Jena: Hoffnungszeichen setzen mit Wettkämpfen für Kinder und Jugendliche

In seinen Stories oder den Bildergalerien gibt Speerwurf-Olympiasieger Thomas Röhler auf der Bilder-Plattform Instagram fast täglich einen Einblick in sein Training. „Unsere Vorbereitung läuft den Umständen entsprechend gut und fast planmäßig. Die Trainingsmöglichkeiten am Standort Jena sind gegeben“, gibt sein Heimtrainer Harro Schwuchow einen groben Überblick über die momentane Situation. Geplant waren zwei Trainingslager im türkischen Belek. Eins im März, ein zweites im Mai.

Das im März wurde unter strengsten Hygieneanforderungen durchgeführt. Ein zweites wird es wohl nicht geben. „Aufgrund der Corona-Situation ist das DLV-Trainingslager in der Ferne storniert“, teilt Harro Schwuchow in einem Update mit. Ungewissheit herrscht zudem über die Austragung von Deutschen Meisterschaften, internationalen Wettbewerben und den Olympischen Spielen in Tokio bei einer weiterhin weltweit steigenden Zahl der Corona-Neuinfektionen. „Ob diese Wettkämpfe ausgetragen werden können, wird sich mit fortschreitender Impfdauer weltweit zeigen. Aktuell gibt es klare Aussagen vom IOC zur Austragung der Olympischen Spiele – und so planen wir unsere Saison“, sagt Harro Schwuchow.

Die Situation bei den Jugendlichen durch Wechselunterricht, mal Lernen Zuhause und dann wieder Präsenzunterricht erschwert kontinuierliches Training. „Die Schüler am Jenaer Sportgymnasium sind zum überwiegenden Teil angewiesen, auf die Möglichkeiten bei Präsenzunterricht im Internat zu wohnen. Trainingsbetrieb im Heimtraining lässt sich nur sehr schwer in der notwendigen Qualität darstellen. Aber wir sind ja schon dankbar, überhaupt Sport treiben zu dürfen“, weiß Harro Schwuchow. Ebenso dankbar, wie über jeden noch so kleinen Wettkampf.

Geht es doch jetzt langsam dem Saisonauftakt entgegen. Nur wann und wo? Entweder werden die Ausschreibungen durch die nach wie vor unbeständige Corona-Situation entsprechend angepasst oder der Wettkampf im schlimmsten Fall sogar ganz abgesagt. Dies ist für die Trainer und ihre Athleten ein ebenso unbefriedigender Moment. Planungssicherheit sieht anders aus. „Es ist noch nicht absehbar, ob und in welcher Form Wettkämpfe in diesen Zeiten stattfinden können und werden. Für unsere Kinder und Jugendlichen sollte aber ein Hoffnungszeichen gesetzt werden und regionale Wettbewerbe sowie Landesmeisterschaften zugelassen werden“, wünscht sich Harro Schwuchow ein wenig sportliche Normalität in diesen Tagen. -sam-