Dresden: Ein Test unter Wettkampfbedingungen

„Wir wollten unter Wettkampfbedingungen testen.“ Für Rico May und seine Athleten bot sich dafür das Jahresabschlusssportfest beim Dresdner SC an. Trotz verschärfter Corona-Maßnahmen gab es am Samstag die Chance für eine Standortbestimmung. Und mit den Ergebnissen zeigten sich beide Seiten zufrieden. „Es war ein guter Einstieg in die Hallensaison, ohne das wir uns groß darauf vorbereitet haben“, berichtete der Trainer.

Seit Ende August, Anfang September befinden sich seine Athleten in der Vorbereitung. Dafür ging es zuletzt immer mal wieder nach Erfurt. „Für die längeren Läufe nutzen wir die Halle in Erfurt. Das kommt uns sehr entgegen. Samstags ist es dort relativ entspannt“, erklärte Rico May, der mit einem Teil seiner Trainingsgruppe jüngst nach Dresden reiste. „Wir wollten einen Test unter Wettkampfbedingungen, um zu sehen, wo wir stehen.“ Und eben jener sorgte für erste vielversprechende Werte. Hinter Sprinter Malte Stangenberg (LC Jena) lag eine lange Leidenszeit, ihn stoppte eine Rückenverletzung. Jetzt ist er zurück – und wie. Der 20-Jährige gewann das Finale in einer Zeit von 6,89 Sekunden, im Vorlauf standen 6,91 Sekunden auf der Uhr. Seine Trainingspartner Lukas Peter (7,05 sec) und Max-Ole Klobasa (7,13 sec) belegten die Plätze drei und vier.

In der abgelaufenen Sommersaison begeisterte Langhürdler Lukas Peter mit schnellen Zeiten und Platzierungen auf seiner Paradedisziplin. Jetzt gab er ordentlich Gas auf den Unterdistanzen: eine persönliche Bestleistung gab es über 60 Meter im Vorlauf mit 7,03 Sekunden. „Diese Leistung hat sich schon im Training angedeutet. Er ist dort einen Tick schneller geworden. Ich denke, dass er in der Hallensaison eine Zeit unter 7 Sekunden laufen wird“, meinte sein Trainer. Über 200 Meter war er in 22,06 Sekunden ebenfalls schnell unterwegs. Recht überraschend kam für Rico May die 60-Meter-Bestzeit (7,13 sec) für Max-Ole Klobasa, der im Dreisprung beheimatet ist und sich nach einer langen Verletzungspause ins Wettkampfgeschehen zurückmeldete.

Ein sehr vielseitiger Athlet ist Florian Näbelung (LC Jena), der in der U18 mit zwei Siegen über 60 Meter (7,11 Sekunden) und über 200 Meter (23,27 sec) aufhorchen ließ. „Er hat sich in den vergangenen Wochen sehr stark gesteigert und bringt gute Leistungen“, berichtete Rico May. Bei den Frauen testete Luise Herdegen (LC Jena) über die kürzeren Strecken von 60 (8,05 sec) und 200 Meter (25,79 sec). Nah an ihre Bestmarke sprang Annabell Recke (LC Jena) heran. Allerdings nicht im Hoch-, sondern im Weitsprung. Sie kam auf 5,61 Meter. -sam-

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