Erfurt: Herausfordernde Aufgaben für junge Sportler

Anmeldungen gab es 83, gekommen sind 67 junge Athletinnen und Athleten zur zentralen Sichtung beider Sportschulen in Erfurt und Jena. In der Hartwig-Gauder-Halle wurde die gemeinsame Sichtungsmaßnahme am Samstag durchgeführt. Unterstützt wurden die TLV-Sichtungstrainer Steffen Droske und Tobias Groenewold von den TLV-Trainern.

Sie kämpfte sich durch den Parcours: Amelie Herche (1. SV Kraftverkehr Heiligenstadt) strauchelte kurz beim Laufen durch den Stangenwald. Sie gab nicht auf, sondern fing sich wieder und beendete den aufgebauten Parcours. Anschließend atmete sie einmal kräftig durch - diese Prüfung war geschafft. Der Parcours war nur eine von acht Stationen, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der vierstündigen Sichtung durchlaufen mussten. Nach dem Auftakt mit Wiegen und Messen folgten die acht Stationen mit Wurf I + II, Parcours, Weit, 60 Meter Hochstart, 3er Hop, Optojump und Laufen.

Herausfordernde Aufgaben

Beim Optojump nahmen Tobias Groenewold und Karl Junghannß (LC Top Team Thüringen) die Daten aus zwei beziehungsweise drei involvierten Tests entgegen. Beim Counter Movement Jump war die Aufgabe des Athleten, so hoch wie möglich zu springen und dabei die Knie in der Luft gestreckt zu halten. Gemessen wurde die Höhe. Als nächsten folgten die Tappings, das sind kurze, schnelle Fuß- und Beinbewegungen. Innerhalb von zehn Sekunden galt es so viele Kontakte wie möglich zu erzielen. Ab der 7. Klasse folgte der Drop Jump, ein Tief-Hoch-Sprung. Aus einer vorgegeben, geringen Höhe sollte der Athlet einen Niedersprung auf den Boden ausführen und nach der Landung wieder nach oben abspringen.

Jede Gruppe erhielt einen genauen Zeitplan, erstellt von Tobias Groenewold, wann sie welche Station mit ihrem Riegenführer anzulaufen hatte. Die achte und letzte war das Laufen, wo die Jüngeren innerhalb von sechs Minuten so viele Runden wie möglich laufen sollten. Die Älteren (Klasse 9/10) liefen zwölf Minuten. Unterstützt wurden sie dabei lautstark durch die Eltern und Trainer, die auf der Tribüne das Geschehen im Innenraum verfolgten. Im Foyer hatte derweil WM- und EM-Teilnehmer Julian Wagner (LC Top Team Thüringen) Platz genommen. Er stand für Fragen und für Autogrammwünsche zur Verfügung. Ebenso unterstützte er bei der Versorgung.

Dankeschön an alle Sportler und Unterstützer

Infolge von Erkrankungen musste ein Teil der gemeldeten Athleten ihre Teilnahme an der Sichtung absagen, so dass sich aber trotzdem noch 67 Athletinnen und Athleten den Aufgaben stellten. „Ich denke, wir können mit dem Tag schon sehr zufrieden sein. Wir sind pünktlich durch die Veranstaltung gekommen. Es waren viele talentierte Kinder da, insbesondere nach den coronabedingten Einschränkungen in den vergangenen zwei Jahren“, sagte TLV-Sichtungstrainer Steffen Droske, der außerdem viele neue Sportler sah und kennenlernte. Die Auswertung soll bis Januar erfolgen. Ein großes Dankeschön richtete er anschließend an die motivierten Sportlerinnen und Sportler, die sich dieser sportlichen Herausforderung gestellt sowie allen, die diese Veranstaltung unterstützt haben.

Für alle Schüler, Eltern und Interessierte bietet die Sportschule in Jena am Samstag, 3. Dezember, von 10 bis 13 Uhr einen Tag der offenen Tür an. In Erfurt wird dieser am Samstag, 14. Januar 2023, durchgeführt. -sam-