Eugene: Julian Wagner mit solidem Auftakt

Die Vorläufe über 100 Meter standen gleich zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Eugene, Oregon (USA; 15. bis 24. Juli) auf dem Programm. Als einziger deutscher Athlet hatte sich Julian Wagner für einen Einzelstart über die Weltrangliste qualifiziert. Mit einer ordentlichen Vorstellung präsentierte sich das Erfurter Sprintass in seinem Vorlauf, er stürmte in 10,21 Sekunden ins Ziel. Für ein Weiterkommen reichte diese Zeit allerdings nicht. Er wurde Gesamt-32.

Es war kurz nach 4 Uhr (MESZ), als Julian Wagner die große Leichtathletikbühne im Hayward Field für seinen ersten WM-Start bei den Aktiven betrat. Der 24-Jährige bekam Bahn 2. Zudem in seinem Lauf der Sprint-Olympiasieger Lamont Marcell Jacobs aus Italien. Der Erfurter präsentierte sich mit einer guten Vorstellung bei seiner WM-Premiere. Im Ziel ging der Blick suchend zur Anzeigetafel. Da leuchtete dann eine Zeit von 10,21 Sekunden auf. „Ich bin erstmal zufrieden. Das war ein solider Lauf. Ich hatte gehofft, dass ich im Sog mitgezogen werde. Das ging nicht ganz so auf“, sagte er kurz nach seinem Rennen am Mikrofon der ARD. Für Julian Wagner sind die Weltmeisterschaften aber noch nicht beendet. Weiterhin nominiert ist er für die Sprinstaffel, der Einsatz allerdings noch offen.

Die „US-Raketen“ wie Fred Kerley und Trayvon Bromell (9,89 sec) zündeten schon im Vorlauf und brillierten mit rasanten Zeiten. Fred Kerley als Sieger aller Vorläufe rannte in 9,79 Sekunden! die schnellste jemals in einem Vorlauf gelaufene Zeit. Nur bei drei Weltmeisterschaften [2009, 2013 und 2019] wurden im Finale noch schnellere Zeiten angeboten. Dass die Bahn im Hayward Field richtig schnell ist, davon zeugen sieben Vorlaufzeiten unter der magischen 10-Sekunden-Marke sowie ein U20-Weltrekord von Letsile Tebogo aus Botswana (9,94 sec). -sam-

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