Bereits am ersten Tag der Deutschen Meisterschaften der Masters im Gothaer Volkspark-Stadion waren die Teilnehmerfelder gut gefüllt. Auch die ersten drei Medaillen gingen auf das Konto der Thüringer Leichtathleten. Nämlich für Rudolf König im Kugelstoßen, Marcus Brieger im Speerwurf und Franziska Brünner über 1.500 Meter, die zudem noch den Landesrekord knackte.
Nach zuletzt eher ruhigen Sommerwetter sind nun kühlere Temperaturen vorherrschend. Das mag dem einen mehr, dem anderen weniger entgegenkommen. Der Auftakt verlief aus Thüringer Sicht mit drei Medaillen bereits recht erfolgreich. Für die erste sorgte Rudolf König (Saalfelder LV), der im Kugelstoßen seine Saisonbestmarke auf 12,53 Meter in der M70 steigerte. Er wird in den kommenden zwei Tagen noch weitere Disziplinen absolvieren. Im Speerwurf der M35 gab es die zweite Silbermedaille. Diese erwarf sich Marcus Brieger (SV Lerchenberg Altenburg) mit 48,21 Metern.
Ein starkes Rennen über 1.500 Meter lieferte derweil Franziska Brünner (LC Jena) in der W45 ab. Zur Bronzemedaille sowie der neuen Bestzeit von 5:02,53 Minuten gesellte sich „endlich“ der längst angestrebte Landesrekord, den sie um mehr als acht Sekunden nach unten schraubte. Darüber war sie sichtlich sprachlos. Noch dazu, weil an jedem Tag irgendwie nichts zusammenpassen wollte, und sie angesichts des Wetters sogar über einen Startverzicht nachdachte. Aber manchmal fügt sich alles zum Guten. Wie eben bei Franziska Brünner, die „noch nie so viel Spaß über 1.500 Meter gehabt hat“. So ein Rennen mit einer Zeit unter dem Landesrekord schwirrte ihr schon die ganze Saison im Kopf herum. Nun kam dieser „Wahnsinns“moment, der ihr reichlich Motivation für ihre weiteren Starts über 400 und 800 Meter geben sollte. Noch dazu bei der Heim-DM.
Jens Peter: DM-Start als Training für Marathon-EM
Alles gegeben hatte auch Manuela Hartung (LC Jena) über 1.500 Meter in der W55, wo sie auf starke Konkurrentinnen traf. Sie kam als Siebte in 5:43,90 Minuten ins Ziel. „Einerseits ist man ein wenig enttäuscht über das Ergebnis, andererseits kann man stolz sein, in diesem Feld gewesen zu sein“, sagte Manuela Hartung, die am Sonntag noch über 800 Meter starten wird. Ebenso wie Katrin Puth (LV Gera), die ihren Auftakt über 1.500 Meter in der W40 als Sechste in 5:31,78 Minuten beendete.
Einige Starts über 1.500 Meter gab es ebenfalls in den männlichen Konkurrenzen. In der M40 erreichte Björn Illing (LSV 1971 Ilmenau) in 4:32,14 Minuten den sechsten Platz. Ebenfalls Rang sechs für Jens Schwotzer (KSSV Victoria Weimar/Schöndorf) in 4:40,58 Minuten in der M45. Auf den ersten beiden Runden hatte Jens Peter (LTV Obereichsfeld) noch auf dem zweiten Platz der M55 gelegen. Danach reichten die Kräfte nicht mehr aus, um diese Position zu halten. Er wurde bis auf Platz sieben durchgereicht. Die Uhr stoppte nach 5:06,74 Minuten. „Ich habe mich breitschlagen lassen zu starten. Ich laufe in zwei Wochen den Marathon zur EM in Jyväskylä [6. September]. Das war jetzt mein Training. Ich dachte, ich könnte mitgehen. Nach zwei Runden kam dann der Bruch.“ Auf Rang elf lief Frank Ortmann (LC Jena) in 6:13.30 Minuten in der M65 ins Ziel. Bernd Kügler (ASV Erfurt) startete über 300 Meter Hürden in der M70 und wurde in 63,06 Sekunden Siebter.





