Bei den Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften in Haldensleben unterzog sich Iris Opitz einem letzten Formtest vor den Deutschen Meisterschaften der Masters in Mönchengladbach (17. bis 19. Juli). Nicht nur, dass die 60-Jährige ihren eigenen Deutschen W60-Rekord über 200 Meter weiter nach unten schraubte, sie lief ohne es zu wissen auch noch Weltrekord.
Dass Iris Opitz (LAV Elstertal Bad Köstritz) in ihrer neuen Altersklasse der W60 für schnelle Zeiten über 100 und 200 Meter gut ist, haben bereits die letzten Wettkämpfe gezeigt. Bei den Landesmeisterschaften in Arnstadt und bei den Offenen Landesmeisterschaften Masters in Dresden lief sie sich schon in die Deutsche Freiluft-Bestenliste der W60 über beide Sprintstrecken. Sie verbesserte die jeweiligen Rekordzeiten auf 13,47 und 28,22 Sekunden. In Haldensleben wurde es jetzt nochmals schneller. Zumindest über 200 Meter. Dort stürmte sie in 27,68 Sekunden ins Ziel. „Als ich ins Ziel gekommen bin, habe ich mir gesagt, mit der Zeit kannst du Weltmeisterin werden“, sagte die 60-Jährige, die in dem Moment nur von einer neuen Deutschen W60-Bestleistung ausgegangen war.
Erst am Montag beim Training meinte Eberhard Löbel, einer ihrer Trainingspartner, in wie weit sie denn schon nachgeschaut habe, ob es sich bei ihrer Zeit über 200 Meter um einen Weltrekord handeln könnte. Ein kurzer Blick in die entsprechenden Listen brachte die Auflösung. Eine überraschende noch dazu. Iris Opitz zeigte sich selbst ungläubig, als sie sah, dass sie in 27,68 Sekunden eine Zehntelsekunde schneller war als die Französin Nicole Barilly Alexis bei den Masters-Weltmeisterschaften 2022 in Tampere. „Ich kann mich noch gut an den Moment erinnern. Ich war dabei, als sie den Weltrekord gelaufen ist“, sagte Iris Opitz als nun neue W60-Weltrekordlerin.




