angeschlagen (Beuger) über 100 Meter in der Jugend U20 an den Start ging. Ebenfalls nur einen Start absolvierte Mika Dedekind (Apoldaer LV 90) über 100 Meter. Erstmals unter 15 Sekunden: Das gelang Merlin Leuthardt (LG Ohra Energie) über 110 Meter Hürden. Zunächst im Vorlauf auf 14,90 Sekunden, im Finale lief er nochmals eine Zehntel schneller. Nach seiner Bestleistung über 5.000 Meter in Karlsruhe ließ Leonard Kaufmann (LG Ohra Energie) nun über 3.000 Meter die nächste schnelle Zeit von 8:30,78 Minuten folgen.
Das Ende ihres Sprints über 100 Meter endete für Emma Charlott Münnich (Erfurter LAC) mit einer medizinischen Behandlung. Sie war nach dem Zieleinlauf (12,63 sec) gestürzt. Einen starken Eindruck hinterließen die beiden Jenaer Hürdensprinterinnen Aurora Klotz und Magdalena Huhn. Erstere näherte sich immer mehr der Norm die U20-Weltmeisterschaften in Eugene (USA; 4. bis 9. August) an. Gefordert sind 13,70 Sekunden. Aurora Klotz steigerte sich auf 13,81 Sekunden. Nächstes Wochenende könnte es vielleicht noch einmal schneller werden, denn sie steht für die Bauhaus Junioren-Gala in Mannheim (13./14. Juni) in der Teilnehmerliste. Magdalena Huhn lief zweimal Saisonbestzeit von 14,19 Sekunden.
Bestzeit vom Winde verweht
Über 400 Meter Hürden lief Sandrin Czogalla (Erfurter LAC) in 63,36 Sekunden zu einer neuen Bestzeit. Im Weitsprung erreichten Leni Hildebrandt und Aspasia Winkler (beide LC Jena) das Finale der besten Acht. Als Dritte beendete Leni Hildebrandt mit 5,63 Metern die Konkurrenz, Vierte wurde Aspasia Winkler mit 5,59 Metern. In der Jugend U18 verließ Malina Fromm (Erfurter LAC) die Bahn mit gemischten Gefühlen. Erstmals überhaupt war sie über 100 Meter in 11,79 Sekunden unter 12 Sekunden geblieben. Mit dieser tollen Zeit wäre sie sogar unter der U18-EM-Norm von 11,90 Sekunden geblieben. Auf Grund der enormen Windunterstützung von 3 m/s Rückenwind war ihre neue Bestzeit vom Winde verweht.
„Ich war schon ein wenig traurig, weil ich die letzten zwei Wochen immer Windpech hatte. Über 100 Meter war es jetzt zu viel Rückenwind. Ich bin aber trotzdem zufrieden. Ich denke schon, ich habe das Potenzial und kann auch bei regulärem Wind unter 12 Sekunden laufen“, sagte Malina Fromm. Umso größer war dann die Freude nach ihrem Lauf über 200 Meter, in dem sie erstmals unter 25 Sekunden blieb. Sie steigerte sich auf 24,95 Sekunden. „Ich freue mich sehr, dass ich es geschafft habe, unter 25 Sekunden zu laufen. Es waren einfach super Bedingungen, die Bahn ist schnell.“ Diese Bedingungen machte sich auch Victoria Keksel (Gothaer LAC) zu eigen, und durfte zweimal jubeln. Zunächst über 400 Meter Hürden. Das war erst ihr zweites Rennen über diese Strecke. Mit 61,79 Sekunden näherte sie sich der U18-EM-Norm (61,50 sec) als jüngerer U18-Jahrgang bereits gut an.
„Die Bedingungen zum Auftakt über 400 Meter Hürden waren richtig toll. Ich hatte mir schon viel vorgenommen, und wollte schon gern die U18-EM-Norm laufen. Meine Taktik, die ich laufen wollte, die ist aufgegangen. Ich bin trotz der verpassten EM-Norm zufrieden, weil es war auch Bundeskadernorm“, sagte Victoria Keksel, die zum Abschluss noch die 200 Meter in neuer Bestzeit von 25,53 Sekunden lief. Besonders angetan zeigte sie sich von der Atmosphäre im Regensburger Universitätsstadion. „Es war richtig toll in Regensburg mit so schnellen Leuten zu laufen.“ Über 400 Meter startete Felix Messerer (Erfurter LAC), der seine Freiluft-Bestzeit auf starke 51,00 Sekunden steigerte. Hürdensprinter Tim Wehner (LC Jena) beendete den Hürdensprint in 14,37 Sekunden.



