Das Erfurt Indoor bot am Freitagabend schnelle Sprints mit und ohne Hürde. Einige Topzeiten wie neue Bestzeiten purzelten für die Thüringer Lauftalente über die Mittelstrecken. Einer von ihnen durfte sogar im A-Lauf über 800 Meter ran und bekam dort trotz neuer Bestzeit seine Grenzen aufgezeigt.
Es sollte der krönende Schlusspunkt unter die 13. Auflage des Erfurt Indoors am Freitagabend werden. Mit Mohamed Attaoui reiste der neue Europarekordler über 1.000 Meter aus Spanien an. Große Erwartungen hegte man aufgrund seiner Vorleistung nun bei seinem Start über 800 Meter. Er war schnell unterwegs, begleitet von einem weißen Spot lag er zwischenzeitlich sogar auf Meetingrekord-Kurs. Am Ende standen für ihn 1:45,76 Minuten auf der Uhr. Kein Meetingrekord, kein spanischer Rekord und auch nicht die insgeheim erhoffte Topzeit.
In diesem Feld durfte sich mit Andor Rik Schumann (Race Erfurt) ein hoffnungsvolles Thüringer Lauftalent mit der internationalen Spitzenkonkurrenz messen. Als Jüngster im Feld bekam der 17-Jähriger schnell die Grenzen aufgezeigt. Die Konkurrenz schlug ein schnelles Anfangstempo an, der junge Thüringer fand sich schnell am Ende des Feldes wieder. Dennoch stand für den EYOF-Sieger über 800 Meter am Ende eine neue Hallen-Bestzeit von 1:49,55 Minuten im Protokoll. „Vielleicht hat es den guten Vorteil, dass man nach so einem Rennen mit ein bisschen mehr Ehrgeiz in die nächsten Wochen und Monaten des Trainings geht. Er hat das ganz große Ziel im Sommer bei der U20-WM in Eugene zu starten. Da kann man solch ein Rennen mal als Bonus mitnehmen“, sagte sein Vater Nils Schumann, der ihn gemeinsam mit Landestrainer Enrico Aßmus betreut.
Smilla Bauer und Helena Manzke mit deutlichen Steigerungen
Die 3.000 Metern nahm Hindernis-Ass Robin Müller (LG Ohra Energie) in Angriff. Insgeheim wurde sogar mit einem neuen Hallen-Landesrekord geliebäugelt, stehen tut dieser bei 7:49,00 Minuten. Das gelang nicht. Robin Müller beendete das Rennen in 8:02,11 Minuten. Nur einmal war er bisher schneller. Nämlich im vergangenen Jahr in Dortmund, als er erstmals unter acht Minuten blieb und die Uhr bei 7:59,22 Minuten stoppte. Als Sechster kam Karl Geburek (ASV Erfurt) in neuer Bestzeit von 8:21,11 Minuten ins Ziel.
Im A-Lauf der Frauen über 800 Meter erhielt Helena Guttke (Race Erfurt) einen Startplatz. Die U20-Läuferin durfte sich mit der Vorjahressiegerin wie Olympia-Halbfinalistin Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) messen. Helena Guttke bestätigte ihren guten Eindruck aus der bisherigen Hallensaison, sie steigerte ihre Bestzeit auf 2:07,68 Minuten. Im B-Lauf startete Cäcilia Weimann (Race Erfurt), die sich ebenfalls verbesserte. Ihre Zielzeit: 2:08,65 Minuten. Deutlich pulverisierte Smilla Bauer (Erfurter Lac) ihren Hausrekord über 800 Meter. Die U18-Athletin gewann den C-Lauf in 2:11,84 Minuten. Drei Sekunden war sie dabei schneller als bei ihrer bisherigen Bestzeit. Von Bestzeit zu Bestzeit läuft momentan Helena Manzke (Erfurter LAC). Über 1.500 Meter im B-Lauf prangte hinter ihrer Zielzeit von 4:35,36 Minuten ein dickes PB für persönliche Bestleistung.



