Jena: Hürdenspezialist Lukas Peter will nach Wettkampf-Pause wieder durchstarten

In den Ergebnislisten der Hallensaison verläuft die Suche nach Lukas Peter erfolglos. Ebenso wie in der vorherigen Sommersaison. Hinter dem Hürdenspezialist vom LC Jena liegt ein Jahr ohne Wettkämpfe. Gesundheitliche Probleme bremsten ihn aus, bedingt teilweise durch die Corona-Pandemie. „Während der Zeit waren weder richtiges Krafttraining noch Läufe möglich. Die Gegebenheiten waren einfach nicht optimal, um solche Verletzungen zu vermeiden.“

Gegenwärtig bereitet sich der 21-Jährige auf den Sommer vor. Läuft alles planmäßig ohne Wettkampf-Absagen, dann sollten es für ihn mit den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig (5./6. Juni) sowie die Deutschen U23-Meisterschaften in Koblenz (26./27. Juni) zwei nationale Höhepunkte geben.

Eine Hallensaison mit DM-Medaille. Genau jene erlebte Lukas Peter im Vorjahr. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig lief er über 400 Meter auf Rang drei und krönte seine starke Hallensaison mit Edelmetall. Die Bronzene gab Auftrieb, Selbstvertrauen und zusätzliche Motivation für die anstehenden Aufgaben. Kommen sollte es anders: Seine Sommerpläne durchkreuzten eine Verletzung und ein schmerzhafter Hautausschlag. Erst bremste ihn ein Muskelfaserriss aus, im Herbst folgte eine Gürtelrose. Für die entsprechenden Vorbereitungen auf den Sommer und die folgende Hallensaison keine guten Vorzeichen.

Erst DM-Bronze, dann Zwangspause

Die Zeit reichte einfach nicht aus, um sich auf mögliche Wettkämpfe vorzubereiten. "Grundsätzlich ist für mich als Hürdenläufer die Hallensaison nicht so wichtig, weil ich dort nur auf den 400 Metern flach unterwegs bin. So habe ich mich in Abstimmung mit meinem Trainer gegen einen Hallenstart entschieden“, sagt Lukas Peter. Rückblickend bleibt nicht mehr allzu viel Positives. Kurz und schmerzlos so ausgedrückt: „Für mich war es ein Jahr zum Vergessen.“ Umso mehr freut er sich nun auf den diesjährigen Sommer. Er will wieder Wettkampfluft schnuppern. „Für die Freiluftsaison habe ich mir deutlich mehr vorgenommen.“

Dementsprechend fokussiert und konzentriert startete er in die Vorbereitung. Sie Begann Ende Februar. Bisher läuft alles nach Plan. Momentan sind es wöchentlich acht Einheiten, zwei davon regenerativ. Größtenteils in der Jenaer Leichtathletikhalle. Der Fokus lag zuletzt auf längeren Läufen. Zeitweise erhält er dabei Unterstützung von seiner Disziplin-Kollegin Luise Herdegen, aber das Gros der Einheiten läuft allein mit dem Trainer. „Ich bin es mittlerweile gewöhnt, allein zu trainieren. Das ist schon gut machbar und gerade, wenn es spezifischer ins Hürdentraining geht, sehe ich es ein Stück weit als Vorteil.“

Sportler und Teilzeitstudent, Saisonstart in Pliezhausen

Momentan kann er sich voll auf sein Training fokussieren. Es sind Semesterferien. Lukas Peter ist Teilzeitstudent, er studiert Sportmanagement im Hauptfach, Wirtschaftswissenschaften im Nebenfach an der Universität Jena. Die Vorlesungen im Wintersemester verliefen digital. „Das ließ sich sehr gut mit dem Training vereinbaren. Ich konnte mir die Vorlesungen im Nachgang nochmals online als Video hochladen und anschauen.“ Für den Sommersemester sind Kurse als Hybrid- wie auch als Präsenz-Veranstaltung geplant – immer abhängig von der Entwicklung der Corona-Lage.

Präsent möchte Lukas Peter im Sommer wieder auf der Tartanbahn sein. Geplant ist der Saisonstart beim Internationalen Läufermeeting in Pliezhausen (8./9. Mai) – bekannt für seine krummen Strecken. Daher werden es für ihn auch keine 400 Meter Hürden, sondern 300 Meter Hürden. Die volle Distanz wird er definitiv bei den nationalen Höhepunkten wie der Aktiven-DM und der U23-DM laufen. Planen ist in diesen außergewöhnlichen Zeiten schwierig. Daher wird der weitere Wettkampf-Fahrplan zeitnah angepasst. Feststehen dürfte aber eins, dass man seinen Name in diesem Sommer wieder öfters in den Ergebnislisten lesen wird. -sam-