Mönchengladbach Tag 3/U23: Drei Medaillen und hauchdünne Entscheidungen

Silber und Bronze im Weitsprung: Dafür sorgten am Abschlusstag der Deutschen Meisterschaften der U18 und U23 in Mönchengladbach Serina Riedel und Kevin Brucha. Florian Näbelung belohnte sich im Hürdensprint mit Bronze. Freud und Leid lag an diesem Tag sehr eng beieinander. So schrammten einige Athleten trotz neuer Bestmarken hauchdünn am Podium vorbei.

In einer hochklassigen Weitsprung-Konkurrenz mischte eine Siebenkämpferin mit. Serina Riedel (TSV Zeulenroda) holte am letzten Wettkampftag die erste von drei Thüringer Medaillen in der Juniorenklasse. Es wurde Bronze. Im dritten Versuch packte sie ihren weitesten Versuch auf 6,22 Meter aus. Die Weite sollte für eine Medaille reichen. Gemeldet hatte sie weiterhin über 100 Meter Hürden, diese Konkurrenz schloss sich nahtlos an den Weitsprung an. Im vierten von fünf Halbfinals standen für sie 14,12 Sekunden auf der Uhr. Ihre Zeit reichte nicht für den Einzug ins Finale.

Florian Näbelung belohnt sich mit Bronze, Kevin Brucha erweitert Silbersammlung

Als einer von zwei Zeitschnellsten hatte Florian Näbelung (LC Jena) in 14,68 Sekunden das Finale über 110 Meter Hürden erreicht. Im Vorjahr noch der undankbare vierte Platz, jetzt holte er sich mit einem fehlerfreien Lauf in 14,46 Sekunden die Bronzemedaille. „Es hat tatsächlich mal geklappt, dass alle Hürden stehengeblieben sind. Deswegen hat das heute auch geklappt. Ich habe vor allem aus der Mitteldeutschen Meisterschaft und zuletzt den Deutschen Meisterschaften eine Menge mitgenommen und bin froh, dass es jetzt im Finale zum perfekten Zeitpunkt funktioniert hat.“ Außerdem blieb er nur eine Hundertstelsekunde über seiner Bestzeit. „Ich bin erstmal erleichtert, aber hätte mir zeitlich schon mehr erhofft, weil ich letztes Jahr noch besser war. Ich denke, es wird nächstes Jahr noch besser werden“, blickte Florian Näbelung voraus.

Mit einer konstanten Serie von Sprüngen um die 7,50 Meter erweiterte Kevin Brucha (LC Jena) seine Silbersammlung. Mit Titelambitionen angereist kam der Weitspringer mit 7,52 Metern auf den zweiten Platz. Groß waren die Hoffnungen auf seinen ersten DM-Titel überhaupt. Das nötige Selbstbewusstsein hatte er sich bei der Aktiven-DM in Braunschweig mit Einstellung seiner Bestleistung von 7,68 Metern geholt. „Ich bin nicht zufrieden. Das war ein Wettkampf, der mir ein bisschen zu denken gibt, weil ich einfach vom mentalen Aspekt zu verkrampft war. Ich hatte letzte Woche in Braunschweig sehr, sehr gute Sprünge. Ich wollte in meinem letzten U23-Jahr einfach nochmal den Titel haben, weil ich bisher immer nur Zweiter geworden bin. Im Endeffekt zählt der Platz auch bei Deutschen Meisterschaften, der zweite Platz und die Weite waren okay. Ich habe mich stabilisiert, aber es geht mehr.“

Undankbare vierte Plätze

Verflixtes Rennen über 200 Meter: Zwei vierte Plätze für Felix Jahn (LC Jena) und Marlene Körner (LC Top Team Thüringen). Mit einem großen Q war Felix Jahn in 21,24 Sekunden souverän ins Finale gelaufen. Im Endlauf demonstrierte er seine große Stärke in dieser Saison über diese Distanz, die nicht belohnt wurde. Trotz fantastischer Bestzeit von 21,00 Sekunden fehlten ihm sechs Tausendstel für die Bronzemedaille. Es war eine hauchdünne Entscheidung, ein knappes Finish. Ebenso wie bei Marlene Körner, die nach ihren gestrigen drei Runden über 100 Meter den Hauptfokus auf die 200 Meter gelegt hatte. Mit einem großen Q und 23,84 Sekunden hatte auch sie sich für das Finale qualifiziert. Ihr fehlten am Ende eine Zehntel für die Medaille, sie erreichte das Ziel in Saisonbestzeit von 23,78 Sekunden.

Einen tollen Wettkampf absolvierte Annabell Recke (LC Jena) im Hochsprung. Sie meisterte alle Höhen von 1,60 bis zu ihrer neuen Bestleistung von 1,78 Meter fehlerfrei. Erst bei 1,81 Meter reichten drei Versuche nicht mehr aus. In der Gesamtwertung kam sie auf den vierten Rang. Die Deutschen Meisterschaften der Aktiven ließ Nachwuchs-Kugelstoßerin Chantal Rimke (LC Jena) aus. Stattdessen ging es in eine längere Vorbereitungsphase, denn ihre Saisonhöhepunkte folgen noch. Ihr erster mit den Deutschen Meisterschaften der Jugend U20 vom 26. bis 28. Juli in Koblenz. Dort heißt es angreifen, sich unter die ersten Zwei platzieren und das Ticket für die U20-Weltmeisterschaften in Lima (Peru; 26. bis 31. August) fix buchen. Die U23-DM war vorrangig eine Durchgangsstation, die sie mit 14,51 Metern als Sechste beendete. -sam-

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