10,00 mit zuviel Wind: Glanzzeit für Sprinter Julian Wagner

Er wird immer schneller: Im Sprintfinale des Resisprint International im schweizerischen La Chaux-de-Fonds trommelte Julian Wagner am Samstag mit 10,00 Sekunden eine Glanzzeit auf die Bahn. Allerdings bei irregulären Windbedingungen (+2,5 m/s). Einen persönlichen Rekord nahm er trotzdem mit. Im Vorlauf standen 10,21 Sekunden auf der Uhr. Trainingspartner Aleksandar Askovic lieferte ebenfalls zwei gute Rennen zum Saisonabschluss ab.

Eigentlich sind 10,00 Sekunden durchaus ein Grund zur Freude. Getrübt wurde die Freude über die schnelle Endlaufzeit von Julian Wagner (Top Team Thüringen) durch den starken Rückenwind. Er blies mit 2,5 Metern pro Sekunde zu kräftig, um mit der Zeit in die Bestenliste aufgenommen zu werden. Der nicht immer zulässige „Anschub“ verwehte im Finale reihenweise Rekordzeiten. „Was mich ein bisschen negativ stimmt, dass ich so ein Pech mit dem Wind hatte. Erst der schlimme Gegenwind mit 1,7 Metern pro Sekunde und dann mit 0,5 Meter pro Sekunde zuviel Rückenwind im Finale. Ich hätte mir gern ein Lauf gewünscht, wo ich 1 oder 1,5 Metern pro Sekunden gehabt hätte, aber das hier ist kein Wunschkonzert“, sagte Julian Wagner über die Windlotterie.

Zumindest stand nach dem Vorlauf eine neue Bestzeit mit 10,21 Sekunden im Block sowie der dritte Platz in der deutschen Jahresbestenliste. „Die Läufe waren an sich beide auf auf einem sehr hohen Niveau. Im Finale war der Start ein bisschen schlechter als im Vorlauf, aber an sich bin ich trotzdem sehr, sehr zufrieden mit dem heutigen Tag“, resümierte der 23-Jährige. Seine Late Season nimmt jetzt so langsam Fahrt auf und stimmt ihn nach den ersten Rennen durchaus optimistisch. „Wir sind wirklich auf einem sehr guten Weg, um dieses Jahr noch ein bisschen schneller zu laufen.“

Einen großen Dank richtete Julian Wagner an das medizinische Team in Erfurt, dass ihn nach seiner Oberschenkelverletzung für den verspäteten Saisoneinstieg noch fit bekommen hat. „Möglich wurde die Late Season durch die zahlreichen Behandlungen bei Dr. Gerald Lutz sowie den Physiotherapeuten Torsten Rocktäschel und Melanie Squara.“

Für Trainingspartner Aleksandar Askovic (Top Team Thüringen) waren es die letzten Saisonrennen. Im Vorlauf blies ihm der Gegenwind mit 2,3 Metern pro Sekunde noch kräftiger ins Gesicht. Er erreichte in 10,58 Sekunden das B-Finale, wo er sich nochmals gehörig steigern konnte. Mit kräftigem Anschub von hinten (+3,0 m/s) standen 10,22 Sekunden auf der Uhr. „Schade mit dem Wind. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit der Zeit. Ich weiß jetzt, dass mich meine Beine auch in diese Bereiche tragen können.“ -sam-

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