Dresden: Vielversprechender Saisonstart für den Nachwuchs

Dresden ist immer eine Reise wert. Nicht nur kulturell. Auch sportlich. Wie das Jugendmeeting beim Dresdner SC einmal mehr am Samstag bewies. Nach mehrmonatiger Wettkampfabstinenz bot es für die Nachwuchs-Athleten eine erste Möglichkeit sich miteinander zu messen. Wenn auch nur beschränkt aufgrund der aktuellen Regelungen auf Teilnehmer mit Bundes- und Landeskaderstatus. Für die Thüringer Athleten verlief der Saisonstart recht vielversprechend und macht Lust auf den Sommer.

Saisonstart mit Hindernis-Bestleistung: Robin Müller (Erfurter LAC) holte sich den Sieg über 2.000 Meter Hindernis in 6:06,83 Minuten und reihte sich auf Rang vier der deutschen U20-Jahresbestenliste ein. Felix Höfer (Erfurter LAC; 6:33,20 min) wurde Vierter. Seine Bestleistung im Dreisprung steigerte Valentin Brenner (Erfurter LAC) auf 13,73 Meter. In der weiblichen Jugend U20 belgte Dreispringerin Marie Herre (Erfurter LAC) mit Bestleistung von 12,38 Meter den zweiten Platz, Sechste wurde Carolin Adler (Erfurter LAC; 11,15 m).

Erster Start, zwei DM-Normen für Benedikt Wallstein

In der neuen Altersklasse U18 veredelte Benedikt Wallstein (Gothaer Leichtathletik Centrum) seine beiden Starts mit zwei Bestzeiten sowie Normen für die Deutschen Jugendmeisterschaften (U18/U20). Im Vorlauf über 100 Meter rannte er in 11,17 Sekunden auf Rang drei, im Finale standen 11,27 Sekunden und der dritte Rang im Protokoll. Erstmals über die 110 Meter Hürden unterwegs glänzte er im Vorlauf mit 14,73 Sekunden. Ebenfalls ins Sprintfinale stürmte Johannes Fleischer (Erfurter LAC), der sich dort auf 11,27 Sekunden steigerte. Nicht über den Vorlauf hinaus kamen trotz einer guten Leistung die Jenaer David Krivan (11,51 sec) und Florian Näbelung (11,62 sec). Letzterer hatte über die Kurzhürde etwas Pech.

„Die persönliche Bestleistung von David war eine gute Leistung. Die 100 Meter von Florian waren sehr schön gelaufen. Er hatte in seinem Lauf ein bisschen Gegenwind. Bestenfalls ist bei ihm eine Zeit in Richtung 11,50 Sekunden drin. Bei der Hürde hatte er etwas Pech. Er war gut dabei, gleichauf mit Benedikt, aber an der siebten Hürde war für ihn der erste Lauf beendet. Im zweiten hatte er kleine technische Fehler drin. Aber wir sind ganz optimistisch, dass es in den nächsten Rennen noch schneller wird“, resümiert Jenas Trainer Tobias Groenwold.

Fabio Schönfeld (LC Jena) steigerte seine Bestzeit über 1.500 Meter auf 4:22,42 Minuten. Hoch hinaus ging es für Cedric Spieß (Erfurter LAC) und Finn Friedrich (WSSV Suhl 1990), die ihre Bestleistungen auf 1,95 und 1,90 Meter verbesserten. In der weiblichen Jugend U18 sprintete Mara Zoe Lehrmann (Erfurter LAC) in 12,65 Sekunden ins Finale, dort blieb eine Steigerung (12,73 sec) aus. In den Bereich ihrer Bestleistung sprintete Nina Funke (12,69 sec). Mit der Startgemeinschaft Team LAC (Hanna Räpple, Caroline Freitag und Mara Zoe Lehrmann) stand über 4x100 Meter Rang drei in 48,76 Sekunden zu Buche. In einer überragenden Verfassung präsentierte sich Emma Herwig (SV 1899 Mühlhausen), die die 800 Meter in neuer Bestzeit von 2:15,06 Minuten dominierte.

