Luis Brandner stürmt zu WM-Bronze

Bronze für Luis Brandner: Am Abschlusstag der U18-Weltmeisterschaften in Nairobi stürmte der Erfurter Nachwuchssprinter am Sonntag im Finale über 200 Meter zur Medaille. Hinter den bereits im 100-Meter-Finale erfolgreichen Südafrikanern Retshidisitswe Mlenga (21,03 sec) und Tshenolo Lemao (21,12 sec) sorgte der 17-Jährige für einen Überraschungscoup.

Er bestätigte in 21,23 Sekunden seine bereits im Vorlauf aufgestellte persönliche Bestzeit. Das Halbfinale am Vortag brachte er kontrolliert mit Köpfchen ins Ziel. Hinter Tshenolo Lemao (21,30 sec) reichten ihm 21,32 Sekunden und Rang zwei für die direkte Qualifikation. "Ich spare mir die Kräfte fürs Finale", hatte er dem Portal leichtathletik.de nach dem Rennen in den Notizblock diktiert. Und mit diesen Kräften legte er am Finaltag einen starken Schlussspurt zu Bronze hin.

So hatte er sich das 10.000 Meter Bahngehen am Samstag sicherlich nicht vorgestellt. Das Kürzel "DNF" stand hinter dem Namen von Jan Stramka (Erfurter LAC). "Did not finish" steht für "nicht beendet". Gegen Ende der 25 Runden zwangen ihn Probleme mit den Beinen zur Aufgabe. Die ungewöhnliche Höhenlage sowie das hohe Tempo der weltbesten U18-Geher forderten ihren Tribut.

Auf einen Start im Finale verzichtete die Mixed-Staffel über 4x400-Meter. Das deutsche Team hatte am Samstag in der Besetzung  - Nick Kocevar (TSV Bad Endorf), 400-Meter-Halbfinalistin Laura Kaufmann (LG Ohra Energie), Lavinja Jürgens (TSV Kranzegg) und Elias Schreml (LG Olympia Dortmund) - mit der siebtschnellsten Zeit (3:32,53 min) den Endlauf erreicht.