Jena: Interne Mini-Wettkampfserie als gute Überbrückung

Anfang April, hohe Inzidenzen, keine Aussicht auf Lockerungen: Die Trainer der U14-/U16-Trainingsgruppe des Jenaer Sportgymnasiums wollten für ihre Athleten dennoch einen kleinen Anreiz schaffen. „Es war einfach unklar gewesen, wie es mit Wettkämpfen weitergeht. Wir haben die Saisonvorbereitung so ausgelegt, dass ab Mai die Wettkämpfe wieder beginnen. Dieses Ziel hat sich für uns in der Vorbereitung nicht richtig abgezeichnet, weshalb wir uns aufgrund unserer privilegierten Trainingssituation überlegt haben, selbst eine interne Mini-Wettkampfserie zu veranstalten“, erklärt Nachwuchstrainer Max-Otto Strobel.

Die Idee wurde schnell in die Tat umgesetzt. Sehr zu Freude der jungen Athleten. Aufgeteilt in drei Blöcken: Sprung, Sprint und Wurf. „Damit konnten wir die Zeit bis zu den ersten Wettkämpfen sehr gut überbrücken“, berichtet Max-Otto Strobel aus dem Trainergespann mit Romy Gürbig. Der U14-/U16-Trainingsruppe gehören insgesamt zwölf Sportschüler an. Aber nicht immer sind alle Sportschüler bei Wettkämpfen dabei. In der Regel seien es zehn. Hintrainiert wird nun auf kleinere Wettkämpfe – und auf die U16-Blockmeisterschaften.

Erste Standortbestimmung für die jungen Sportler

„Das ist unser Ziel, unser Trainingsanspruch. Wir wollen die Sportler möglichst breit, vielfältig, abwechslungsreich und spielerisch ausbilden und vorbereiten“, erklärt Romy Gürbig. Die Mini-Wettkampfserie war sogleich eine erste Standortbestimmung und brachte tolle Leistungen hervor. Obligatorisch war vor jedem Wettkampf ein Corona-Test. Frisch negativ getestet ging es mit einer gehörigen Portion Begeisterung und Motivation in den Weitsprung-Konkurrenz. Besonders schön für die Trainer: Alle Jungen überflogen die wichtige 5-Meter-Marke, vor allem Paul Eichelkraut (5,78m; m15), Max Arnold (5,24m; m14) und Jakob Hüttner (5,15m; m13) zeigten hervorragende Leistungen.

„Jakob ist der Jüngste in der Trainingsgruppe, er besticht mit jeder Menge Ehrgeiz und einer gehörigen Konstanz in den Wettkämpfen“, berichtet Max-Otto Strobel. Wie auch im zweiten und dritten Teil der vereinsinternen Mini-Wettkampfserie. Fortgeführt wurde die Serie mit jeweils einer handgestoppten Sprint- und Hürdenzeit. Herausstachen unter anderem die von Jakob Hüttner in 9,83 Sekunden (60m Hürden) und in 10,20 Sekunden (75m). Abschließend flogen die Speere, wo sich Jakob Hüttner mit einer neuer Bestmarke von 31,02 Meter auszeichnen konnte.

Hohe Motivation und Begeisterung in den Wettkämpfen

Bei den Mädchen überzeugte unter anderem Joline Hohlfeld, die mit 4,90 Meter eine neue persönliche Bestleistung in den Sand der Jenaer Laufhalle zauberte. „Eine tolle Entwicklung hat Aspasia Winkler im Weitsprung genommen", sind sich beide Trainer einig. Im 80-Meter-Hürdensprint wurden für Joline Hohlfeld 13,00 Sekunden notiert, die 100 Meter sprintete sie in 12,79 Sekunden. Beim Speerwurf dominierte Maya Kühn, die 28,68 Meter warf. Für die Trainer und die jungen Athleten erwies sich die Mini-Wettkampfserie als voller Erfolg.

Nur an drei Tagen in der Woche hatte das Trainergespann ihre Athleten komplett zusammen. Aufgrund des Wechselunterrichts war die eine Hälfte in der Schule und beim Training, die andere Zuhause. Außer an drei Nachmittagen in der Woche, wo die Eltern großen Einsatz zeigten und ihre Kinder zum Training fuhren. „Das ist aller Ehren wert. Allen voran von den Eltern, die von weiter her wie aus Nordhausen oder Treben anreisten“, hob Romy Gürbig hervor. -sam-