Neue Bestzeiten für Nick Klenert

Das Gros der Thüringer Nachwuchsathleten startete in der Jugendklasse U16. Über die Kurzhürde blieb Nick Klenert (LC Jena) als Einziger unter der 11-Sekunden-Marke. Er gewann die Konkurrenz in 10,98 Sekunden. Stark auch seine Leistung über 100 Meter: Nach dem Vorlauf (11,63 sec) war er im Finale nochmals zwei Hundertstel schneller unterwegs. „Mit den Leistungen von Nick bin ich sehr zufrieden. Da sind wir mit ihm auf dem richtigen Weg“, sagt Trainer Tobias Groenewold. Wenngleich er über die Hürden noch ein wenig Potenzial sah. „Hinten raus wurde es von den Abständen sehr kurz, da musste er schon sehr kurz treten. Vorne hin zur ersten Hürde machte er noch acht Schritte, da werden wir jetzt auf sieben gehen.“

Richtig schnell unterwegs war zudem Tim Knauf (Erfurter LAC). Im Vorlauf über 100 Meter wurde er Gesamt-Sechster in 12,04 Sekunden. Im Finale zündete er den Turbo und durfte sich über eine neue Bestzeit von 11,75 Sekunden freuen. Über die Kurzhürde erreichten mit Thilo Wolff (ASV Erfurt; 12,08 sec) und Anton Seyfarth (LC Jena; 12,20 sec) die Plätze vier und fünf.

Erstmals über die 6-Meter-Marke sprang Nils Ferber (SV Blau-Weiß Bürgel), der gleich im ersten Versuch seine Bestmarke auf 6,20 Meter schraubte und die Konkurrenz gewann. „Danach war er sehr euphorisiert und war ein wenig neben der Spur. Beim Hürdensprint ist er in die Hürde reingerannt und hat sich dabei etwas verletzt“, berichtet Tobias Groenwold. Die Plätze fünf, sechs und sieben belegten Thilo Wolff (5,63 m), Anton Seyfahrth (5,60 m) und Jonathan Enders (1. TSV Bad Salzungen; 5,57 m). „Für Anton war es der erste Wettkampf nach zwei Jahren. Er ist ebenfalls gut in Form. Leider hat er sich beim Wettkampf ein bisschen verletzt. Dennoch war seine Leistung ganz passabel“, sagt Tobias Groenewold.

Sandrine Hilke triumphiert über Langhürde

Mit Blick auf die neue Bestleistung über 80 Meter Hürden in 12,41 Sekunden und der Bestätigung der aktuellen Bestleistung über 100 Meter in 13,02 Sekunden ist Nelly Heinzig (Apoldaer LV 90), der Einstieg in die Saison hervorragend gelungen. „Ich bin dankbar, dass ich endlich mal wieder bei einem Wettkampf laufen konnte und freue mich vor allem über meine Hürdenzeit“, so Nelly Heinzig abschließend. Das Finale über 100 Meter gewann Hanna Räpple (Gothaer Leichtathletik Centrum) in 12,73 Sekunden, Maria Schröder (LC Jena; 13,13 sec) wurde Fünfte. Über die Kurzhürde trumpfte Caroline Freitag (Erfurter LAC) mit neuer Bestzeit auf. Sie wurde in 12,32 Sekunden Zweite. Maria Schröder wurde Fünfte (13,33 sec).

Über die Langhürde triumphierte Sandrine Hilke (1. SV Gera), sie gewann in Bestzeit von 48,72 Sekunden. Drei Versuche über der 5-Meter-Marke: Caroline Freitag zeigte sich im Weitsprung sehr gut aufgelegt. Im vierten Durchgang steigerte sie sich auf 5,51 Meter und gewann die Konkurrenz.

Umrahmt wurden die Jugend-Konkurrenzen von Wettkämpfen der Männer und Frauen. Solide verlief der Saisoneinstieg von Sprinter Malte Stangenberg (LC Jena), der im Vorlauf als Gesamt-Sechster mit 10,83 Sekunden das Finale erreichte. Sich dort nicht weiter steigern konnte (10,93 sec). Im Dreisprung verbuchte Max-Ole Klobasa (LC Jena) zum Saisonauftakt 13,97 Meter. Für Speerwerfer Tom Meier (LC Jena) standen 72,18 Meter im Protokoll. Bei den Frauen wurde Alina Schönherr (LSV Schmölln; 2:11,75 min) Dritte. -sam-

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