Lovosice: Franziska Brünner läuft AK40-Meeting-Rekord über 1.500 Meter

Nach seiner Rückkehr aus dem tschechischen Lovosice geriet DLV-Seniorensprecher und Athlet Heiko Wendorf fast ein wenig ins Schwärmen. Alle zwei Jahre treffen sich Europas Senioren Leichtathleten zum dreitägigen „Masters Europa“ in Losovice. In diesem besonderen Jahr gingen dennoch mehr als 300 Athleten aus 22 Ländern an den Start. Die Thüringer Athleten erkämpften sich fast durchweg Podestplätze.

„Es war wirklich ein tolles Flair, dort zu starten. Das wird mir noch lange in Erinnerung bleiben“, sagte Heiko Wendorf und verwies zugleich auf die wunderschöne Anlage. Wo sonst eine grüne Rasenfläche im Innenraum des Stadions heraussticht, ragten hier Bäume in die Höhe und wucherten Sträucher, drumherum die rote Laufbahn. „Das war unheimlich toll. Noch dazu bei den heißen Temperaturen waren die Schattenplätze sehr begehrt. Jede Wurfdisziplin hatte ihre eigene Wiese“, berichtete der 49-Jährige.

Laut tschechischem Coronaplan habe keine Pflicht bestanden, Mund- und Nasenschutz zu tragen. „Objektiv betrachtet war es eine Veranstaltung ohne Einschränkungen. Alles wurde komplett locker gehandhabt. Wir haben uns an den deutschen Standard gehalten und den Abstand zu den anderen Athleten eingehalten.“

Sportlich lief es für Heiko Wendorf in der M50 mit Platz drei im Kugelstoßen (11,54 m) und Rang vier mit dem Speer (36,22 m) außerordentlich gut. Wenngleich er im Vorfeld nur eingeschränkt trainieren konnte. Vor etwas mehr als drei Wochen hatte er sich einen Muskelfaserriss im rechten Unterarm zugezogen. Nicht beim Sport, beim Lastenheben. Trotz des leicht lädierten Unterarms wollte er seine Startplätze nicht verfallen lassen. „Im Wettkampf hatte ich den Arm bandagiert. Mehr oder weniger aus dem Stand heraus habe ich den Speer geworfen. Mit den 36,22 Metern war ich sehr, sehr zufrieden“, berichtete der Neustädter von seinem Wettkampfeinstieg. Beim mit zwölf Teilnehmern ebenfalls gut besetzten Kugelstoßfeld konnte er sich im sechsten und letzten Versuch auf 11,54 Meter steigern.

In der M55 bewies Timo Krinke (LAV Elstertal Bad Köstritz) seine Vielseitigkeit. Er erkämpfte sich mit dem Diskus und 37,04 Meter den zweiten Platz sowie zwei dritte Plätze im Hochsprung (1,45 m) und im Kugelstoßen (11,09 m). Über 100 Meter wurde er in 14,23 Sekunden Fünfter. Mit dem Speer standen 36,15 Meter sowie Rang fünf im Protokoll. Einen Doppelerfolg feierte Geher Dick Gnauck (ASV Erfurt) über 3.000 (16:46,74 min) und 10.000 Meter (1:02:06 h). Einen zweiten Platz erging er sich über 5.000 Meter (29:09,12 min).

In der M65 siegte Reinhard Langhammer (ASV Erfurt) über alle drei Strecken: 3.000 (17:47,39 min), 5.000 (31:50,64 min) und 10.000 Meter (1:05,45 h). Das tolle Abschneiden der Geher komplettierte Udo Schaeffer (ASV Erfurt) in der M70 mit zwei ersten Plätzen über 3.000 (18:12,38 min) und 10.000 Meter (1:04:38 h) sowie einem zweiten Rang über 5.000 Meter (30:50,30 min). Bei den Seniorinnen triumphierte Franziska Brünner (LC Jena) über 800 (2:27,64 min) und 1.500 Meter (5:11,94 min). Letztere Zeit bedeutete in der W40 sogar Meeting-Rekord. Vier Starts für Iris Opitz (LAV Elstertal Bad Köstritz) in der W50. In ihren drei stets favorisierten Disziplinen 100 Meter (13,61 sec), 200 Meter (29,00 sec) und Weitsprung (4,58 m) gab es jeweils zweite Plätze. Mit dem Speer durfte sie sich über 22,75 Meter und den Sieg freuen.

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