Erfurt: „Verjüngungskur“ beim LC TopTeam Thüringen

Das LC TopTeam Thüringen verjüngt sich: Nach den sportlichen Karriereenden von Sprinter Julian Reus, Mittelstreckler Sebastian Keiner und Hindernisläufer Martin Grau sowie der Rückkehr von Aleksandar Askovic in seine bayerische Heimat, er startet nun für die LG Stadtwerke München, hat sich das LC TopTeam Thüringen neu aufgestellt. Überwiegend mit jungen Athleten.

Wobei neu aufgestellt, das stimmt so nicht ganz. Denn die Hälfte des "neuen" Teams ist geblieben. Dazu zählen die Erfurter Sprinter Julian Wagner und Luis Brandner, Mittelstreckler Tobias Rex, Hindernisläufer Tim Stegemann und Geher Karl Junghannß. Die andere Hälfte, ebenfalls fünf Athleten, sind keine Unbekannten und bereichern seit Jahresbeginn das Team.

Neues Jahr, frischer Wind

Seine Medaille glänzte silbern, die Robin Müller bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rostock gewann. Er wurde deutscher U20-Vize-Meister über 2.000 Meter Hindernis. Ferner bestritt er im Sommer dann seine ersten Rennen über die volle Distanz von 3.000 Metern, wo er bei der U23-DM in Koblenz erste Erfahrungen bei den Aktiven sammelte. Es geht bei ihm auch ohne Hindernisse – auf den längeren Strecken wie den 3.000 Metern fühlt er wohl. Ebenfalls in Rostock packten Valentin Brenner und Marie Herre weite Sprünge aus. Ihre Disziplin ist der Dreisprung, wo sie DM-Silber und -Bronze in der jüngeren Altersklasse gewannen. Mit diesen Erfolgen verabschiedeten sie sich zugleich aus der Jugendklasse U18 und starteten zu Jahresbeginn in ihr erstes U20-Jahr.

Im Übrigen schlossen sich erstmals mit Malte Stangenberg und Max-Ole Klobasa zwei Jenaer Athleten dem LC TopTeam Thüringen an. „Es soll nicht nur ein Team für die Erfurter sein, es soll für alle Thüringer Athleten offen sein. Dabei schauen wir auch, was finanziell in unseren Möglichkeiten liegt“, sagt der Vorstandsvorsitzender Axel Siegfried. Im Sommer plagten Malte Stangenberg ein paar Probleme. Jetzt will er wieder durchstarten. Dabei hat er seinen Fokus auf die längeren Sprintstrecken verlagert. In der Hallensaison sind es vornehmlich die 200 Meter, im Sommer sollen es dann erstmals die 400 Meter werden.

Ehemaliger Aktiver unterstützt Team

Für Max-Ole Klobasa ist mit seinen Starts in Dresden (60, 200 m) sowie jüngst in Erfurt (Dreisprung) eine lange Leidenszeit zu Ende gegangen. Nach Fußproblemen, im Sommer folgte die Operation, kann er jetzt wieder beschwerdefrei auf Weitenjagd gehen. Nach seinen letzten Hallensprüngen im Februar 2020 kehrte er unlängst beim TLV-Hallenmeeting zurück an und in die Grube.

Die jungen Athleten sorgen für viel frischen Wind im Team. Und noch etwas brachten die Neuverpflichtungen. „Von den Disziplinen sind wir jetzt etwas breiter aufgestellt. Vorher waren wir doch etwas zu sprint- und laufflastig aufgestellt“, freut sich Axel Siefried über die drei Sprungtalente im Team. Weiterhin wird Sebastian Keiner das Team unterstützen. Sei es im Vorstand, als Betreuer der Homepage wie auch als Ansprechpartner für die jüngeren Athleten. „Für uns ist er eine große Hilfe. Er ist immer noch jung genug, um als einstiger Athletensprecher des TopTeams den Kontakt mit den Athleten zu pflegen“, ist Axel Siegfried dankbar über die Unterstützung des ehemaligen Aktiven. -sam-

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