Dresden: Erfreuliche Sprintwerte für Jenaer Trainingsgruppe

Für die Jenaer Leichtathleten inbesondere die Trainingsgruppe von Rico May erwies sich Dresden immer als gutes Wettkampfpflaster. So wie auch am Donnerstag bei der Mid.Summer.Track.Night. Nach der Corona bedingten Zwangspause war es für die Sprinter der ersehnte Saisoneinstieg mit erfreulichen Sprintwerten. Dabei glänzten Weitsprung-Ass Kevin Brucha und Valentin Hirte mit neuen Bestzeiten.

Bei warmen Temperaturen, leichtem Rückenwind und Nieselregen, wodurch die Bahn etwas rutschig war, wurden die ersten Sprintzeiten notiert. Gemischte Gefühle herrschten bei den Aktiven aus Jena beim ersten größeren Wettkampf dieser Freiluftsaison. „Zum einen war es toll, wieder Wettkämpfe zu bestreiten. Auf der anderen Seite war es ein mulmiges Gefühl ohne Zuschauer auf den Rängen“, sagt Lehrertrainer Rico May. Nicht nur daran mussten sich die Athleten gewöhnen. In Anbetracht des Hygienekonzepts und der Einhaltung des Mindestabstandes wurde die unmittelbare Konkurrenz in den Läufen minimiert. „Die Organisation vor Ort war unaufgeregt und gut nachvollziehbar. Wirklich gewöhnungsbedürftig war, dass nur jede zweite Bahn belegt war. Der unmittelbare Kontakt zur Konkurrenz fehlte schon“, schildert Rico May seine Eindrücke.

Zudem gab es für die Athleten mit den Zeitendläufen nur eine Chance, eine schnelle Zeit auf die Bahn zu bringen.  Bei Malte Stangenberg, dem deutschen U20-Hallen-Vizemeister, wollte sich  bei einer Zeit von 10,89 Sekunden keine Zufriedenheit einstellen. Weitspringer Kevin Brucha steigerte seine Bestzeit auf 11,27 Sekunden. Vielleicht wäre es für ihn noch ein bisschen schneller gegangen,  wäre da nicht die etwas zu schweren Beine von den guten Sprüngen vom Dienstag gewesen. Für U20-Athlet Valentin Hirte gab es gleich zwei Bestzeiten über 100 Meter (11,40 sec) und 200 Meter (23,24 sec). Nach einjähriger Wettkampfpause meldete sich Anna Irmscher mit 12,69 Sekunden über 100 Meter zurück. Langhürdlerin Luise Herdegen brachte über 100 (12,67 sec) und 200 Meter (25,62 sec) ebenfalls gute Zeiten auf die Bahn.

Sich auf die neuen Wettkampf-Bedingungen und die späte Startzeit einzustellen, erwies sich als recht herausfordernd. „Das war natürlich schwierig. Der erste Lauf der Saison und du hast keine Chance, es noch mal besser zu machen. Für Luise war es insofern okay, weil sie noch die 200 Meter hatte. Hinzu kam, dass der Wettkampf um 19 Uhr begann und die 200 Meter dann ab 20 Uhr gelaufen wurden. Das sind die Sportler nicht gewohnt. Zumal ihr Tagesablauf momentan von Schule und Studium bestimmt wird“, erklärt Rico May.

Ergebnisse: https://ergebnisse.leichtathletik.de/Competitions/Details/3094