Düsseldorf: Iris Opitz veredelt DM-Start mit deutscher W60-Bestleistung

Drei Tage volles Wettkampfprogramm: In Düsseldorf gingen die Masters in der Halle wie im Winterwurf auf Titeljagd. Zu den neuen Thüringer Titelträgern zählen Anja Schüppel, Iris Opitz, Marion Stedefeld, Eva Günther-Gräff, Andy Dittmar und Michael Stephan. Mit einer neuen deutsche W60-Bestleistung glänzte Iris Opitz, Marion Stedefeld absolvierte gleich einen „Sechskampf“.

Zu den neuen Titelträgern kommen weitere neue Medailleninhaber: Marcus Brieger (SV Lerchenberg Altenburg) zum Beispiel. In der M35 war er mit dem Speer erfolgreich und stellte mit 48,56 Metern eine neue Saisonbestleistung auf. Dazu gab es Silber. In der M40 startete Martin Hohmann (Erfurter LAC) gleich in drei Disziplinen. Seine beste Platzierung erreichte er im Weitsprung mit persönlicher Bestleistung von 5,85 Metern und Rang vier. Dazu kamen weitere Starts über 60 und 200 Meter. Die 60 Meter beendete er in 7,62 Sekunden als Neunter, Rang fünf wurde es über 200 Meter in 24,31 Sekunden. Einen siebten Platz erlief sich Björn Illing (LV 1971 Ilmenau) in 4:36,62 Minuten über 1.500 Meter.

Zwei Medaillen nahm Karsten Friedrich (TSV Zeulenroda) in der M45 mit nach Hause. Im Kugelstoßen wurde es mit 11,72 Metern der dritte Platz. Silber gab es mit dem Diskus und neuer Saisonbestweite von 41,18 Metern. Den Titel verpasste er dabei nur knapp. Dieser ging mit 41,32 Metern an Alexander Sommer (1. SV Leichtathletik Hoyerswerda). Im Freien bereits erfolgreich. Nun auch in der Halle: Michael Stephan (Erfurter LAC) gewann die Hochsprung-Konkurrenz in der M50 mit 1,72 Metern. Dafür reichte zwei Versuche. Den ersten über 1,66 Meter, den zweiten über 1,72 Meter. Rang fünf belegte Marcel Trappe (SV Sömmerda), er floppte über 1,57 Meter. Auf den 60 und 200 Metern war Florian Kolb (LC Jena) unterwegs. Er kam in 8,20 Sekunden als Elfter sowie in 27,21 Sekunden als Zehnter ins Ziel.

Kugelstoßer Andy Dittmar: Trotz Blessur zum Titelgewinn

Im Kugelstoßen lag die Favoritenrolle unbestritten beim Weltrekordinhaber Andy Dittmar (BIG Basketball in Gotha). Der Thüringer gewann seine Konkurrenz dann auch locker mit einer Weite von 17,34 Metern gleich aus dem ersten Durchgang und fast vier Metern Vorsprung. Die angestrebte Verbesserung seiner eigenen Weltbestmarke von 18,15 Metern konnte der Thüringer aufgrund einer Blessur aus dem Training vor zwei Wochen noch nicht umsetzen. Doch für den Saisonhöhepunkt, die Hallen-Europameisterschaften im polnischen Torun in drei Wochen, bleibt Andy Dittmar optimistisch. „Es ging etwas besser als gedacht. In drei Wochen sollte das was werden“, glaubt Andy Dittmar, bis dahin seine Verletzung vollständig auskuriert zu haben. 

Bronze für Jens Peter (LTV Obereichsfeld) über 1.500 Meter. Er beendete das Rennen in der M60 in 4:50,58 Minuten. In der M65 startete Frank Ortmann (LC Jena) über 800 Meter, die er in 2:55,15 Minuten als Neunter beendete. Mit 3,20 Metern gewann Wolf-Dietrich Roehr (SV Sömmerda) Bronze im Stabhochsprung. Drei Starts, zwei Medaillen: Rudolf König (Saalfelder LV) kam über 60 und 200 Meter hinter der schnellen Konkurrenz in 8,57 und 28,38 Sekunden jeweils als Dritter ins Ziel. Rang fünf belegte er in 69,82 Sekunden über 400 Meter. Einen dritten Platz belegte außerdem Eberhard Löbel (LC Jena) im Stabhochsprung, er meisterte 2,70 Meter.

