Ihre Hallensaison beeindruckend: Mit zwei Spitzenzeiten über 60 und 200 Meter ließ Malina Fromm in ihrem ersten U18-Jahr aufhorchen. Nun darf sie sich am kommenden Wochenende mit den besten deutschen Jugendsprintern in Dortmund messen.
Malina Fromm (Erfurter LAC) hat sich selbst belohnt: Aufgrund ihrer Spitzenzeiten über 60 und 200 Meter darf sie in ihrem ersten U18-Jahr bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Dortmund starten. Bei den Mitteldeutschen Hallenmeisterschaften in Chemnitz hatte sie zuletzt ihre persönliche Bestzeit über 60 Meter auf 7,59 Sekunden gedrückt und schob sich mit ihrer Zeit rein in die Top-Ten der deutschen U18-Hallenbestenliste. Eine Steigerung gab es ebenso über 200 Meter mit 25,57 Sekunden. „Diese resultierte daraus, dass ich eine schnellere Person vor mir hatte, die mich gezogen hat“, freute sich Malina Fromm über ihre nächste Bestzeit, die sie bereits bei den Thüringer Hallenmeisterschaften in Erfurt verbessert hatte.
Bereits im Sommer hatte die junge Erfurterin ihr Potenzial bereits angedeutet und schnelle Zeiten auf die Bahn getrommelt. Ihre Leistungssteigerungen erklärt sie wie folgt: „Einfach dranbleiben, weiter trainieren und probieren nicht krank zu werden, so dass man vom Training her nicht ausfällt.“ Außerdem liegt ihre Konzentration voll auf der Leichtathletik. Eine favorisierte Lieblingsstrecke habe sie nicht. Aufgrund ihrer schnellen Zeiten in der Hallensaison, mit denen sie auch die Norm für die Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Dortmund erfüllt hat, darf sie sich nun mit den besten deutschen Jugendsprintern messen. „Ich nehme die U20-DM mit, um Erfahrungen für spätere DM-Starts zu sammeln.“
Schritt für Schritt
Nach den ersten Wettkämpfen mit den Topzeiten, fiel die Entscheidung zugunsten der Jugend-Hallen-DM. „Sie soll reinschnuppern bei den Älteren, da kann sie nur lernen“, weiß ihr Trainer Axel Siegfried, der sich sehr angetan von ihrem Leistungssprung in der Halle zeigte. „Dass sie so einen großen Sprung macht, das hätte ich nicht gleich gedacht. Sie hat sich im Vergleich zum letzten Jahr um zwei Zehntel gesteigert. Eine 70er Zeit habe ich ihr über 60 Meter durchaus zugetraut, dass sie eine 60er Zeit läuft, damit habe ich nicht gerechnet.“ Zu ihrem neuen Trainer kam sie nach der letztjährigen Hallensaison, wo sie bereits in 7,82 Sekunden schnell unterwegs war. Dann ist die den nächsten Schritt gegangen, hat an der Lauftechnik gefeilt. „Sie ist vorher mit viel Oberkörpervorlage gelaufen, jetzt ist sie doch schon aufrechter. Da hat sie sich deutlich verbessert. Außerdem lege ich großen Wert darauf, dass die Athleten das Sprint- und Lauf-ABC vernünftig ausführen. Da braucht sie viele Wiederholungen, dass sich das stabilisiert“, sagt Axel Siegfried.
Er charakterisiert seinen Schützling als „fleißig, zielstrebig und ehrgeizig“. Eine kleine Schwäche hat er mit ihrer Unpünktlichkeit ausgemacht. „Sie arbeitet dran“, sagt ihr Trainer. Dem gegenüber steht ihre positive Trainingseinstellung und ihr Ehrgeiz. Um für die Zukunft gewappnet zu sein sei es wichtig, gesund und verletzungsfrei zu bleiben, um den eingeschlagenen Weg weiter fortzugehen. „Wir versuche da mit dem Physiotherapeuten, wenn die ersten Wehwehchen auftreten, gegenzusteuern und hinterher zu sein. Zuletzt hatte Malina Fromm kurzzeitig Fußprobleme, aber da kann Axel Siegfried Entwarnung geben. „Das hat sich jetzt stabilisiert. Sie hat Übungen bekommen.“ Der Fuß sollte am Wochenende keine Probleme bereiten. Malina Fromm kann befreit auflaufen und sich für eine beeindruckende Hallensaison vielleicht noch ein wenig mehr belohnen.




