Vor den weltbesten Kugelstoßern bekamen die Jugend-Talente beim 17. Internationalen Kugelstoß-Meeting „Nordhausen Indoor“ ebenso die große Bühne geboten. Bereits zum zweiten Mal stand Lenny Dittmar im Nordhäuser Ring. Sein Ziel eine 16 vor dem Komma sollte sich an diesem Tag noch nicht erfüllen.
Auf der Tribüne saßen Vater Andy Dittmar und Opa Michael Dittmar, und fieberten mit Lenny (BiG Gotha) mit. Es war bereits seine zweite Teilnahme beim traditionsreichen Nordhäuser Kugelstoßmeeting. Seine Premiere feierte der 19-Jährige im vergangenen Jahr mit einem super Ergebnis. Nun also sein zweiter Start mit der Zielsetzung: die 16-Meter-Marke soll fallen. Was sie über sechs Versuche aber nicht tat. Insbesondere der dritte Versuch ließ ihn ein wenig wehmütig auf den Wettkampf zurückschauen. Dieser war zwar ungültig, aber eben über die anvisierte 16-Meter-Marke. „Der war definitiv über 16 Meter - um die 16,30 Meter. Das ist auch das, was ich stoße kann. Schade, dass er ungültig war. Dennoch muss sich sagen, es war es eine konstante Serie“, resümierte Lenny Dittmar, der tags zuvor noch seinen Geburtstag gefeiert hatte.
Trotz der verpassten 16 Meter verließ er den Ring mit einer stattlichen Weite von 15,76 Metern. Das bedeutete für ihn Rang drei. Bei der anschließenden Siegerehrung gab es eine gläserne Medaille. Umgehangen von seinem Papa Andy. „Für mich war bereits die Einladung ein schönes Vor-Geburtstagsgeschenk. Der dritte Platz und die Medaille rundeten den Tag wunderbar ab“, freute er sich. Da bei ihm der Basketball an erster Stelle steht, steht ihm dann Ende Februar ein kilometerreiches Wochenende mit seinem Papa bevor. Erst geht es am Donnerstag (19. Februar) zum Basketball, bevor am Freitag die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen (20. bis 22. Februar) mit dem Kugelstoßen eröffnet werden. „Die Meisterschaften sind fest eingeplant. Ich freue mich auf meinen Start. Wenn ich sehe, was ich stoßen kann, dann wird es ein spannender Wettkampf“, blickt Lenny Dittmar voraus. Und vielleicht fliegt dann die Kugel erstmals über die ersehnte 16-Meter-Marke.
Ehrung bei der Hallen-EM?
Mitfiebern auf der Tribüne wird sein Papa Andy, der zum Jahresstart einige Gratulationen entgegennehmen durfte. Der 51-Jährige ist nämlich European Best Masters des Jahres 2025 geworden. Andy Dittmar (M50) setzte sich in der Kategorie Wurf durch, er stellte mit der sechs Kilogramm schweren Kugel drinnen (18,15 Meter) und draußen (18,90 m) jeweils Weltrekorde für seine Altersklasse auf. Ausgezeichnet wurde er allerdings noch nicht. Eine Möglichkeit dazu ergäbe sich bei den Masters Hallen-Europameisterschaften in Torun (Polen; 27. März bis 2. April). Teilnehmen wird er dort auf jeden Fall. „Es war schön, Valentina Fedjuschina als EMA-Präsidentin dort zu treffen. Sie war eine unserer ersten „Kolorite“ beim Gothaer Schlossmeeting. Sie wurde damals von Dieter Kollark und Astrid Kumbernuss in Neubrandenburg trainiert. Beide haben sie dann im Schlepptau mit nach Gotha gebracht. Es wäre schön, Valentina in Torun wiederzusehen. Damit würde sich der Kreis nach 30 Jahren schließen“, berichtete Andy Dittmar, der bei den Thüringer Hallenmeisterschaften mit 17,56 Metern eingestiegen war.
Das weitere Meeting genossen die Drei dann gemeinsam von der Tribüne und sahen, wie Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye (MTG Mannheim) zur Höchstform auflief. Sie begeisterte einmal mehr mit weiten Stößen und der puren Freude nach jedem ihrer sechs Versuche. Und einmal mehr steigerte sie ihren eigenen Meetingrekord auf 19,86 Meter. Bei den Männern siegte der Italiener Zane Weir mit 20,56 Metern. Beiden gelang, das Nordhäuser Kugelstoßmeeting zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.