Anja Schüppel im Hammerwurf eine Klasse für sich

Kugel, Diskus und Hammer: Anja Schüppel (ASV Erfurt) demonstrierte ihre Stärke insbesondere im Hammerwerfen. Diese Konkurrenz in der W35 gewann sie mit 44,48 Metern. Dazu gab es mit dem Diskus und 32,92 Metern die Bronzemedaille. Mit der Kugel wurde es mit 10,14 Metern der fünfte Platz. Zwei sechste Plätze erlief sich Kati Nover (SV Concordia Großengottern) über 60 (8,56 sec) und 200 Meter (28,74 sec) in der W45. In der W55 und W60 gab es aus Thüringer Sicht die meisten Starts – und dazu noch recht erfolgreich.

Im Stabhochsprung der W55 gewann Eva Günther-Gräff (ASV Erfurt) mit 2,00 Metern die Goldmedaille. Mit Silber im Kugelstoßen schien Carmen Hildebrandt (Eisenacher LV) nicht unzufrieden. Sie kam auf 11,20 Meter. Auf der Bahn waren Anke Seise (SV Concordia Großengottern) und Manuela Hartung (LC Jena) unterwegs. Einen vierten Platz erlief sich Manuela Hartung in 5:37,98 Minuten über 1.500 Meter. Rang fünf wurde es über 800 Meter in 2:44,92 Minuten. Mit zwei neuen Bestzeiten kehrte Anke Seise aus Düsseldorf zurück. Zunächst über 400 Meter in 76,38 Sekunden als Achte, Rang sieben über 800 Meter in 2:59,89 Minuten.

Neue Altersklasse: Iris Opitz und Marion Stedefeld geben Vollgas

In der neuen Altersklassen geben Iris Opitz (LAV Eltertal Bad Köstritz) und Marion Stedefeld (SV Concordia Großengottern) gleich richtig Vollgas. Seit dem Jahreswechsel gehen sie zunächst national in der W60 an den Start, international erst mit ihrem Geburtstag. Gleich zwei Mal ganz oben auf dem Podest stand Iris Opitz: Sie setzte sich über 60 Meter in 8,63 Sekunden durch und auch über 200 Meter war ihr der Sieg in neuer deutscher W60-Bestleistung von 27,99 Sekunden nicht zu nehmen. Die deutsche W60-Bestleistung über 60 Meter hatte sie bereits Anfang Februar in Chemnitz mit 8,56 Sekunden deutlich unterboten. Die alten Bestmarken hatten zuvor 18 Jahre Bestand, aufgestellt von Ingrid Meier.

Nicht weniger erfolgreich Marion Stedefeld, die gleich einen „Sechskampf“ absolvierte. Ihr Programm: 60, 200, 400 Meter, 60 Meter Hürde, Hoch- und Weitsprung. Mit fünf Medaillen zählte sie an diesem Wochenende zur erfolgreichsten Thüringer Athletin. In neuer persönlicher Bestzeit von 10,24 Sekunden gewann sie auf ihrer Paradestrecke den 60 Meter Hürden. Dazu gab es Gold im Weitsprung mit 6,20 Metern. Im Hochsprung floppte sie über 1,32 Meter. Dafür gab es Bronze. Wie auch über 400 Meter in 70,52 Sekunden. Zwischen Silber und Bronze über 60 Meter lagen lediglich zwei Tausendstelsekunden. Diese fehlten Marion Stedefeld trotz neuer Bestzeit von 9,12 Sekunden. Über die Hallenrunde wurde es in 30,86 Sekunden der vierte Platz.

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