Halle/Saale: Matti Schmidt und Nika Helene Illing gehen zum Titel

Bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Halle/Saale gingen am Samstag die ersten Titel nach Thüringen. Im Bahngehen der Jugend U20 waren Matti Schmidt und Nika Helene Illing erfolgreich.

Im Bahngehen wurden am Samstag die ersten nationalen Titel vergeben. Zum Auftakt startete die männliche Jugend U20 in die Titelkämpfe. Über 5.000 Meter entwickelte sich ein packendes Duell zwischen Matti Schmidt (Erfurter LAC) und Tamino Mittag (TSV Jetzendorf). Erster hatte sich gleich auf der ersten Runde an die Spitze gesetzt, nur gefolgt vom Jetzendorfer. Drei Runden vor dem Ziel folgte der Angriff von Tamino Mittag, der an ihm vorbeiging. Aber Matti Schmidt ließ sich nicht abschütteln, saugte sich wieder an den Führenden heran und kämpfte wie der Jetzendorfer weiterhin um den deutschen Hallenmeistertitel. Auf der letzten Runde – auf der Gegengerade – folgte der entscheidende Angriff des Erfurters, der mit einem furiosen Schlussspurt in 22:50,07 Minuten als Erster über die Ziellinie ging.

„Ich war im vergangenen Jahr ohne deutschen Meistertitel geblieben. Deswegen ist der Titelgewinn jetzt umso schöner“, sagte Matti Schmidt, der noch bis Mitte der letzten Woche mit einer Erkältung flach gelegen war. „Danach bin ich wieder langsam ins Training eingestiegen.“ Daher wollte er sich eigentlich erstmal anschauen, was die Konkurrenz macht. Dass er über den Großteil des Rennens für die Führungsarbeit sorgte, war kein Problem. „Das war sogar gut so, denn dadurch konnte ich mir mein Tempo besser einteilen, um mir Körner einzusparen für den Schlussspurt“, erklärte der 18-Jährige. Hinter ihm belegte Tamino Mittag in 22:50,98 Minuten den zweiten Platz. Für eine Überraschung sorgte der erst 15-jährige Alexander Schwarz (ASV Erfurt), er belohnte sich für eine starke Leistung in 23:40,16 Minuten mit der Bronzemedaille.

Ebenfalls zu neuen Bestleistungen gingen zwei weitere U18-Geher: Felix Aßmus und Paul Alberto Gutierrez Müller (beide Erfurter LAC) blieben mit 25:02,74 und 25:20,36 Minuten deutlich unter ihren alten Hausrekorden. In der Gesamtwertung belegten sie die Plätze fünf und sechs.

14-Minuten-Schallmauer fällt nicht

15 Runden lagen vor den U20-Geherinnen. An der Spitze hatte sich schnell ein Führungstrio mit Mia Bandoly (SCC Berlin), Nika Helene Illing (LSV 1971 Ilmenau) und Maria-Lena Carniel (ASV Erfurt) gebildet. In der vierten Runde ergriff Nika Helene Illing die Initiative und übernahm die Spitzenposition. Ab der Hälfte des Rennens erhöhte der Schützling von Trainerin Julia Henze den Druck, und ließ den Abstand zu den beiden Verfolgerinnen immer größer werden. Allein gegen die Uhr meisterte Nika Helene Illing die letzten Runden. Das Ziel, eine Zeit von unter 14 Minuten, sollte sich aber nicht erfüllen. Sie ging in 14:10,38 Minuten zum Titel. Zweite wurde in neuer persönlicher Bestzeit Mia Bandoly in 14:23,37 Minuten vor Maria-Lena Carniel in 14:42,06 Minuten.

„Ich bin schon erleichtert über den Titel. Von der Zeit war es nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Dafür bin ich die erste Runde mit drei, vier Sekunden zu schnell angegangen. Das hat mir dann hinten ein bisschen reingespielt“, erklärte die neue Titelträgerin. Mit einem starken Schlussspurt sicherte sich Laura Völkel (ASV Erfurt) in 15:11,41 Minuten den vierten Platz. In ihrem ersten U18-Jahr gehörte Lilly Fenner (ASV Erfurt) zu einer der Jüngsten im Feld. Sie meisterte die Strecke in 15:50,51 Minuten als Zehnte.

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