Ohrdruf: Wettkämpfe geben Hoffnung

Kein Sport, keine Bewegung, keine Kontakte: Die Corona-Pandemie brachte den Vereinssport monatelang weitgehend zum Erliegen. Betroffen war der gesamte Amateurbereich. Insbesondere Kinder und Jugendliche hatten und haben unter den Folgen zu leiden. Auch wenn jetzt nach und nach und coronakonform der Sportbetrieb wieder aufgenommen wurde. Umso schöner, wenn Veranstaltungen wie zuletzt die Herbstsportfeste in Eisenach und Ohrdruf mit gut besetzten Teilnehmerfeldern im Nachwuchsbereich durchgeführt werden konnten.

Besonderes Augenmerk lag bei den ausgeschriebenen Wettbewerben auf den unteren Altersklassen. Beginnend ab der Altersklasse M/W 7 bis zur M/W 15. Zuletzt schauten die beiden TLV-Sichtungstrainer Steffen Droske und Tobias Groenewold in Ohrdruf vorbei. „Wir haben den Nachwuchs beobachtet und mit einigen Trainern über die Corona-Situation gesprochen. Sie haben uns gesagt und auch gemerkt, dass es schwierig war, den Altersbereich der Ak 13 bis 15 durch die Pandemie zu bringen. Aber man sieht auch, dass die Leichtathletik im unteren Altersbereich einen hohen Stellenwert hat“, sagte Steffen Droske.

Ein großes Lob richtete er an die veranstaltenden Vereine mit den handelnden Personen wie Katrin Kerkmann, die angesichts der noch immer andauernden Corona-Pandemie und unter Einhaltung der aktuellen Corona-Bestimmungen einige Wettkämpfe durchführen und somit ein breites Angebot für die größtenteils jungen Sportler schaffen. In Ohrdruf fanden sich Vereine aus Nordhausen, Bad Salzungen, Sömmerda, Erfurt, Großengottern, Sondershausen, Suhl, Eisenach oder Gotha wieder. „Ich habe das Gefühl, dass sich sich die Vereine mit ihren Trainern sehr engagiert zeigen, und die Kinder wie Schüler zu den Wettbewerben bringen. Man sieht, es passiert in den unteren Altersklassen etwas. Das stimmt uns als Sichtungstrainer natürlich sehr positiv“, meinte Steffen Droske.

Die jungen Athletinnen und Athleten warteten am Wettkampf-Wochenende in Ohrdruf mit glänzenden Leistungen auf. Wie Felix Wolff (ASV Erfurt) in der M13, der im Weitsprung mit 5,72 Metern beeindruckte. Im Hochsprung standen 1,60 Meter im Protokoll, im Sprintfinale über 75 Meter waren es 9,63 Sekunden. Seine Bestmarke im Kugelstoßen steigerte Zeno-Rafael Musso (Eisenacher LV) auf 11,62 Meter. In der M14 glänzte Hannes Spee (Eisenacher LV) mit einer neuen Bestzeit über 100 Meter in 12,28 Sekunden. In der W9 knackte Clara Queck (LG Ohra Energie) mit 1.029 Zählern als Einzige die 1.000-Punkte-Marke und holte sich den Sieg im Dreikampf. Im Sprint über 50 Meter kam sie in 8,56 Sekunden als Zweite ins Ziel. Es folgten Einzelsiege im Weitsprung (3,60 m) und mit dem Schlagball (22,50 m). In der W7 trumpfte Marie Pelger (LG Ohra Energie) mit 920 Zählern im Dreikampf auf. Im 50-Meter-Sprint standen 8,76 Sekunden auf der Uhr, im Weitsprung kam sie auf 2,89 Meter und mit dem Schlagball auf 23,00 Meter. -sam-

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