Erfurt: Entwicklung steht im Vordergrund

U16 mit offiziellem Saisonauftakt: Diese Möglichkeit bot sich den Landeskadern in einem internen Leistungsvergleich am Freitag am Stützpunkt in Erfurt. „Wir sind froh darüber, dass sich der Erfurter LAC bereiterklärt und das Gesundheitsamt erlaubt hat, den Wettkampf durchzuführen“, sagte TLV-Sichtungstrainer Steffen Droske.

"Welchen Platz hast Du belegt? Ist das D-Kader-Norm?" Meistens sind es Fragen wie diese, die Trainer und Athleten beschäftigen und über die gute oder eben schlechte Laune ebenjener Trainer und Athleten bestimmen. Doch gerade in den jüngeren Altersklassen des Grundlagentrainings sind es eigentlich die persönlichen Entwicklungen und die Vorbereitung auf Topleistungen in späteren Altersklassen, die im Mittelpunkt der Trainingsarbeit stehen.

Beständige Trainingsarbeit wird belohnt

Aspasia Winkler (w14) ist ein gutes Beispiel für die Herausforderungen, die diese Entwicklung manchmal mit sich bringen kann. Nicht nur im trainingsinternen-, sondern in allen Weitsprungwettkämpfen der vergangenen Monate und Jahre scheiterte sie oft an der Rhythmisierung des Anlaufes und verschenkte mal drei Fuß oder trat im nächsten Durchgang vier Fuß über. Beim heutigen Abendsportfest im Erfurter Steigerwaldstadion gelang ihr dann eine saubere Serie mit nur einem (knapp) ungültigen Sprung und eine super neue Bestleistung von 4,88 Meter. Ein Ergebnis, das sie nicht einfach nur glücklich machte, sondern auch für ihre beständige Trainingsarbeit belohnte – und das ganz ohne den Blick auf Platzierung oder Normen.

Aspasia steht damit stellvertretend für den guten Einstieg ihrer Trainingskameraden, der jedoch bei allen noch Raum für Entwicklung lässt. Beispielhaft für den guten (offiziellen) Saisonstart stehen die Sprintleistungen von Jakob Hüttner (10,17s über 75m der m13) und Joline Hohlfeld (13,16s über 100m der w14) sowie die Hochsprungergebnisse von Morten Kutzner (1,50m in der m13) und Aurora Klotz (1,50m in der w14). Nicht zu vergessen, die ordentlichen Premieren, die Maria Schröder (w15) und Anton Seyfarth (m15) aus der Trainingsgruppe von Tobias Groenewold über 300 Meter in 43,23 und 40,45 Sekunden darboten.

Finn Friedrich erstmals über 1,95 Meter

Bei regulärem Wind (+1,4 m/s) verbesserten Nina Funke und Mara Zoe Lehrmann (beide Erfurter LAC) ihre Bestzeiten in der U18-Konkurrenz über 100 Meter in 12,38 und 12,40 Sekunden. Recht zufrieden mit seinem Lauf wirkte Johannes Fleischer (Erfurter LAC) über 200 Meter, den er in 22,71 Sekunden gewann und zugleich die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften abhakte. Dieses gelang auch Hochspringer Finn Friedrich (WSSV Suhl 1990), der erstmals die Marke von 1,95 Meter übersprang.

Eine starke Zeit lief Hanna Räpple (Gothaer Leichtathletik Centrum) über 100 Meter. Sie dominierte die Konkurrenz der Jugend w15 mit 12,52 Sekunden. Im Weitsprung siegte Emily Köhler (Eisenacher LV; 5,14 m). Über die 80 Meter Hürden konnte sich Tim Knauf (Erfurter LAC; 11,63 sec) steigern. Als Einzige unter der 13-Sekunden-Marke über 100 Meter blieb Johanna Stoy (Erfurter LAC; 12,87 sec) in der Konkurrenz der w14. Es folgte noch ein Start über 800 Meter. Über die beiden Stadionrunden hatten die Athletinnen mit kräftigen Windböen zu kämpfen. Es gewann Helena Manzke (LSV Lok Arnstadt; 2:30,59 min) vor Johanna Stoy (2:30,67 sec).

Vielversprechende Leistungen

In der Jugend m14 sprinteten Hannes Spee (Eisenacher LV; 12,71 sec) und Moritz Hartrumpf (Gothaer Leichtathletik Centrum; 12,99 sec) auf die Plätze eins und zwei. Letzterer setzte sich außerdem im Weitsprung mit 5,37 Meter durch. Kampf gegen den Wind, die Aktiven über 800 Meter hatten mächtig zu kämpfen. Aaron Lautenschläger (LV Einheit Greiz; 2:15,47 min) siegte vor Hannes Spee (2:16,51 min) und Alexander Muhle (PSV Meiningen 90; 2:20,61 min).

In der Jugend m13 stachen zwei Aktive etwas heraus: Damian Bachmann (HSG Nordhausen) über die 60 Meter Hürden (10,05 sec), 75 Meter (10,05 sec) und im Weitsprung (5,15 m). Starke Leistungen lieferte zudem Felix Wolff (ASV Erfurt) ab. Er setzte sich über 75 Meter in einer sehr guten Zeit von 9,52 Sekunden durch und gewann die Weitsprungkonkurrenz mit 5,26 Meter.

Alles in allem ein gelungener Einstand, der noch Raum für Steigerungen lässt. Ein großer Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Organisationsteam um Steffen Droske und Thomas Gentzel, die diesen Saisonauftakt unter herausfordernden Bedingungen ermöglicht und hervorragend realisiert haben. Max-Otto Strobel/sam

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