Neubrandenburg: Chantal Rimke holt sich Landesrekord mit erstem 17-Meter-Stoß

Unglaublich! Bestmarke und Landesrekord: Beim Werfer-Meeting in Neubrandenburg gelang Chantal Rimke am Mittwoch der erste Stoß über die 17-Meter-Marke. Mit 17,08 Meter verbesserte die Nachwuchs-Kugelstoßerin eine mehr als zehnjährige Rekordmarke.

Anfang Mai in Halle/Saale schnupperte Chantal Rimke (LC Jena) mit 16,86 Meter schon an der 17-Meter-Marke. Jetzt hat sie die magische Marke endlich geknackt. Im dritten Versuch stieß das Nachwuchs-Talent die 3-Kilo-Kugel auf die neue Hausmarke und schraubte den mehr als zehnjährigen U18-Landesrekord im Kugelstoßen auf 17,08 Meter. In diesem Altersbereich gelang dies keiner anderen Thüringer Kugelstoßerin vor ihr. Bis dato hatte Diana Steinhoff (LC Jena) den Landesrekord mit 16,96 Meter inne. Aufgestellt hatte sie diesen im Mai 2012 in Jena.

Ihre Trainerin Petra Felke erfuhr von diesem Achtungserfolg auf dem Weg nach Eisenstadt (Österreich), wo Speerwerfer Tom Meier (LC Jena) am Donnerstag beim Raiffeisen Austrian Open starten wird. „Chantal war mit dem Bundestrainer und einigen Kaderathleten unterwegs. Ich habe auf dem Handy erst nur die 17 gesehen und musste dann erstmal anhalten. Als ich es dann gelesen habe, war ich sprachlos“, beschrieb Petra Felke den ersten Augenblick. Geteilte Freude ist bekanntlich die schönste Freude, sie teilte ihr Glück mit Sohn Tom. „Wir haben beide gejubelt.“

Dieses Glück, diese Freude muss Chantal Rimke nach ihrem dritten Versuch ebenfalls überkommen sein. 17, 08 Meter - einfach unglaublich! „Sie trainiert sehr fleißig und ist ehrgeizig, aber im Wettkampf kann sie sich so steigern. Da ist sie immer für eine Überraschung gut. Ich freue mich so für sie, da ihr Ehrgeiz auch belohnt wird“, erklärte Petra Felke das Erfolgsgeheimnis. In einem guten Monat beginnen die U18-Europameisterschaften in Jerusalem (Israel; 4. bis 7. Juli), die EM-Tickets werden Mitte Juni bei der U18-Gala in Walldorf vergeben. Der Erst- und Zweitplatzierte mit erfüllter Norm löst das EM-Ticket. „Jetzt muss sie vor allem gesund bleiben“,  benannte Petra Felke die wichtigste Grundvoraussetzung für die nächsten Wochen. -sam-

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