Markkleeberg: Ein kleiner Moment der Freude

Nach einem Jahr pandemiebedingter Abstinenz durften sich die mitteldeutschen Talente aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen beim Ländervergleich der U14 erstmals wieder messen. Für den Thüringer Leichtathletik-Verband gingen am Samstag 35 Athleten in Markkleeberg an den Start. Es gewann Sachsen (173 P.) vor Sachsen-Anhalt (153 P.) und Thüringen (99 P.). Ein schwieriges Unterfangen: „Die Ergebnisse waren nicht optimal. Auch angesichts von Problemen in der Vorbereitung“, sagte TLV-Sichtungstrainer Steffen Droske. Positiv merkte er an, dass er es als wichtig empfand, dass "für diese Sportler dieser Wettkampf stattfand und sie sich untereinander wieder austauschen konnten".

Ein Moment der Freude: Nach dem Wettkampf kam es zu einer schönen Situation, als Finja Hoffmann (Ohrdrufer LV), Anna Heller und Mariella Froherz (beide 1. SV Gera) auf Steffen Droske zugingen und sich sehr über ihre Teilnahme am Vergleichs-Wettkampf gefreut haben. „Wir sehen uns beim nächsten Mal“, riefen sie ihm noch zu. „Die beiden Mädels zum SV Gera sind zu mir gekommen und haben dafür bedankt, dass wir sie eingeladen haben. Beiden hat es richtig viel Freude bereitet. Das hat mich sehr freut“, sagte Steffen Droske.

Probleme im Vorfeld des Ländervergleichs

Dieser Dank erhellte die Stimmung bei den Thüringer Trainern wie auch einige Leistungen der Aktiven. Dabei war der Start in den Mitteldeutschen Ländervergleich kein einfacher. Bereits in der Vorbereitung offenbarten sich kleine wie große Probleme. „Der Ländervergleich hat sich für unseren Verband als richtig schwierig dargestellt, da er zwei Wochen nach den Ferien stattfand. Wir haben die Kinder noch vor den Ferien über die Teilnahme und ihre Disziplin informiert. Die Berufung gestaltete sich insofern schwierig, dass durch die Pandemie kaum Wettkämpfe stattfinden konnten“, berichtete Steffen Droske. So fanden keine Thüringer Landesmeisterschaften statt, nach der normalerweise eine Auswahl der Teilnehmer für diesen Ländervergleich getroffen wird.

So konnte man sich nur auf die Teilnehmer, die an den wenigen Wettkämpfen teilgenommen haben, beschränken. Erschwert wurde die Situation, dass von den verschickten Einladungen an die Athleten dann vereinzelte Absagen aufgrund von Verletzungen, Krankheiten oder Terminüberschneidungen (u.a. Konfirmation) eintrudelten. Ein weiteres Problem war die indirekte Quarantäne von Sportlern, wo Familienangehörige oder Personen aus dem näheren Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet wurden. „Axel Siegfried und ich haben dann geschaut, wie können wir die ausgefallenen Teilnehmer ersetzen. Das erwies sich als schwere Aufgabe, denn niemand war vorbereitet, um als Ersatz einzuspringen.“

Wichtig für alle: Sehen, kennenlernen und austauschen

So konnten gewisse Disziplinen nur mit zwei oder gar einem Teilnehmer besetzt werden. Obwohl die Möglichkeit für drei bestand, von denen die besten Zwei in die Wertung kamen. „Die Auswahl der Jungen hat sich gut präsentiert. Es gab vereinzelte Podestplätze durch die Geher, im Hochsprung, Weitsprung, Diskus- und Speerwurf. Bei den Mädchen war es recht beschwerlich, ein schlagkräftiges Team aufzustellen“, berichtete Steffen Droske. Dennoch bot dieser Ländervergleich einige positive Aspekte: „Die Sportler haben sich gesehen, kennengelernt und ausgetauscht, was in den vergangenen Monaten durch die Pandemie kaum möglich war. Das war schon sehr wichtig für alle.“

Dieser Ländervergleich brachte auch Erkenntnisse. „Ich habe das erste Mal als Sichtungstrainer gemerkt, dass die Athleten im Bereich der U16, U18, U20 und die Erwachsenen, die Pandemie gut durchlebt haben. Insofern sie Kadersportler sind oder das Sportgymnasium besuchen. Sie hatten gute Bedingungen und konnten gut trainieren.“ In der U14 (AK 12/13) gestaltete sich die Situation schon etwas anders. Den Vereinen mit ihren Trainern war es über einen langen Zeitraum überhaupt nicht oder kaum möglich, mit ihren Athleten im gewohnten Umfeld zu trainieren. Dafür sorgten geschlossene Sportstätten. Kreative Ideen waren gefragt. Dazu die wenigen Wettkämpfen für die jungen Sportler in Thüringen. Keine einfache Situation. Alle Faktoren zusammengenommen, zeigten keine optimalen Ergebnisse im Mitteldeutschen Ländervergleich. -sam-

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