Erfurt: Martin Grau bleibt über 3.000 Meter unter acht Minuten (Update)

Martin Grau begeistert über 3.000 Meter: Der Hindernis-Spezialist blieb zum Saisoneinstieg am Dienstag beim Erfurt Indoor unter der Acht-Minuten-Marke. Der 28-Jährige siegte vor seinem Erfurter Teamkollegen Tim Stegemann (8:06,90 min) in 7:59,83 Minuten. Thüringens TopTeam-Sprinter Julian Reus und Julian Wagner mussten sich Finale Michael Pohl knapp geschlagen geben.

Überraschungssieger, deutsche Jahresbestleistungen Hallen-EM-Normen und drei glänzend aufgelegte Hochspringerinnen: Die 8. Auflage des Erfurt Indoor bot zahlreiche nationale Spitzenleistungen. Herausragend die Leistung von Martin Grau (TopTeam Thüringen). Wie geplant sorgte Patrick Karl (TV Ochsenfurt) über 3.000 Meter für das Tempo. An seine Fersen hefteten sich seine Erfurter Trainingspartner Martin Grau und Tim Stegemann. Der Plan ging auf. Auf den letzten Runden erhöhte Martin Grau das Tempo und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Im Ziel stand eine Siegerzeit von unter achten Minuten auf der Uhr. Eine Auftaktzeit, mit der er optimistisch in die nächsten Wochen und Monate schauen kann. Der deutsche U18-Freiluftmeister Robin Müller (Erfurter LAC) kam in neuer Bestzeit von 8:34,73 als Neunter ins Ziel.

Michael Pohl Schnellster in Erfurt, Chemnitzer Langsprinter in bestechender Form

Im Sprint spitzte sich alles auf ein spannendes Vereinsduell zwischen Saisoneinsteiger Julian Reus und Julian Wagner zu. Beide hatten ihre jeweiligen Vorläufe in 6,71 und 6,69 Sekunden gewonnen. Im Finale war ein anderer schneller: Michael Pohl (Sprintteam Wetzlar), der sich in 6,65 Sekunden durchsetzte. Zum Vorlauf konnte sich Julian Reus als Zweitplatzierter auf 6,68 Sekunden steigern. Dritter wurde Julian Wagner (6,69 sec). „Neu-Thüringer“ Aleksandar Askovic kam nicht über 6,80 Sekunden im B-Finale hinaus. Bei den Frauen gewann Alexandra Burghardt (SV Wacker Burghausen; 7,32 sec).

Sie bleibt auf Erfolgskurs: Langsprinterin Corinna Schwab (LAC Erdgas Chemnitz) stellte ihre Bestzeit über 400 Meter in 52,27 Sekunden ein und bestätigte erneut die Norm für die Hallen-EM. Nur knapp über den Richtwert (53,00 sec) blieben die Zweitplatzierte Laura Müller (SV Go!Saar 05 Saarbrücken; 53,14 sec) und als Dritte Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (VfL Oldenburg; 53,19 sec). Seine Topform stellte Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) über die beide Hallenrunden erneut unter Beweis. Er schraubte seine Bestzeit auf 46,58 Sekunden.

Drei Hochspringerinnen fliegen über alte Rekordmarke

An die Spitze der deutschen Bestenliste setzte sich über 800 Meter überraschend Tanja Spill (LAV Bayer Uerdingen/Dormagen), die auf den letzten Metern am favorisierten Münchner Trainingsduo Katharina Trost (2:03, 43 min) und Christina Hering (2:03, 86 min) vorbeizog und sich den Sieg in 2:03,25 Minuten holte und damit nur knapp den Richtwert für die Hallen-EM (2:03,00 min) verpasste.

Bei den Männern hatte Meeting-Rekordhalter Marc Reuther (LG Eintracht Frankfurt) sich Großes vorgenommen. Sein Leipziger Trainingspartner Robert Farken sorgte für das Tempo, er machte einen starken Job und stieg in der dritten von vier Runden aus. In der Schlussrunde wirkte Marc Reuther etwas verkrampft, um den deutschen Hallenrekord (1:44,88 min) beziehungsweise seine Topzeit aus dem Vorjahr nochmals zu verbessern. Er siegte in starken 1:46,21 Minuten, lief deutsche Jahresbestzeit und unterbot die Norm für die Hallen-EM deutlich. Ebenfalls unter der Marke von 1:48,00 Minuten blieben Marius Probst (TV Wattenscheid 01; 1:46,99 min) und Hindernis-Spezialist Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898; 1:47,33 min).

Die Frauenrenn über 1.500 und 3.000 Meter dominierten Fabiane Mayer (TV Westfalia Epe; 4:24,45 min) und Laura Lindemann (SC Potsdam; 9:14,67 min). Für richtig viel Freude und Begeisterung sorgten die Athletinnen in den zwei technischen Disziplinen: Allen voran im Hochsprung, wo gleich drei Athletinnen den 20-jährigen Meetingrekord von 1,84 Meter überflogen. Es gewann Christina Honsel (TV Wattenscheid 01) mit deutscher Jahresbestleistung von 1,88 Meter vor Alexandra Plaza (LT DSHS Köln; 1,85 m) und Lea Halmans (SV GO!Saar 05 Saarbrücken; 1,85 m). Einen soliden Saisoneinstieg gab es für Annabell Recke (LC Jena), die nur knapp an 1,73 Meter scheiterte. Für sie standen 1,70 Meter und Rang fünf zu Buche.

Wechsel an der deutschen Stabhochsprungspitze: Stefanie Berndorfer (SSV Ulm 1846) schwang sich im dritten Versuch über 4,40 Meter, sie gewann mit deutscher Jahresbestleistung vor Katharina Bauer (TSV Bayer 04 Leverkusen; 4,30 m) und Ria Möllers (TSV Bayer 04 Leverkusen; 4,20 m).

Ergebnisse

Nachbericht leichtathletik.de

Nachbericht MDR

Nachbericht Thüringen Journal 2. Februar