Nachruf: Trauer um Günter Stöckmann

Der Thüringer Leichtathletik-Verband trauert um Günter Stöckmann. Er verstarb im Alter von 86 Jahren in seiner Heimatstadt Artern.

Mit ihm verlieren die Leichtathleten, Basketballer und Turner in Thüringen einen außergewöhnlichen und hoch engagierten Sportfreund und Weggefährten. Seit seiner frühsten Jugend war Günter sportlich aktiv, zunächst als Turner und später als Leichtathlet. Im Jahre 1963 erfolgte auf seine Initiative hin die Gründung der Sektion Leichtathletik in der BSG Motor Kyffhäuserhütte Artern. Er baute einige Jahre danach das Trainingszentrum Leichtathletik auf und wirkte 15 Jahre als Mitorganisator des Kyffhäuserberglaufs mit. Ab 1994 engagierte sich Günter Stöckmann auch in besonderem Maße für den Basketball in seiner Heimatstadt.

Den Vorsitz für den KFA-Leichtathletik, erst im Altkreis Artern und danach im Kyffhäuserkreis, hatte Günter Stöckmann 36 Jahre, bis 2008, inne. In dieser Funktion brachte er sich mit seiner Fachkenntnis und seinem großen Engagement in die Arbeit des Thüringer Leichtathletik-Verbandes ein. Wichtiger Impulsgeber und Mahner war Sportfreund Stöckmann auch in Sachen Sportstättenbau. Auch ihm ist es zu verdanken, dass mit der Kyffhäuser-Arena in Artern die modernste Sportstätte im Kyffhäuserkreis errichtet wurde.

Sein Herz schlug immer für den Sport und besonders dafür, junge Menschen für sportliche und ehrenamtliche Aktivitäten zu begeistern und immer wieder zu motivieren. Günter Stöckmann war stets ein engagierter Trainer. Zu seinen Schützlingen zählte u.a. der Vize-DDR-Meister im Hochsprung Uwe Rüdiger. 

Beruflich war Günter Stöckmann über vier Jahrzehnte direkt mit dem Sport verbunden. 17 Jahre war er als Kreisturnrat tätig. 1990 wurde ihm dann die Verantwortung als Schulsportkoordinator übertragen und bis zu seinem Ruhestand 1997 arbeitete er als Sportlehrer in Artern. Für sein ungeheures Engagement erhielt Herr Stöckmann zahlreiche Auszeichnungen. Stellvertretend sei hier an das Bundesverdienstkreuz (2016) und die Guts Muths Plakette in Platin (2019) erinnert.

Sein unermüdlicher Einsatz für den Sport im Haupt- und Ehrenamt wie auch sein besonnenes und bescheidenes Auftreten wird für alle, die ihn kannten, immer in Erinnerung bleiben. Wir sind alle tief betroffen und bedauern sein Ableben mit aufrichtiger Anteilnahme. Verbunden mit großer Dankbarkeit für sein jahrzehntelanges Wirken für die Leichtathletik werden wir ihm immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

Präsidium des Thüringer Leichtathletik-Verbands